Frustration

      Frustration

      Ich habe mich heute früh einmal ein bisschen durchgelesen bei den Lesermeinungen von hispaniola.eu und auch anderen Foren. Ich frage mich: gibt es hier im Land nur frustrierte deutschsprechende Ausländer? Waren die nicht in ihren Heimatländern schon frustriert als sie hierherkamen? Lesen sie keine Zeitungen von Europa? Gewalt und Verbrechen hier im Land hört und sieht man täglich. Aber nur hier??? Ich habe soeben mit meiner Freundin in Chile telefoniert und sie hat mir erzählt dass man in Santiago nicht mehr ruhig herumlaufen kann ohne bestohlen zu werden. Sie ist Chilenin und kennt ihr Land sehr gut. In Bern, Basel, Zürich kann man nicht mehr mit Handtasche rumlaufen ohne Angst zu haben. In den Einkaufsgeschäften werden die Kunden aufgefordert gut auf ihre Sachen aufzupassen.
      Wo ist das Positive vom Land hier? Gibt es nur noch das Negative? Dann muss man sich neu orientieren und nicht nur rumjammern.

      Meckern gehört zum Leben dazu!

      Nun @Romi, ich bin wirklich der meinung das meckern und ein wenig Dampf ablassen zum leben dazugehört. Aber das gehörte für mich auch schon in Deutschland dazu. Aber meckern und "frustriert" sein ist ein großer unterschied. Denn die Psychologie definert Frustration eigentlich ganz klar, so habe ich es einst auf der Uni gelernt. Aber hier ein auszug aus Wikipedia:" .....Ebenso entsteht Frustration durch tatsächliche oder vermeintliche Benachteiligungen, enttäuschten Erwartungen und erlittenen Ungerechtigkeiten, welche sich in einem Zustand der Enttäuschung äußert. Unmittelbare negative Folgen können Aggressionen sein,[2]längerfristige Depressionen.!"
      Wenn es soweit ist, sollte man wirklich bereit sein und seine konsequenzen ziehen, wie immer sie auch geartet sind. Ich persönlich ärgere mich manchmal, manchmal sogar sehr. Aber meistens sind es kleinigkeiten, die schnell verraucht sind, wenn ich Dampf abgelassen habe. Aber du kannst es sicherlich nachvollziehen, wenn du hier jemandem etwas erklärst,... und das gleiche nochmal, .....und das gleiche nochmal und nochmal. Sorry, ich bin hier nicht als hilfslehrer im land angestellt oder ausbilder für geistig minderbemittelte menschen, als das sie aber nicht gelten wollen, denn nach deren meinung gehören "wirklich geistig behinderte" ja in die klappse. Also nach spätestens der vierten gleichen erklärung explodiere ich dann, weil ich weiß, das ich in Deutschland einem normalen menschen so etwas nicht vier oder fünfmal erklären muß. Das wäre ja auch alles noch einigermassen zu ertragen, wenn dabei nicht dieser dominikanische orgullo wäre. Der macht sie frech und überheblich und besserwisserisch. Und dummheit mit stolz und arroganz gepaart ist etwas für mich fast unerträgliches.
      Zur Kriminalität.
      Ich lebe jetzt mehr achtzehn jahre hier. Bin einmal vor vielen jahren (1998) in meinem haus überfallen und angeschossen worden, konnte die eindringlinge aber durch den einsatz meiner waffe vertreiben. Das hätte mir überall passieren können, so sehe ich das auch. Zwischenzeitlich ist meine dominikanische Ehefrau zweimal auf der strasse beraubt worden. Auch das kann, wie du richtig schreibst, über all passieren. Vor zwei jahren habe ich die hiesige Kriminalität (ich kenne Brasilien und die Kriminalität in Sao Paulo) noch als Kindergartenkriminalität bezeichnet. Diese kommt inzwischen langsam aber stetig aus den kindergartenschuhen heraus, es fehlt aber immer noch, Gott sei Dank, sehr viel an der Brutalität der brasilienischen oder mexikanischen kriminalität. Vorsichtig sein, aufpassen und nicht protzen bewährt sich auch hier. Und vor allem finanzielle konflikte mit Dominikanern vermeiden!!!
      Im großen und ganzen bin ich zufrieden. Ich habe eine tolle Ehefrau, mein auskommen mit dem einkommen, lebe in einem vernünftigen haus, habe zu essen und insgesamt ein gutes leben. Habe keine heizungskosten hier, muß morgens nicht schon Schnee schippen, habe die wärme (psychisch und physisch) die menschen in meinem alter gut tut und die sie benötigen. Was will ich mehr. Auf keinen fall zurück nach Deutschland (obwohl ich darf und ich jedes jahr mindestens einmal dort urlaub mache), in ein anderes land? Warum, dort ist es auch nicht besser, billiger, schöner.
      Also, rundum zufrieden und......trotzdem meckere ich hin und wieder! Und das lasse ich mir nicht nehmen. Gruss Lucius :dst
      @Mutter Romi
      Soweit ich weiss, keine SChweizerin/Deutsche. Karibische Insel???
      Da kann ich verstehen, dass man diesen Eindruck gewinnt - und der auch richtig ist.

      Es ist keine Entshuldigung, sondern eine simple Tatsache: Meckern ist eine deutsche Tugend! Und nicht nur bei Deutschen. Schweizer stehen nicht viel nach... Das steht schon im Gegensatz zu den sonstigen Suedeuropaern, Italiener und Spanier nehmen vieles gelassen hin.

      Ich selbst kritisiere - weil ich immer wieder denke: vielleicht aendern sie ja mal was... Nein, ich bin nicht der Massstab, aber man hat als Europaer eine Menge mehr mitbekommen als ein Dominikaner. Nicht von Geburt an! Sondern im Laufe der Zeit wurden wir ERZOGEN.
      Man gibt jemandem die Hand und schaut ihn auch an! Wenn man mit jemandem redet - auch! Und Dominikaner? Die geben Dir die Hand, schaun aber ganz woanders hin. Wenn sie was falsch gemahct haben, niedlich. Wie kleine Kinder, sie faseln was von no tengo la culpa und suchen Ausfluechte (da haben sie ne Lexikothek zu Hause mit Ausreden) und schaun auf den Boden.
      Nur Fallbeispiele.
      Erklaere was, (weil unsere Grundausbildung /Allgemeinbildung nun mal besser ist), sie stellen sich stur. Da lobe ich mir jeden Haitianer. Der macht seine Glotzen auf und will lernen!!! Von wegen "daemliche Neger"! Die schaffen malochen, und haben komischerweise ganz andere und hoefliche Umgangsformen....

      Ja, wenn es einem dann nicht mehr passt - dann weg von hier. Sehe ich auch so. Aber ich lese auch die deutschen Meldungen...
      und ich glaube ganz fest: wuerde ich in D sein - ich waere in einer politisch extremen Randpartei! Denn das wuerde ich auch kritisieren was da abgeht.

      Ja, ich geh heute nicht an den Strand,d er ist zu weit weg und mein Auto krank...
      Bei aller Kritik die wir hier aeussern, ich denke, wir rechtfertigen diese auch.
      Im Gegensatz zu den von Dir angesporchenen Kommentaren bei anderen Seiten Foren Facebook.

      Hier ist viel Schei**e. Und einmal mehr zitiere ich den Spruch>
      Die Summe der Sch.... ist in allen Laendern gleich, sie riecht nur anders.
      In sofern: es ist also nicht so extrem CONTRA RD, es ist halt so, der Mensch kann so auch seinen Frust abbauen.

      Oder man kann auch alles schlucken - und sich ein Magengeschwuer einhandeln. Oder nen HErzkasper.
      Nein, da dreh ich lieber mal am Ueberdruckventil und lasse Druck ab.
      Ich bin ein Vulkan. Es raucht und ich spucke, aber dann ist auch wieder Ruhe.
      Es geht alles seinen karibischen Gang...
      @Lucius, genau so sehe ich das auch. Sehr schön geschrieben.

      @suroeste, bitte keine Verallgemeinerungen. Es gibt immer Solche und Solche, egal ob bei den Domis oder bei den Haitianern. Habe auch alle Fasetten erlebt. Denke, insgesamt ist die dominikan. Mentalität jedoch überheblicher, arroganter als die der (meist etwas unterwürfigen und zurückhaltenden) Haitianern.

      Und - wollen wir wirklich, dass alle schlau und gescheit sind?! Ein durchgängiger Mittelwert wäre für uns Europäer sicher wünschenswert, aber wir sind nicht in Europa, und das ist gut so, sonst hätten wir hier vielleicht ähnliche Zustände wie in der EU, und das alles wollen wir nun wieder auch nicht.
      Zustände wie in der EU, und das alles wollen wir nun wieder auch nicht.

      Mal den Teufel nicht an die Wand!
      Einkommenssteuererklaerung
      ASU...ich hoere auf...sonst ist der Sonntag hin.

      Verordnungen
      Vorschriften
      Gesetze
      ...haben wir hier auch. Schoen dass man mal drueber geredet hat... und nun ab zum Fluss, Dominikaner gucken, Dominikanerinnen gucken (und geniessen. In erinnerungen schwelgen, da war doch mal was :ghtsf )
      Schoenen Sonntag noch
      Es geht alles seinen karibischen Gang...
      Auch ich finde meckern normal, da hat man manchmal allen Grund dazu. Aber wie @lucius schreibt sind meckern und nur noch frustriert sein, zwei paar Stiefel. Ich bin Schweizerin mein Mann Guadeloupe und 25 Jahre verheiratet. Sicher manchmal hasse ich die dominikanische Mentalität aber dann sehe ich auch wieder Positives und das ist wichtig. Egal ob Dominikaner oder Haitianer es gibt überall schlechte wie gute Leute. Wir haben schlechte Erfahrungen gemacht mit beiden Nationalitäten aber auch Europäern. Auch habe ich nicht vom Meckern in unserem Forum gesprochen, allem was über Politik und Mentalität geredet wird, kann ich nur beipflichten. Ich wollte einfach nur sagen dass man nicht das Schöne und Positive dabei vergessen sollte.

      Romi schrieb:

      In Bern, Basel, Zürich kann man nicht mehr mit Handtasche rumlaufen ohne Angst zu haben.


      Raub ist schlimm genug, aber man muss nicht zwingend verletzt werden. Aber mittlerweilen liest man nach jedem Wochenende Meldungen, wonach irgendwo in der Schweiz grundlos Passanten aufs übelste verprügelt werden. Ohne Vorwarnung, ohne Grund. Das ist das übelste und ich frag mich, wann der erste Selbstjustiz ausübt. Hab und Gut kann man vielleicht verschmerzen, aber nicht die Gesundheit. Der Beitrag soll nicht den Raubüberfall verharmlosen, aber damit muss man in der Dom. Rep. rechnen und leben, auch wenns natürlich nicht schön ist. Das es auch im vermeintlich zivilisierten Europa mit den Grundwerten eines Menschen abwärts geht isch schon lange der Fall. Über die Gründe mag ich mich nicht äussern, wurden auch schon des öfteren diskutiert.
      @Mutter Romi
      Ich verstehe Dich voll und ganz, es ist auch gut, dass es einmal mehr angeschnitten wird als Thema.
      Die Sache ist halt ganz einfach:
      Das Gute sieht man selten, darueber wird kaum berichtet, interessiert wenig Interesse.
      Das Negative macht als Schlagzeile hingegen was her. Das liest man. Bild/Blick leben es jeden Tag vor.

      Dominikanische Zeitungen sind nicht anders. Ich schreibe nun jeden Tag Nachrichten. Die Schlagzeilen sind klar und von 10 Titeln sind 8 ueber Mord, Raub, Ueberfall, Entfuehrung oder Drogen. Dann kommen noch 2 politische... Oder, wenn mal was mehr Politik angesagt ist, mehr ueber Politik + Probleme, Probleme und Probleme.

      Um schoene touristische oder auch andere Titel zu finden muss man ausweichen. Blogspots bringen da was. Sehr selten die Presse, es sei, es ist eine touristische Zeitung...

      Nein - Du hat auch nicht hier Kritik geuebt, das hab ich gesehen. Wollte es nur nochmals hervorheben, denn selbst mir Meckerkopf ist das auf anderen Seiten zu viel - Wieder...schon wieder...erneut... so leitet man Texte ein. Der Leser bekommt somit zwangslaeufig den Eindruck, es ist NUR NOCH SO! Bei Hispaniola bringe ich was, wenn es mal was besonderes ist.
      Nicht jeden Mord. Aber den Mord am Leibwaechter des Gesundheitsministers schon. Nicht jeden Drogenmuli, aber wenn eine Frau es versucht in ihrem "Genitalbereich" zu verstecken, dann ist das fuer mich schon witzig. Da gehoeren andere Dinge rein :ghtsf

      Fuer mich persoenlich ist es bedrueckend, wie gering die Hemmschwelle zur Gewalt ist. Peng und tot. Interessiert den Taeter kaum. Waffen gibt es ueberall. Alkoholfreien Wein findet Du nicht, ne Knarre an jeder Ecke.
      Nicht die Zahl der Gewalttaten, die Art und Weise ist ein Problem.

      Schau ich dann wieder nacu Europa, pruegeln sie harmlose Passanten am Ubahnhof zusammen. Wann passiert es hier? Ne Metro haben wir ja jetzt...

      Frueher konnte ich noch schreiben: es ist gefaehrlich in bestimmten Ecken des Landes.... geht nicht mehr.
      Es gibt nur noch Orte mit mehr oder weniger Kriminalitaet, schade. Aber es gibt kein Paradies! Nirgendwo.

      Und wem haben wir das zu verdanken? Aber das ist ein anderes Thema :xyst
      Es geht alles seinen karibischen Gang...
      @suroeste Es ist bedrückend, wie du schreibst, mit der Kriminalität. Die Jungen hören es nicht gerne aber zu unseren Jugendzeiten konnten wir noch ruhig nachts in der Stadt in den Ausgang gehen. Heute hast du sogar tagsüber Angst. Ich möchte nicht mehr jünger sein, möchte aber auch nicht nur das Negative sehen. Das Paradies kannst du dein Leben lang suchen und findest es nicht. Ueberall findest du wieder einen Haken. Deshalb versuchen wir mit dem glücklich zu sein das wir haben und nicht immer auf die Suche zu gehen nach mehr und Besserem. Vielleicht macht das unsere Zufriedenheit aus.
      Uebrigens ein Riesenkompliment zu hispaniol.eu. Da kann man sich stundenland durchlesen. Von dieser Seite finde ich nur hin und wieder die Kommentare der Leser zu negativ. :xyst
      Ein Wunsch ist noch frei!

      Es gibt so viele Varianten im Leben und man sucht sich unter dieser Vielfalt die aus die einem am liebsten ist. Der Mensch ist aber am liebsten BEQUEM und daher ist Frust automatisch Vorprogrammiert.
      Prinzipiell macht hier ein Ausländer Ferien und schon kommen viele Varianten der Möglichkeiten und Angebote auf einen zu.
      Jetzt stellt sich jeder selber die Frage; „Was soll ich machen“? einige Männer verfallen der Versuchung (wenns unten hart wird, wird es oben weich) und schon beginnt der Streß. Geschichten von gescheiterten Männlein und Frauen füllen die Foren. Meistens glaubt man Opfer zu sein, obwohl die Dummheit die größte Rolle spielte.
      Naiv rutscht man ins Unglück. Hey, das kennt doch jede/r aus seiner Heimat. Macht ihr dort auch mit Unbekannten blindlings Geschäfte?
      Also warum denn hier? Warum glauben viele an einem Turistenort an die Liebe auf den ersten Blick ohne sich zu fragen was für Leute sich gerade da herum Lungern. Geschäft ist Geschäft und das Geschäftsleben ist eben hart. Zuerst hart dann weich und jetzt wird in allen Richtungen Gejammert.
      Die ganze negative Energie wandelt sich in Frust um. Nun wird Frust abgelassen und zwar volle Pulle, denn die andern sind Schuld –ich bin ein Opfer. Mann/Frau hat mich über die Tischkante gezogen, Bla bla bla ich armes Schwein. Dumm oder Naiv wäre treffender.

      Die andere Seite ist jedoch für Residenten die Legal hier leben und die Sprache sprechen eigentlich mehr klar als klares Wasser.
      Erst wenn man Geschäfte macht, Auto defekt –Mechaniker, Hausbau usw. beginnt das Spiel mit der Frustration.
      Das die DomRep (und nicht „Domi“, ich mag dieses abschätzige Wort nicht) ein ganz anderes Land mit ihren Eigenheiten ist als die eigene Heimat, dass Freunde, dass weiß jeder der hierher kommt.

      Nun stellt sich aber für mich eine Wichtige Frage. Du wurdest „abgezockt“ und trotzdem kommst du wieder hierher. Bist du schlauer als vorher oder warst du mit deinem Arsch einfach in einem anderen Ressort für 2 Wochen eingesperrt und weist alles über diese Insel und den Menschen?
      Hilft dir die gemachte Erfahrung, lernst ihre Mentalität zu verstehen und machst es wie sie?
      Was willst du überhaupt?

      Oh wie recht das Du doch hast>>

      @heinz. Es ist halt einfach alles zuerst bei den anderen zu suchen als bei sich. Generell machen die meisten Residenten alle den gleichen Fehler. Sie suchen wieder seinesgleichen, dass was sie in Ihren Heimatländern schon hatten, und wegen dem sie Ausgezogen sind.

      Was machen den die Schweizer Residenten in SD und Umgebung, oder an der Nordküste. Sie besuchen die Stammtische, Gegebenheiten wo ihre Sprache gesprochen wird, Örtlichkeiten die sie von zu Hause kennen. Was machen sie da??? Diskutieren was in Ihrem Heimatland schlecht läuft, und regen sich darüber auf. Sie lästern über Ihr Gastland indem sie leben und ev. arbeiten. Aber sie kennen es in 10 oder 15 Jahren immer noch nicht. Der Grund dafür ist halt vielseitig. @heinz hat es treffend formuliert (wenns unten steigt .....usw). Keine sinnvolle Beschäftigung mehr, die einem weder geistig noch körperlich etwas abverlangt. Fast 24 Stunden sind zum Lästern vorig und werden auch rege ausgenutzt.

      Auch ich lästere hie und da, gebe ich offen zu. Habe ich auch immer das richtige gemacht? Meine Schweizerische Ungeduld kommt auch mit dazu, und schon ist halt alles schlecht. Ich (der Esel voran) kritisiere auch hie und da über mein Gastland, vor allem wenn es darum geht sich an anderen zu Bereichern wie es hier halt anscheinend zur politischen Kultur gehört. Und trotzdem ist es schlecht gegenüber dem eigenen Volk so zu handeln. (Siehe die jetzige Krise, die Hausgemacht ist und alles wieder vom armen Volk ausgebadet werden muss)

      Aber es gibt hier auch Residenten die sich zur Aufgabe gemacht haben etwas sinnvolles zu tun. Zu arbeiten. Irgendwo als Macher versuchen die Geschicke einzelner Gruppen zum positiven zu verändern. Ihr leben unter mitten von Einheimischen bestreiten, und es Ihnen wohl ist. Uebrigens so wie mir. Umzingelt von anständigen, freundlichen, hilfsbereiten Dominikaner/innen und dies auch mit Niveau. Es beweist auch das es nicht immer laut, und mit Schiessereien abgehen muss.

      Ich kenne zwar auch viele gute Residenten/innen und der Kontakt ist herzlich. Aber man sieht sich halt wenig. Ist vielleicht auch gut so, so ist man immer wieder gern für einen Schwaz mit Sinn willkommen. In der anderen Zeit lebt man unter Einheimischen, lernt alles von Ihnen was zwangsläufig nicht immer das schlechteste ist. Sprache lernen. usw.

      "SO WIE MAN IN DEN WALD RUFT, SO TOENT ES ZURUECK" sagt ein Sprichwort. Ich nehme mich hie und da auch selber an der Nase. :xyst
      Früher trafst du Frauen, die konnten kochen wie deine Mutter, heute triffst du Frauen die saufen wie dein Vater!
      @Romi
      Sei Dir gewiss, auf Hispaniola wird mehr geschehen. Es sind weitere SChreiber dazugekommen. dadurch koennen mehr Berichte entstehen. Die Zeit mit den News frisst die Zeit. Manchmal hocke ich fast 2 Stunden - hab kaum drei vernuenftgie Meldungen gefunden!
      Hispaniola soll ja auch keine News-Seite sein, sondern ein Portal. Eine Seite, wo man Informationen findet. Nicht nur schnelllebige Nachrichten, im Grunde kann die jeder von uns (Residenten) selber in der Zeitung lesen (sofern der Sprache maechtig).
      Touristen - aber auch Residenten (ab einer gewissen Klasse/Niveau) wollen Infos. Bei den Residenten meine ich nun nicht diejenigen, die schon um 9 Uhr mit Presidente fruehsteucken (nein nicht mit LF im Palast - sondern mit der Botella in der Hand irgendwo).

      Frust hier baut sich schnell auf. Die liebgewonnenen (und erst fern der Heimat geschaetzen Eigensschaften seines Heimatlandes) und hier vermissten Dinge. Ob Nutella oder Puenktlichkeit, Gruenkohl oder ordentliche Handwerksleistungen, es fehlt an vielen Dingen.
      Dass man dafuer auf der anderen Seite auch viel bekommt was man in D/CH vermisst, das nimmt man einfach so hin.
      Ich kann hier 365 Tage im Jahr grillen (und ohne dass ein Nachbar wegen Rauchbelaestigung die Polizei vorbeischickt).
      Wenn ich will kann ich in die Berge, ans Meer oder einfach mal in den Dorfpark und 5 gerade sein lassen.
      Was mache ich in der Grossstadt in D? Alles viel zu weit weg, hier ist fuer mich alles vor der Tuer oder in 2-3 Autostunden erreichbar.

      @Heinz
      Du hast da ne Menge Punkte aufgebracht.
      Nicht alle, die hier die Schnauze voll haben sind selbst Schuld, aber ich wuerde sagen: die meisten. Und dann machen sie aber (typisch dominikanisch) andere dafuer schuldig! Das boese Land, die schlechten Bewohner.
      Wenn es um richtig "schlecht" geht, betruegerisch, dann kenne ich (leider) mehr Deutsche/Auslaender als Dominikaner davon!
      Und viele von denen, deren RD-Traum sich zum Alp entwickelte, die mahcen dann NUR das Land dafuer verantwortlich und laden Frust ab. Das ist es, was man in vielen Kommentaren liest/sieht und Romi so trefflich bemerkt hat.

      Was/wer und warum es am Ende nicht klappte - das ist individuell. Wer in die Falle tappte wenn die Frauen die Graetsche machen - nun denn, zumindest hatte er doch ein paar erfreuliche Minuten. Nichts im Leben ist umsonst, man zahlt immer.
      Die Frage ist nur: wieviel.

      In einer guten Partnerschaft gibt man immer - allerdings selten Geld. Und da iegt der Hase im Pfeffer. Werden dominikanische Frauen teuer, dann sind es garantiert NICHT DIE RICHTIGEN. Aber man kann reden/schreiben und warnen. Manch man scheint auch ein Amoebenhirn zu haben. (Klar, der Rest der Zellen feiert ja da "unten" gerade Party.)

      Warum hier so viele "blindlings" in Fallen rennen, einfach so ruckzuck Vertraege unterschreiben, zahlen...?
      Heinz, darueber wurde schon viel sinniert. Bis hin dass bei der Zollkontrolle das Hirn radioaktiv bestrahlt wurde.

      Ich sehe es viel einfacher. Es ist ganz simpel die Sonne! Nein, nicht dass wir alle einen Hitzschlag bekommen oder uns das Hirn eintrocknet. Sonne hat auf den menschlichen Organismus herrlich positive Auswirkungen (LUcius koennte das sicher fachlicher ausdruecken). Es wird vermehrt Vitamin D produziert. Das macht unter anderem auch gluecklich.
      Und wenn man gluecklich und zufrieden ist, wird man auch irgendwie sorgloser.
      Als betruebter Europaer muss man lernen mit dieser "Gluecksproduktion" umzugehen.

      Ohne Vorsicht geht man hier schnell zugrunde. Oder zahlt Lehrgelder. Auch ich verfalle zu oft dem Leichtsinn. Glaube wieder an das Gute im Menschen. Ach ne, endlich ein guter und netter Mechaniker....und rumms, wieder alles im Ar*** und es geht los: tu entiendes, no tengo la culpa... Ne, die Schuld trage ich, ich haette 100% dabei bleiben muessen. TRAUE NIE einem Mechaniker. Aber immer wieder fall ich rein.
      Es geht alles seinen karibischen Gang...
      Ich sehe es viel einfacher. Es ist ganz simpel die Sonne! Nein, nicht dass wir alle einen Hitzschlag bekommen oder uns das Hirn eintrocknet. Sonne hat auf den menschlichen Organismus herrlich positive Auswirkungen (LUcius koennte das sicher fachlicher ausdruecken). Es wird vermehrt Vitamin D produziert. Das macht unter anderem auch gluecklich.
      Und wenn man gluecklich und zufrieden ist, wird man auch irgendwie sorgloser.
      Als betruebter Europaer muss man lernen mit dieser "Gluecksproduktion" umzugehen.



      Genau so sehe ich das auch, wie suroeste. Die dauernde Sonnenbestrahlung erzeugt chemische Reaktionen im Gehirn (bei einem vielleicht mehr als beim anderen), und wer dazu noch aus einer deutschen Diaspora mit streng katholischen Sitten und einem ungeheueren Männerüberschußgebiet hierher kommt, wird schnell leichtsinnig, weil er sich -dank der sexuell entgegenkommenden Mentalität und dem Überschuß an jungen Chicas im Paradies wähnt, mit seinem bescheidenen finanziellen Budget sogar den Macher und Gönner spielen kann und darf - bis ihn die Schlange beißt... und schon kommt nach der ersten Glücksphase das Jammern, Fluchen und Zähneknirschen - natürlich mit Schuldzuweisungen an alles andere als an sich selbst.
      Es ist immer wieder dasselbe.

      Aber eben, wie an anderer Stelle erwähnt, kann man auch das nicht verallgemeinern, gibt es doch auch andere Menschen, die überlegt handeln und auf dem Teppich der Realität bleiben und dem Treiben einfach nur immer wieder amüsiert zusehen und zuhören.

      futuro01:
      Was machen den die Schweizer Residenten in SD und Umgebung, oder an der Nordküste. Sie besuchen die Stammtische, Gegebenheiten wo ihre Sprache gesprochen wird, Örtlichkeiten die sie von zu Hause kennen. Was machen sie da??? Diskutieren was in Ihrem Heimatland schlecht läuft, und regen sich darüber auf. Sie lästern über Ihr Gastland indem sie leben und ev. arbeiten. Aber sie kennen es in 10 oder 15 Jahren immer noch nicht. Der Grund dafür ist halt vielseitig.


      Richtig, die Residenten (nicht nur die Schweizer, sondern die deutschsprechenden im allgemeinen) besuchen die Stammtische, Lokale mit europäischen Speisen etc., haben Gespräche mit Gleichgesinnten, berichten von Erfahrungen mit Land und Leuten, lästern oft mehr als sie loben (aber was machen wir hier im Forum anders?) - und dazu zähle ich mich auch. Ich möchte nicht unter Einheimischen leben. So hat jeder Resident doch seine eigene Lebensphilosophie und muß letztlich damit, d.h. mit sich selbst zufrieden sein, das ist doch das allerwichtigste!

      Nicht jeder will im Land herumreisen und alles kennenlernen. Vielen reicht deshalb bspw. der Bereich Nordküste. Es ist doch nicht viel anders als im Geburtsland, wo man die nähere Umgebung oft nicht so genau kennt wie die bevorzugten Ausflugs- und Uralubsregionen rundum. Das bleibt doch jedem selbst überlassen. Und wem ier Kultur und Abwechslung fehlt, macht Urlaub im Heimatland oder in anderen (Aus)-Ländern.

      Im Grunde genommen gefällt es den meisten Residenten hier doch besser als zuhause, trotz aller Widrigkeiten die das Land bietet. Wir hatten gestern noch diese Diskussion, weil in Kürze wieder ein Resident zurück nach D und dort wieder arbeiten will, weil dort einfach die Arbeitsbedingungen und Verdienstmöglichkeiten besser sind. Hatte er aber auch schon einmal versucht und kam dann doch wieder zurück nach hier. Ob´s diesmal klappt?
      Viele bezweifeln das. Wenn man lange genug hier gelebt hat, will man meist ernsthaft nicht wieder zurück, weil einem dann doch diese liebgewonnene karibische Lebensart fehlt. Wer allerdings sein Geld noch hart verdienen muß, ist natürlich im Nachtteil und wird immer hin und her gerissen sein.
      Man muß schließlich alle Vor- und Nachteile für sich in die Waagschale legen und für sich allein abwägen.

      Für meinen Teil halte ich es so, dass ich die Vorzüge von hier und Europa bzw. D beide auskosten möchte und deshalb halbjährlich hin und her pendle.
      Das war immer meine Vorstellung für mein Rentnerdasein, dafür habe ich hart gearbeitet, und das habe ich umgesetzt und bin völlig zufrieden mit dieser Situation. Wie sagt der Kölner Volksmund "Jeder Jeck is anders", will heißen, dass wohl jeder eine andere Lebensphilosophie hat und umsetzt (oder auch nicht).

      Was will man denn noch im Rentenalter?! Vor allem Gesundheit und Zufriedenheit und keinen Streß. Und dazu nimmt man sich die passenden Leute ins Boot, Bekannte, Residenten und ab und zu auch mal einen Einheimischen. Man bleibt vorsichtig (wie man es gelernt hat und gewohnt ist) und läßt das Leben einfach geschehen wie es ist und kommt. Es ist wie eine Woge im Meer. Wer sich von ihr tragen läßt treibt obenauf. Wer sich dagegen aufbäumt geht schnell unter.
      Also ich muss sagen, da hat Romy ein tolles Thema angeschnitten. Jeder, der sich mit dem Gedanken "Auswandern" beschaeftigt, hat hier nun eine ungefaehre Vorstellung bekommen. Danke Romy.

      Ob man nun "unter Dominikanern" wohnt oder in "Auslaendersiedlungen", das muss jeder fuer sich entscheiden. Es gibt Fuer und Wider. Und vor allem auch: grosse Preisunterschiede.
      Ich fuer meinen Teil schaetze zwar die Vorteile die ein "Residencial" bietet, wuerde es aber schon allein wegend er enormen Verwaltungskosten (der moeglichen Abzocke etcpp) nicht als Option waehlen.
      Heute kann man sich erkundigen. JEder ORt hat schon "24h" Zonen, d.h. Gebiete, wo der Strom kaum ausfaellt.
      Also mal ein Problem weniger. Faellt der Strom aus, dann ist es bald geregelt.
      Wasser: Auch hier kann man fragen...und noch besser: sein eigenes Loch haben und gut ist.
      Wie gesagt - Fuer und Wider.

      Was das Reisen im Land angeht. Es ist schade, dass dieses Land hier so schlecht beschildert ist. Auch die schlechten Strassen verleiden einem die Ausflugsfahrten. Und letztendlich: wo uebernachten? Mit begrenztem Budget wird es schwer. Ansonsten oft teuer. ABer ich finde, dass man das Land erkunden sollte. Warum? Weil es verdammt viele schoene Ecken hat!
      Und von wegen Frust: Wenn es mir hoch kommt, dann reichen mir oft 2-3 Tage in der Pampa, und ich liebe dieses Land wieder. In seiner Einfachheit wie Schoenheit. Vor allem lernt man (fern der Touri-Zonen) wieder eine Menge Dominikaner kennen, die das sind was Reisefuehrer oft schreiben: gastfreundlich und einfach herzlich nett. Unverdorben eben. Das sind dann die
      Momente wo man wieder auftanken kann. Aber auch hier gilt, was Winni sagt: Jeder JEck ist anders. Oder wie man auch sagt: leben und leben lassen.
      Es gibt Leute hier im Land, die verlassen hoechst selten ihr Haus...wem es gefaellt.
      Es geht alles seinen karibischen Gang...
      @suroeste Das stimmt. Es gibt auch hier im Osten welche, die ausser Bavaro (höchstens eine "Reise" nach Higuey, das schaffen sie gerade noch) nichts gesehen haben. Das sind aber die, die andere Regionen kritisieren. Ich habe mal in Cabarete mit einem Schweizer geredet, er sagte mir er würde nie im Osten oder Süden wohnen wollen. Auf meine Frage: warst du schon mal da meinte er, nein ich kenne nur den Norden und ganz wenig Santo Domingo (die Behörden).
      Mein Ratschlag an alle Planer für die Auswanderung in die Dominikanische Republik wäre: schaut euch mal das Land an und entscheidet euch erst nachdem ihr gesehen habt wo euer Wohnwunsch am besten realisiert wird.
      Suroeste - jeder der hier versagt, abgezockt wird oder zurück geht (muss) ist selber schuld. Ich bin ganz allein für mich Verantwortlich und bestimme ob dies oder das gemacht wird. Daher bleibe ich bei meiner Meinung.
      Diese Meinung verstärkt sich sogar das ich in einem Residentenviertel niemals leben werde. Wir leben wunderbar mit und unter Einheimischen in freundschaftlichem Umgang.
      Warum wird von Anpaßung gesprochen wenn der- oder diejenige es dann doch nicht macht?
      Nach 10 Jahren bringen die meisten Resis nicht einmal einen ganzen Satz in spanisch zusammen.
      Man muss sich an Deutsche Übersetzungen halten und die bekommt man nur als Zeitung oder in einem Forum. Viele davon geben die Quelle von Artikel nicht bekannt und man muss das Geschriebene glauben. Man würde auch wenn die Quelle angegeben wäre den spanischen Artikel doch nicht verstehn und die Wunder Übersetzungsprogramme bringen mehr Verwirrung als eine richtige Übersetzung.
      Daher sollten sich Leute die sich nicht anpassen wollen eher zurückhalten und ihr Leben zw. ihren Mauern leben, sofern das ein Leben ist.
      Da baut sich doch wirklich vorprogrammierter Frust auf.
      Daher sollten sich Leute die sich nicht anpassen wollen eher zurückhalten und ihr Leben zw. ihren Mauern leben, sofern das ein Leben ist.
      Da baut sich doch wirklich vorprogrammierter Frust auf.


      @heinz.n: na sieh das doch bitte nicht so eng. Ich lebe auch in einer geschlossenen Anlage und bin sehr zufrieden damit, habe all die Vorzüge die ich möchte (u.a. 24 Stunden Strom, 99%ige Sicherheit, offene Türen nachts, keine Vergitterungen rundum, keine Wachhunde, eigener Pool und die Ruhe, ungehinderten Strand- und Meerzugang ohne Belästigungen usw.) und ich empfinde es immer wieder als eine Oase der Ruhe, wenn ich aus dem quirligen Sosua nachhause komme. Und die aus Deutschland gewohnten Vorzüge möchte ich in meinem Rentnerdasein nicht ohne weiteres aufgeben.
      Und Autotouren ins Land und bis in den Süden/Südwesten machen wir auch (wir sind ja nicht in einer "Geschlossenen" ;-). Haben bei alledem keinerlei Frust.

      Demgegenüber sind doch nicht wenige unserer Mitglieder, die unter Einheimischen leben, ziemlich unzufrieden (wie man nachlesen kann), müssen vor allem übermäßigen Lärm, Schmutz, Tratsch etc. ertragen, so dass mancher wiederholt weg- oder umgezogen ist. Ich glaube, dass doch da eher Frust aufkommt. Das Anpassen wir hier gefordert und ist von uns Europäern doch mentalitätsbedingt äußerst schwer umzusetzten ohne die eigene Identität aufzugeben. Ich persönlich könnte und wollte dort niemals dauerhaft leben (hatte es früher an verschiedenen Orten immer mal kurzfristig versucht).

      Aber Jeder nach seinem Gusto. Es ist wie bei der Auswahl des Autos: der eine bevorzugt die in Europa gewohnte Limousine mit Klimaanlage und anderen Vorzügen und will bequem fahren; ein anderer passt sich dem Land an, kauft einen robusten Allrad-Jeep, möglichst offen und ohne Zubehör, aber mit Seilwinde etc. fürs grobe Gelände im Campo. Da hat doch wohl jeder auf seine Art recht mit seiner Auswahl. Wäre ja auch zu schade, denn sonst gäb es möglicherweise überall nur VW Käfer. Wer will das denn schon!?
      @Winni Auch wir ziehen das Leben in einer geschlossenen Residenz vor. Zwar nicht am Meer direkt. Bei uns ist noch viel Natur und alles ein wenig chaotisch aber wenigstens ruhig. Wir haben links und rechts dominikanische Nachbarn mit denen wir uns gut verstehen, aber auch internationale wie Spanier, Amerikaner Deutsche, Schweizer usw. Jeder muss das seinem Geschmack anpassen aber auch wir möchten keine Gitter an den Fenstern und Türen. Das wäre nicht unser Traum vom Leben im Alter.