Die neue Metro in Santo Domingo: Daten und Fakten !

      Die neue Metro in Santo Domingo: Daten und Fakten !

      Metro Santo Domingo

      Die Metro Santo Domingo ist das U-Bahn-System der Hauptstadt der Dominikanischen Republik. Diese ist Teil des nationalen Raumordnungsplans, um die Verkehrssituation in Santo Domingo, wie auch für den Rest des Landes zu verbessern. Der erste Abschnitt wurde am 27. Februar 2008 offiziell eingeweiht, die Aufnahme des regulären Betriebes ist für Ende 2008 geplant. Mit diesem Teilabschnitt soll eine deutliche Verkehrsentlastung der staugeplagten Straßen zwischen Máximo Gómez und Hermanas Mirabal Avenue erreicht werden. Zusätzlich zu dieser ersten Linie sind zusätzlich fünf weitere Linien im Endausbau geplant. Betrieben wird die Metro von der OPRET.

      Präsident Leonel Fernández legte den Grundstein für den Bau der ersten U-Bahn-Linie der Dominikanischen Republik und der zweiten in der Karibik. Die Metro ergänzt die bereits existierenden Nahverkehrssysteme, insbesondere das Bussystem OMSA (Metropolitan Office of Buses Services) der Großstadt.

      Der französische Konzern Alstom liefert insgesamt 19 Alstom-Metropolis-9000-Dreiergespanne (insgesamt 57 Wagen) aus seinen Werken in Belgien, Frankreich und Spanien. Der Gesamtauftragswert beträgt 92,5 Millionen Euro.

      Der erste Zug wurde am 19. Dezember 2007 aus Barcelona verschifft und erreichte am 3. Januar 2008 die Dominikanische Republik. Die auf Normalspurweitefahrenden Züge sind mit Klimaanlagen, Überwachungskameras und Fahrgastinformationssystemen ausgestattet. Pro Zuggarnitur können 617 Passagiere befördert werden. Anfänglich werden Zuggarnituren mit drei Waggons zusammengestellt. Für einen späteren Ausbau können die Züge auf bis zu 6 Waggons erweitert werden. Von Beginn an werden an allen Haltestellen die Bahnsteige mit einer ausreichenden Gesamtlänge gebaut, um Züge mit sechs Waggons abfertigen zu können. Von den 19 Zügen werden 17 stets in Betrieb sein und zwei Züge als Reserve vorgehalten.

      Die Stromversorgung erfolgt über Oberleitungen.

      Die Linie 1 wird aus 16 Stationen (6 auf Stelzen, 10 unterirdisch) mit einer Gesamtlänge von 14,5 km. Die Endhaltestellen sind im Norden der Stadt Villa Mella und im Süden La Feria. Das tägliche Fahrgastaufkommen wird auf 200 000 Personen geschätzt. Der kommerzielle Betrieb wird im November oder Dezember 2008 aufgenommen.

      Am 23. September 2007 verkündete Präsident Leonel Fernandez, dass die Stationen nicht nach den anliegenden Straßen, sondern nach historischen Persönlichkeiten der Dominikanischen Republik benannt werden. Kurz vor den abschließenden Testfahrten wurde am 25. Februar 2008 von Diandino Peña die offiziellen Bezeichnungen bekannt gegeben .

      Auf Stelzen stehende Sationen heißen:








      • Mamá Tingó at Hermanas Mirabal Ave. and Charles de Gaulle Ave., Villa Mella
      • Gregorio Urbano Gilbert (La Paz at Hermanas Mirabal Ave., Sol de Luz)
      • Gregorio Luperón (Los Cerros at Hermanas Mirabal Ave., Buena Vista II)
      • José Francisco Peña Gómez (Los Guaricanos an der Hermanas Mirabal Ave.)
      • Hermanas Mirabal (Parque Mirador Norte an der Hermanas Mirabal Ave. )
        ebenerdige heißen:
      • Máximo Gómez (Isabela) (In der Nähe dieser Station ist die zentrale Leitstelle und das Depot zu finden)
      ebenerdige Station heißt:








      • Máximo Gómez (Isabela) (In der Nähe dieser Station ist die zentrale Leitstelle und das Depot zu finden)
      unterirdische Stationen heissen:








      • Los Taínos (Nicolas de Ovando at Máximo Gómez Ave.)
      • Pedro Livio Cedeño (Nationalfriedhof an der Máximo Gómez Ave. )
      • Peña Batlle (Peña Batlle at Máximo Gómez Ave.) (Induban Coffee)
      • Juan Pablo Duarte (John F. Kennedy an der Máximo Gómez Ave.) (geplante Ost-West-Umsteigemöglichkeit zur Linie 2)
      • Prof. Juan Bosch (27 de Febrero at Máximo Gómez Ave.)(geplante Ost-West-Umsteigemöglichkeit zur Linie 3)
      • Casandra Damirón (Nationaltheater) an der Máximo Gómez Ave.
      • Joaquín Balaguer [Bildungsministerium], Nähe Máximo Gómez Ave.
      • Amín Abel (Correa y Cidron Ave. at Universidad Autónoma de Santo Domingo – UASD)
      • Francisco Alberto Caamaño (Correa y Cidron an der Abraham Lincoln Ave.)
      • Centro de los Héroes (La Feria)
        Die Haltestelle Teatro Nacional wird eine großes Zwischengeschoss haben, in der Kulturstücke der dominikanischen Kultur und moderne Kunst ausgestellt werden. Für die Station Centro De los Heroes ist Ähnliches geplant.



        Kritik:

        Die Dominikanische Republik hat ein stabiles Wirtschaftswachstum, ihr fehlen jedoch viele grundsätzliche Versorgungsmöglichkeiten. Zu nennen sind zu einem die fehlenden Bodenschätze und die unzureichende Infrastruktur. Zum anderen ist die Versorgungslage für Strom, Trinkwasser, Abwasser, Gesundheit und öffentliches Bildungswesen mangelhaft. Hinzu kommt noch eine hohe Landflucht. In der dominikanischen Presse wird verschwiegen, dass viele (geschätzt werden mehrere hundert) haitianische Arbeiter während der Bauarbeiten der Metro verletzt wurden oder ums Leben kamen.

        Die Opposition argumentiert, dass die finanziellen Mittel für den Bau der U-Bahn von den Budget des Bildungsministeriums, der öffentlichen Gesundheitsversorgung, etc. genommen wurde und diese Einrichtungen während des Baus der Metro nur unzureichend betrieben werden können.



        Zukünftiger Ausbau:

        Der Raumordnungsplan legt fest, dass weitere Linie gebaut werden. Bisher sind folgende geplant:

        Linie 2 – Verläuft von Ost nach West under der John F. Kennedy Avenue, vom Santo Domingo Este und den Vororten Los Alcarrizos. Die nötigen Bodenuntersuchungen begannen nach den ersten Testlauf der Linie 1 im Februar 2008. Die vollständig unterirdisch verlaufende Strecke wird 22 km lang sein.

        Linie 3 – Wird im Stadtzentrum das Hauptgeschäftsviertel unter der “27 de Febrero”-Avenue verlaufen und im Santo Domingo Este enden.

        Linie 4 - Wird von Nord nach Süd unter der Gregorio Luperon Avenue von La Plaza de la Bandera nach Kilometer 9 des Duarte Highway verlaufen und die Linie 2 und 3 im Stadtwesten verbinden.

        Linie 5 - Wird von Nord nach Süd unter der San Vicente de Paul Avenue von der Las Americas Autobahnkreuzung zur Mella Road verlaufen und ebenfalls die Linien 2 und 3 im Stadtosten verbinden.Linie 6 - Wird von der Linie 2 an der San Martin Avenue abzweigen und in der Colonial Zone enden. Der genaue Verlauf ist noch nicht festgelegt worden.



      Wer den Bau der Metro als Diaschau ansehen möchte, klicke auf:

      [video]http://www.youtube.com/watch?v=48hfm3PXDFo[/video]

      youtube.com/watch?v=48hfm3PXDFo

      Ein massives Aufgebot an Sicherheitskräften soll künftig die Züge und Bahnhöfe der neuen Santo Domingo Metro sichern. Geplant ist zunächst der Einsatz von 500 Mitarbeitern, die den Fahrgästen vornehmlich mit Informationen zur Seite stehen, dort, wo es erforderlich ist, aber auch eingreifen sollen. Die Anforderungen an die Qualifikationen der Mitarbeiter des "Cuerpo Especializado para la Seguridad del Metro", kurz CESMET, sind hoch. Eine Gymnasialschulbildung, ein einwandfreies Führungs- und Gesundheitszeugnis sowie eine dreimonatige Grundausbildung beim Militär sind Voraussetzung. Darüber hinaus müssen alle Sicherheitskräfte Prüfungen zum Thema Konfliktbewältigung, Ethik und Menschenrechte, Zivil- und Strafrecht sowie in Erste Hilfe ablegen.

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      Also im Gegensatz zu dem umstrittenen Metrobau, dem ich leider nicht sehr viel positives abgewinnen kann - zumahl ich da gravierende Sicherheits- und Wartungsmängel befürchte, da ausgebildetes Personal wohl eher Mangelartikel sein wird, im Gegensatz zu meiner Einstellung ist dieser Beitrag sehr informativ und finde ich sehr gut - danke.