Betriebskosten - Nichtzahler

      Betriebskosten - Nichtzahler

      Hallo liebe Freunde,

      ich moechte eure geschaetzte Aufmerksamkeit auf eine Thema lenken, welches mich derzeit sehr beschaeftigt. Da meine dominikanischen Nachbarn meinen Rat nicht hoeren wollen und damit ihren Weg (und meinen natuerlich auch) selber gehen, will ich auch gar nicht nach Rechtshilfe ersuchen sondern gerne einmal erfahren was ihr zu dem Thema sagen koennt.

      Ich bin mir auch nicht sicher, ob man das so ansprechen kann. Anderseits lebt die Frau auch von meinem Geld.

      Wir haben eine Eigentumswohnung in Santo Domingo in einem Gebaeude mit acht Wohneinheiten erworben. Dafuer zahlen wir 3000 Pesos Betriebskosten fuer Wasser, Strom fuers Gebaeude und "Sklaven". Hinzu kommt noch der verbrauchte Anteil an Gas aus dem gemeinsamen Tank (gas comun). Soweit die allgemeine Situation die auch sieben der acht Wohnungseigentuemer problemlos schlafen laesst. Vielleicht erwaehne ich zum besseren Vergleich, dass wir einen monatlichen Verbrauch von Gas zwischen 2 und 3 Galonen haben. Und dies beim taeglichen Kochen. Ganz normal eben.

      Nun handelt es sich bei der achten Partei um eine Frau mit zwei erwachsenen Kindern. Die ist nun fast geschieden; sagt sie jedenfalls. Vor etwas mehr als einem Jahr erwarb ihr Ehemann diese Wohnung (zweiter Stock - riesige Terrasse) und ward seitdem nicht mehr gesehen. Er selbst sagt am Telefon, dass er mit der Frau nichts mehr zu tun haben will. Ok, das aber ist nicht mein Problem. Ihrem Sprachgebrauch nach zu urteilen, stammt sie aus irgendeinem Barrio. Das passt auch genau. Wie man dennoch eine Wohnung fuer geschaetzte 6,5 Millionen Pesos erwerben kann, das ist jedem Residenten klar. Interessant ist, dass der Ehemann die Wohnung ausgesucht hat, die gesamte Inneneinrichtung bezahlt und dann absout nichts mehr mit dieser Frau zu tun haben will. Der will nicht einmal die Wohnung.

      Seit nunmehr einem Jahr weigert sich diese Frau - mit dem Hinweis auf Scheidung - die Betriebskosten und den Gasverbrauch zu bezahlen. Ich habe nicht ohne Grund meinen Gasverbrauch erwaehnt - diese Frau verbraucht 19 bis 21 Galonen pro Monat! Das entspricht 20 % des Tankvolumens.

      Heute nun war endlich eine Mieterversammlung auf der sich die anderen sieben Parteien auf einen juristischen Prozess geeinigt haben, um die ausstehenden Kosten einzutreiben oder dieses Wohneinheit von der gemeinsamen Versorgung von Wasser und Gas abzutrennen. Man muss endlich nach einem Jahr sagen.

      Am Sonntag gab es einen kurisose Situatiuon. Da hat unser "Nachtsklave" (Nicht-Insider seien hiermit informiert, dass es sich um voellig unterbezahlte und beschaeftigungslose junge haitianische Maenner handelt) vergessen die Wasserpumpe wieder anzustellen. Er sagt zwar er haette aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist, das ich ganz oben wohne und ohne Pumpe vom Tinaco leben muss. Im ersten Stock ist das kein Problem - bei mir kommt da weniger als ein Rinnsal aus dem Hahn. Ich also runter und versucht das Ding anzuwerfen .. funktionierte nicht so ganz. Irgendwann hat es dann doch geklappt.

      Meine Frau hat nun ein juristisches Schreiben bekommen, in dem wir zu einer Strafzahlung aufgefordert werden, da der Zugang zu "area comun" verwehrt gewesen sein soll. Meine Frau ist eine von zwei 'Verwaltern' die sich um das Begleichen von Rechnungen kuemmern und andere Kinderkrankheiten. Eine Selbstverwaltung eben.

      --> Ich schiebe das an dieser Stelle schon mal ein: Man hat angeblich kein Geld. Wenn es aber um das Begleichen von Schulden geht, ist Geld fuer den Anwalt da.

      Man kann es aus dem Schreiben nicht entnehmen. Angeblich ist das gueltig aber die angegebenen Vorwuerfe koennen sonstwas sein. Die Gegenseite wurde natuerlich nicht angehoert.

      Also, an diesem Sonntag habe ich an der Wasserpumpe rumgespielt, weil ich duschen wollte. Die Wasserversorgung war dabei aber niemals unterbrochen. Der Zugang zu den allgemeinen Bereichen des Gebaeudes war und ist niemals versperrt gewesen. Ich vermute darauf bezieht sich die ganze Sache. Wird in dem Schreiben nicht klar. Der Name ist auch falsch.

      Saemtliche Gespraeche mit der Frau bisher endeten ohne Ergebnis. Mittlerweile haben sich mehr als 40.000 Pesos angesammelt. somit wurde nun fuer Mittwoch die Mieterversammlung angesetzt. An der die Frau, natuerlich moechte man sagen, nicht teilgenommen hatte. Stattdessen haben sie diesen Anwalt geholt und man konnte - als wir unsere BEsprechung gerade beendeten und die hier eintrafen - noch Teile deren Gespraeche hoeren. ... "das ist der .... und die hat ... ".

      Es geht hier also gegen Personen. Natuerlich auch gegen mich (Achtung: ganz dickes Fell). Ich hatte ihr klar gesagt, dass sie nicht von meinem Geld leben wird. Und gegen die beiden Verwalter des Gebaeudes. Alle anderen Parteien unseres Hauses sind ebenso extrem angesaeuert.

      Witzig war insbesondere, dass eben - nach der Diskussion am Sonntag - genau unsere Wasserversorgung und die des anderen Verwalters zugedreht war. Die haben eben genau das gemacht, wofuer sie uns beschuldigen!
      Dazu muss man wissen, dass sie vom zweiten Stock ueber die Notleiter und das Dach der Parkflaechen einen einfachen Zugang zu den Haupthaehnen von Wasser und Gas zumindest fuer eine Seite des Gebaeudes haben - ohne nach unten gehen zu muessen. (Ich habe sie gesehen)

      Meine Frage geht nun eher in die Richtung, das ich gerne und sofort die Wasser- und Gasversorgung fuer die betroffene Wohnung abstellen moechte. Dabei geht es weniger um die austehenden Rechnungen als vielmehr um die zukuenftigen Forderungen. Denn, wenn es keine Moeglichkeit gibt denen das "Wasser"abzudrehen, dann machen die das Fenster und den Gashahn auf und wir duerfen dann zweimal die Woche 10.000 Pesos fuer die Tankfuellung bezahlen. Und die lachen sich kaputt.

      Edesur zum Beispiel. Wenn ich meine Rechnung nicht zum angegebenen Termin bezahle, stehen die am naechsten Tag auf der Matte und kappen meine Stromversorgung. So geschehen mit der erwaehnten Frau.

      Warum nun gilt nicht dasselbe auch fuer Edificos? Warum darf ich die nicht abstellen wenn sie seit einem Jahr ihre Rechnungen nicht bezahlt?

      Unser Anwalt hat uns geraten, Ruhe zu bewahren. Wir haetten mehr Kosten - Recht wuerden wir eh bekommen - wenn wir ihr Gas und Wasser abdrehen, als wenn wir auf die Entscheidung des Gerichts warten wuerden. Ok, und dann? Das Gericht entscheidet ueber Zahlung oder nicht. Nicht aber ueber zukuenftige Handlungen. D.h., die Frage, Gas und Wasser Ja oder Nein bleibt doch weiterhin unbeantwortet.


      Vielleicht habt ihr bereits eine dieser Erfahrungen machen muessen. Ich persoenlich teile nicht den Weg meiner dominikanischen Nachbarn. Ich bevorzuge eine haertere Gangart; aber damit bin ich in der Minderheit. Ich wuerde sie - NICHT wegen der austehenden Rechnungen, sondern wegen der zukuenftigen! - von der Gas- und natuerlich auch der Wasserversorgung trennen. Fuer mich ist das das Grundprinzip: fuer eine Leistung muss man den Gegenwert entrichten, fertig.

      Alles in allem muss man davon ausgehen, dass eine Begleichung von Rechnungen bezogen auf das Gebaeude niemals vorgesehen war. Die Frau behauptet sogar, dass der zweite Verwalter ihr Geld, welches sie fuer den Gasverbrauch regelmaessig entrichtet, unterschlaegt. Alle Zahlungen werden aber bei meiner Frau geleistet. Nur abgeblich diese eine nicht.

      Ich habe ueberhaupt keine Probleme jemanden ueber eine schlechte Zeit hinweg zu unterstuetzen. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Da habe ich aber mit den Vermietern gesprochen und wir konnten uns einigen. Natuerlich musste ich alles bezahlen - aber es ging dabei eher um zeitliche Aspekte. Selbstverstaendlich habe ich alle Rechnungen beglichen.

      Aber genau das ist in diesem Fall der Unterschied. Statt so etwas aehnliches wie eine Entschuldigung zu stammeln, behauptet die einfach, sie haette gezahlt und jemand wuerde das Geld unterschlagen.

      Na ja, ich bin gespannt was noch kommt. Ich denke nun bin ich dran. Die Frau versucht nun ueber persoehnliche Angriffe vom eigentlichen Thema abzulenken. Und das heisst eben: 40.000 Pesos + das was noch kommt.


      Jetzt habe ich geplappert ohne Ende. Da ich dieses Forum als ein sehr serioeses schaetze hiermit meine abschliessende Frage: Kann mir bitte jemand einen Tip geben wie man am besten derartige Angriffe abwehrt?

      Post was edited 1 time, last by “Heiko” ().

      [portalnews]Vorab: Ich bin juristischer Laie, daher bitte nur als Diskussionsbeitrag zu verstehen.

      Aber ich habe gehoert, wenn jemand faellige Rechnungen nicht bezahlt, kann ein sogenanntes "Embargo" auf die Konten des Schuldners ausgeloest werden, was dann zur Folge hat, dass die Konten fuer den Kontoinhaber gesperrt sind und er nicht mehr ueber sein Geld verfuegen kann.

      Moeglicherweise koennen sich dann die Glaeubiger ihre Schulden aus dem Konto befriedigen, wenn die Angelegenheit rechtskraeftig geworden ist.

      Es koennte auch durchaus infrage kommen, eine Art Zwangsversteigerung der Wohnung des Schuldners zu veranlassen, wenn der nicht zahlen kann/will, wobei die aufgelaufene Schuld dann durch die Erloese der Zwangsversteigerung abgedeckt wird.

      Welche juristischen Schritte allerdings einem Embargo/Kontenpfaendung sowie einer Zwangsversteigerung der Schuldnerwohnung oder weiterer Vermoegenswerte vorausgehen muessen, entzieht sich meiner Kenntnis, das weiss ein/e gute(r) Rechtsanwalt(in) jedoch sicher sofort.

      Allerdings duerfte die Einleitung eines Zwangsversteigerungsverfahrens wohl auch hier der Endpunkt eines langwierigen Verfahrens sein.

      Zu pruefen waere auch noch, in wie weit die Eigentuemergemeinschaft formelle Beschluesse zu erbringen hat, damit vor Gericht alle notwendigen Schritte gegenueber der Schuldnerin vollstaendig und eindeutig dokumentiert sind.

      Bei irgendwelchen gerichtlichen Dingen, die sich auf ein Verhalten in der Zukunft abzielen, bin ich mir ziemlich sicher, dass sich weder hier noch anderswo ein Gericht mit diesen auf die Zukunft ausgerichteten Dingen befassen wird.

      Denn Gerichte befassen sich mit realen Dingen und eben nicht mit voraussichtlich eintretenden Sachverhalten, die noch nicht eingetreten sind.

      Insofern wird es meines Erachtens kaum moeglich sein, mit einem eventuellen Verhalten der Schuldnerin in der Zukunft zu argumentieren und sogar einen entsprechenden Gerichtsbeschluss zu bewirken.

      Im uebrigen, auch wenn der Ehemann der Frau nichts mehr mit ihr zu schaffen haben will, so koennte er trotzdem ebenfalls als Schuldner in Frage kommen, falle er noch Miteigentuemer (zusammen mit seiner Noch-Ehefrau) ist.

      Dies ist sicherlich positiv zu beurteilen, da im Erfolgsfall vor Gericht zwei Schuldner vorhanden sein koennten, die gesamtschuldnerisch haften.

      In dem Fall koennten sich die Glaeubiger bei dem Schuldner Geld holen, der gerade solvent ist.

      Was Einlassungen angehen, bestimmte Betraege, welche die Schuldnerin bezahlt haben will, seien unterschlagen worden, so besteht eventuell die Moeglichkeit, eine Verleumdungsklage einzureichen, ob das jedoch was nuetzt ist die Frage, denn dadurch kommt niemand zu Geld und Prozesse fuehren kostet.

      Allerdings muss auch die Schuldnerin wohl erst mal vor Gericht den Beweis antreten, dass sie bezahlt hat, und das muesste ihr ja schwerfallen, da sie ueber keinerlei Quittungen verfuegen wird, die ihre Zahlungen belegen koennen (jetzt mal vorausgesetzt, sie legt keine gefaelschten Unterlagen vor).
      [/portalnews]
      Danke Jungs!

      Wie ich bereits erwaehnte, moegen meine Nachbarn meine vorgeschlagene Gangart nicht. Aber ich kenne auch keinen Dominikaner mit einer 'Spina dorsalis'!
      Was bisher passiert ist, kann ich nicht mehr aendern. Aber wie verhindere ich, dass diese Frau noch mehr Luegen verbreitet?
      Witzigerweise finde ich die Fokusierung auf die Anwaelte. Dabei weiss doch jeder: je mehr Geld zur Verfuegung steht, um so besser stehen die Chancen. Ich meine wenn wir alle wollen ... aber das ist es eben nicht wert.

      Es sei denn man findet sich zu einem gemeinsamen Essen zusammen. Bei einem gemeinsamen Essen sollen ja so manche Konflikte geloest werden koennen. Einer muss halt immer Nachgeben ....
      Es gibt so ein "Condoinium-Gesetz" danach kann ein Embargo auf die Wohnung verhaengt werden.
      Doch wer ist der Eigentuemer? Der Mann? Oder hat er es der Frau ueberschrieben?
      Sonst geht das Theater weiter, er ist Eigentuemer und sie Mieterin.
      Sonst sehe ich es wie Costadeambar.

      Es hilft nur ein durchsetzungsfaehiger Anwalt (ebenso selten die die Dominikaner mit Rueckgrat wie Heiko erwaehnte).

      Mich wundert aber, wie die auf so einen hohen Verbrauch kommt?
      Hat sie andere it Gas betriebene Geraete? Waschmaschine/Trockner?
      Macht sie eventuell einen gewerblichen Gebrauch? Backt sie eimerweise Empanadas?
      Auch das kann man ihr dann verbieten!
      Denn Wohnungen sind in der Regel fuer gewerbliche Nutzungen nicht zugelassen.
      Das mit dem Tres pasitos ist natuerlich weniger ratsam, aber versucht es subtil, mit Voodoo. Da haben sie Schiss vor.
      Ein paar Hexensymbole an der Tuer gekritzelt, ein Paket mit blutigen Huehnerfedern, ne tote Ratte mit Nadeln gespickt....... Vielleicht verkauft sie dann und zieht aus?
      Es geht alles seinen karibischen Gang...
      [portalnews]Was den Verbrauch an Propangas angeht, so ist ein Verbrauch von 20 Gallonen nicht ganz ungewoehnlich, sofern es sich jedenfalls um eine Familie handeln sollte, die regelmaessig mehrmals jeden Tag kocht.

      Falls noch Personen im Haus leben, die zu unterschiedlichen Zeiten ins Haus kommen und dann warm essen wollen, wird dann halt oefter gekocht.

      Manche Leute machen sich hier auch kaum Gedanken darueber, dass die zum Erhitzen von Wasser benoetigten Energiemengen ohne weiteres um den Faktor drei hoeher sein koennen, wenn man die Toepfe beim Erhitzen des Wassers nicht abdeckelt.

      Wenn dann noch hin und wieder der Backofen angeschmissen wird, kann es schon ohne weiteres zu diesen Verbraeuchen kommen, alledings wirklich nur dann, wenn es sich um eine Familie mit mehreren Personen handelt.
      [/portalnews]
      Danke euch fuer die bisherigen Reaktionen.
      Dieser hohe Gasverbrauch beschaeftigt mich schon seit Beginn. Da leben aber nur drei Personen in der Wohnung. Angeblich haben sie eine Waschmaschine mit Gasheizung. Aber so oft waschen die auch nicht. Ich kann ja wenn ich aus dem Fenster schaue die Klamotten sehen. Die liegen dann auf dem Boden zum Trocken. Wohl zu faul oder zu doof zum Aufhaengen.
      Dann war noch die Moeglichkeit das sie mit dem Gas Strom erzeugen. Aber ist es wohl auch nicht. Denn es kommen Rechnungen von Edesur.
      Sie behauptet der Gaszaehler sei defekt. Der aber wurde bereits zweil mal ueberprueft. Am Verbrauch hat sich nichts geaendert.
      Interessant ist, dass sie jedes mal angeschissen kommen wenn man das Gas abdreht. D.h., natuerlich verbrauchen die diese Mengen. Wie auch immer.
      Das koennte einem auch egal sein wenn ... ja wenn es sich nicht eben um die Person handeln wuerde, die nicht bezahlen.

      So ganz nebenbei: selbstverstaendlich arbeitet Prinzessin nicht. So wie die anderen beiden Blutsauger auch. Ich finanziere denen jedenfalls nicht ihr Leben.

      Ich bin immer noch erschuettert. Anstatt sich zu entschuldigen oder wenigstens eine Loesung vorzuschlagen, startet die einen Angriff. Meine Frau schuettelt auch nur noch den Kopf: " ... das sind meine Leute."

      Die hat doch ueberhaupt keine Chance. ...

      Mich persoenlich kotzt es total an, dass man hier nicht in Ruhe leben kann, nur weil ein Vollpfosten keinen Bock hat, seine Rechnungen zu bezahlen.
      [portalnews]Die von Heiko geschilderten Situationen, in denen Mieter/Eigentuemer ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, kommen auch in D vor.

      Das faengt damit an, dass die Partei, die unten wohnt, nicht fuer die staendigen Reparaturkosten der Aufzugsanlagen bezahlen will und dann Schwierigkeiten macht, etc....

      Hier jedoch treiben manchmal die Regeln fuer Eigentumswohnungen die Eigentuemer zusaetzlich noch in den Wahnsinn.

      Mir ist aus PP auch ein Fall bekannt, wo es nicht gelingt, die vergammelte Fassade eines Wohnhauses mit Eigentumswohnungen zu streichen, weil hierfuer ein einstimmiger Beschluss der Eigentuemerversammlung notwendig ist.

      Da es sich bei dem Objekt eher um Wohnungen handelt, die fuer Ferienzwecke genutzt werden und die ansonsten ueberwiegend leer stehen, kommt es nie zu einem neuen Anstrich, weil die Eigentuemer die Ausgaben scheuen und es ihnen egal ist, wie das Haus aussieht, da sie ja dort nur zu Ferienzeiten und nicht fest wohnen.

      Fuer mich schaut es fast so aus, als ob derartige Probleme bei Eigentumswohnugen systemimmanent sind und die Probleme, wie von Heiko geschildert, noch in dem Mass steigen, je mehr Eigentuemerparteien vorhanden sind.

      Aerger kann man nur dann mit Sicherheit aus dem Weg gehen, wenn man sich fuer ein eigenes, sebstgenutztes Haus entscheidet, allerdings ist dies in den urbanen Ballungsgebieten mit teuren Grundstueckspreisen natuerlich auch eine ganz wichtige Kostenfrage.
      [/portalnews]
      Wenn ich mir die Schilderungen von Heiko durchlese, dann stehen zwei Sachen für mich fest.

      1) Ich würde der "Dame" asap das Gas und Wasser abstellen. Wer nicht zahlt, der muss auch mit den Konsequenzen leben. Auch der Hinweis, dass der Mann ja der Eigentümer der Wohnung sei ist völlig unwichtig. Wenn immer nur der Eigentümer zahlen müsste, dann würde ich in Deutschland sofort das Zahlen von Strom und Wasser einstellen. Schließlich gehört mir ja nicht die Wohnung. Ne wirklich, so einen Quatsch habe ich schon lange nicht mehr gehört. Deswegen würde ich abstellen. Für solche Leute würde ich nicht mitbezahlen wollen.

      2) Bin ich froh, dass wir uns für ein Haus entschieden haben. Hier muss ich mich nicht mit anderen Menschen rumärgern.
      Ich möchte ja niemandem die Hoffnung nehmen, aber meine Frau betreut einige ähnliche Fälle. Vom ersten Schritt bis letztlich zum Emabargo zieht es sich in der Regel mehr als ein Jahr. Und dann kommt es letztendlich noch auf die Laune des Richters an. Oftmals sind die Leute aus den Barrios Meister im Herausreden. Sie drehen und wenden alles zu ihrem Vorteil. Ganz davon abgesehen kostet es auch noch eine Menge Geld solch ein Embargo durchzuführen. Das ist ähnlich wie bei Zwangsräumungen in Deutschland, wo der Vermieter meist auf allen Kosten hängenbleibt, einschließlich der Vorkosten für Rechtsanwalt und Gericht. Ich kann in diesem Fall nur raten, versucht die Leute rauszuekeln. Das ist auch leichter gesagt als getan, weil die Ex Barrianos sind schon echt dickfellig und können viel ertragen. Versucht es wirklich mal mit Voodoo, darin sind viel Barrianos stark sensibilisiert, weil ihr Glaube ist stark.
      [portalnews]Das mit dem Voodoo koennte klappen, vielleicht noch unterstuetzt durch einen netten Herrn beachtlicher Groesse von POP-Inkasso, wie elimae ihn neulich so schoen beschrieben hat.

      Ungewoehnliche Situationen muss man eben auch mit ungewoehnlichen und praktischen Mitteln begegnen, wenn einem juristisch aus vielerlei Gruenden die Haende gebunden sind.

      Hatte hier auch so einen Fall, es zog eine ueber Achtzigjaehrige Deutsche ausgerechnet neben uns ein und von da an hagelte es nur noch Beschwerden und unflaetige Beschimpfungen von ihrer Seite, sogar ein Mitarbeiter des Ayuntamento von Puerto Plata tauchte mit einem Messgeraet zur Messung des von uns ausgehenden Schallpegels bei uns auf.

      Spaeter bekamen wir noch eine Vorladung von der Staatsanwaltschaft fuer Umweltsachen von meiner liebenswuerdigen Landsfrau, weil sogar unsere Muelltonne vor unserer Tuer sie gestoert hat.

      Wir sind ja an sich friedliebende Menschen, wenn dann aber irgendeine verrueckte deutsche Oma versucht, hier deutsche Verhaeltnisse einzufuehren, dann wehren wir uns natuerlich auch.

      Auch wir waren dann nicht traege und haben unsererseits gegen Oma Anzeige erstattet, die es aber nicht fuer noetig hielt, zu den angesetzten Terminen der Staatsanwaltschaft zu erscheinen, was dann darauf hinauslief, dass wir einen Vorfuehrungsbefehl fuer Oma erhielten.

      Die Polizei kam dann mehrmals zu ihr und forderte sie auf, mitzukommen, was Oma jedoch staendig ablehnte, weil sie ja so alt und gebrechlich sei, wovon natuerlich auch ganze Batterien von leeren Bierflaschen in ihrer Garage zeugten.

      Vor 6 Wochen ist sie dann endlich ausgezogen, was wir uns letztendlich zugute halten, denn wenn wir nicht mit einigen zusaetzlichen, zwar wenig nachbarschaftsfoerdernden, aber durchaus hilfreichen wie unangreifbaren Massnahmen nachgeholfen haetten, damit Mecker-Oma sich hier nicht mehr besonders wohlfuehlt, haetten wir sie immer noch neben uns wohnen.

      Es gibt also durchaus Spielraeume, die alle im Bereich des Erlaubten sind und doch ihre Wirksamkeit nicht verfehlen.
      [portalnews]

      Den Gastank

      würde ich nicht befüllen wenn er leer ist, sondern auf autake Versorgung im den Wohnungen Umstellen. Müßen allerdings alle mitmachen. Somit bekommt die Frau kein Gas mehr und ihr könnt eure Hände in Unschuld waschen, ihr habt ja das Gas nicht abgestellt.
      Ich danke euch fuer die Beitraege. Aber einige davon unterstuetze ich eben nicht. Warum?
      Weil es Regeln fuer dieses Haus gibt, die von allen Beteiligten akzeptiert und eingehalten werden. Dazu gehoert die monatliche Begleichung der Betriebskosten (sprich Anteil) und der verbrauchsabhaengige Anteil von Gas. Dafuer gibt es eine gemeinsame Installation. Basta!

      Das Problem beim Streichen des Gebaeudes hatte mein Schwager auch. Dort haben sie um die betroffene Wohnung herum gestrichen. Das kann und darf aber keine Option sein.

      Da es sich hier um ein junges Gebaeude handelt, es daher keine Gewohnheitsregeln gibt, muss es doch moeglich sein, das die Nachbarn gemeinsam auf die Einhaltung der selbst aufgestellten Regeln bestehen. Wem das nicht passt, der muss sich etwas suchen was seinem Wesen eher entspricht. Ich kann doch nicht eine Wohnung in einem Haus mit zentraler Gasversorgung kaufen und anschliessend mein eigenes Sueppchen kochen.

      Demnach kann die einzige Konsequenz nur heissen, dass man alles daran setzen muss, diesen Leuten klar zu machen, dass sie sich am falschen Ort befinden. Denn der Wert meinens Eigentum sinkt eben auch wenn das gesamte Haus nicht in Ordnung ist.

      Leider sieht es derzeit so aus, dass meine dominikanischen Nachbarn ihrem Ruf der Feigheit die Treue halten. Um kurzfristig Ruhe zu haben, strebt man eine Isolation der betroffenen Wohnung an. Damit hat dann die Dummheit wieder einmal gesiegt. .... und den Weg zu noch mehr Problemen bereitet.

      Die Voodoo-Sache finde ich interessant. Ich kann mir zwar nicht vorstellen das man auf so einen Quatsch reinfallen kann. Aber ich habe auch schon einmal eine Schule von innen gesehen. Hat jemand zu dieser Sache naehere Informationen? :mrgqa
      [portalnews]@ Heiko

      Im Internet kursieren jede Menge wirklich nett gemachter und phantasievoller Vorschlaege bezueglich des erfolgversprechenden Designs von Voodoopueppchen:

      google.de/images?q=voodoo+doll…3DQ&sa=N&start=40&ndsp=20

      Bei der kuenstlerischen Gestaltung der Voodoopuppe kann man dann wirklich seinen persoenlichem Geschmack ausleben und sein Werk so anschaulich wie noetig gestalten, wobei dann auch immer gilt, je anschaulicher, desto wirksamer.

      Daher koennte es in Deinem Fall auch zusaetzlich noch angebracht sein, so einem Voodoopueppchen noch eine kleine, liebevoll gestrickte Gasflasche um den Hals zu haengen, das soll durch den direkten Bezug dem Zauber noch besondere Kraefte verleihen.

      Zugleich wurde mir von zuverlaessiger dominikanischer Seite noch glaubhaft versichert, es sei besonders erfolgversprechend, das mit Nadeln gespickte Pueppchen auf ein wenig Friedhofserde, die moeglichst noch ein paar Knochensplitter enthalten sollte, vor die Tuer des Problems zu setzen, um ganz auf Nummer sicher zu gehen.
      [/portalnews]
      @Heiko
      Hast Du keine Fantasie? Google mal ein wenig mit Voodoo und Symbole etc.
      Sowas malt man der an die Tuer.
      Oder mal ne blutige Huehnerfeder auf die Fussmatte (kriegst Du bei jeder Huehnerschlachterei reichlich und gratis.
      In der Tierhandlung Maus oder Ratte. auch wieder Federn rein, nen Teelicht....
      Usw...
      Die scheissern sich da echt an.

      Was ich vermutete mit Waschmaschine/Trockner erklaert dann ja den hohen Verbrauch.
      Die Dinger fressen natuerlich. Und ich kenne jemanden, der sich extra so ein Teil kaufte...er wohnt in einem Condo wo es keine Zaehler gibt! Gas ist in der monatlichen Gebuehr inbegriffen.

      Hat die Dame ein Auto? Da gaebe es noch mehr Ferkeleien...um ihr das Wohnen dort zu vermiesen.
      Aber das dann lieber per PN

      Coqui im Tuerschloss kommt auch gut.... aber nun genug der netten Tipps hier
      Es geht alles seinen karibischen Gang...

      Zwischenstand

      Liebe Freunde,
      Vielen Dank fuer eure Beitraege! Die Voodoo-Sache ist natuerlich interessant. Das Problem ist nur, ich kann damit nichts anfangen. Wohl weil mein IQ ueber 70 ist. OK, aber ich werde mich mal damit beschaeftigen. Verstehe aber nicht, wie man auf so einen Bloedsinn reinfallen kann. ...

      So, eigentlich ist das eine Zeitungsmeldung wert aber niemand fragt ... ;)

      Also, ich als Auslaender habe mir mal das 'Reglamento' geschnappt und ueber den Google-Uebersetzer gejagt. Zur Sicherheit. Das Ding funktioniert ueberraschend gut. Jedenfalls bin! ich der Einzige der dieses Regelwerk durchgelesen hat. Ich hatte dann auch einige wichtige Anmerkungen gemacht. Damit bin ich dann zu den Nachbarn. Ich hatte davon gehoert ... mir wurde es nie klar wie so etwas moeglich sein kann ... aber es gibt es tatsaechlich! Leute, die zwar lesen koennen; den Inhalt des Textes aber nicht verstehen. WAHNSINN! Wie geht so was nur???

      Kurz und gut! Die nicht zahlende Partei hat keinerlei Rechte. Waehrend das Gesetz No. 5038 noch eine Abschaltung von Wasser, Gas, etc. verhinderte, korrigiert das Gesetz No. 108-05 dieses Problem. Der von den Eigentuemern gewaehlte "Verwalter" hat somit das Recht die betroffenen Parteien, im gemeinsamen Interesse, von der gemeinschaftlichen Versorgung abzutrennen. Um das Gemeinwohl zu waren.

      Wer Interesse hat, dem kann ich das noch genauer zu kommen lassen. Zwar bin ich ein juristischer Laie, dass aber verstehe ich auch.

      Jedenfalls ist doch klar .. das war so und wird immer so bleiben ... wenn du fuer eine Leistung nicht bezahlst (bzw. einen Gegenwert entrichtest) wirst du von der Zukuenftigen abgetrennt.

      Jetzt gilt es nur noch meine Frau und die anderen Nachbarn davon zu ueberzeugen. Im Nachhinein ist doch lustig das Jedermann nach einem Anwalt schreit. Ohne aber zu wissen warum. Alle Gesetze sind hier im Land im Internet zu finden. Man muss sie nur lesen.
      Das ist aber eine frustrierende und teils auch beaengstigende Sache, mit den Gesetzen und dem Internet!

      Ich habe das auch einmal getan, mit hatten es die Leyes Ambientamentales angetan.
      Wollte mehr wissen ueber die Abwasserversorgung.
      Und krass, was Hipolito damals an guten Gesetzen im Jahr 2000 (immerhin schon!) und 2003 einfuehrte.
      Doch schaut man auf die Realitaet, dann ka**t auch heute noch der Grossteil der Bevoelkerung in ein Septico.
      Was im Grunde nichts anderes ist als eine Sickergrube.
      In den ersten beiden Kammern sedimentiert der Sch**s und in der letzten Kammer sammeln sich mehr oder weniger die Fluessigstoffe die dann ablaufen. Mit der Fluessigkeit auch die Bakterien. Und ab ins Grundwasser.
      Es empfiehlt sich daher, immer auf einem Huegel zu wohnen, damit einem nicht die Bruehe vom oben wohnenden Nachbarn ueber das Grundwasser in den eigenen Brunnen laeuft.

      Das erklaertt auch, warum bei starken Regenfaellen viele Zisternen kontaminiert sind...

      Nun denn, natuerlich findet man auch was ueber andere Umweltsuenden. So ist auch die Sache mit dem LAERM wuinderbar geregelt. Man HOERE und staune. Laute Musik (gilt ja als landestypisch) ist da ebenso untersagt wie auch defekte Auspuffanlagen. Doch was hoeren meine Lauscher? Mopeds knatternd und bollernd, Sport-4wheels mit einem Krachagreagt was es mit jedem Duesenjet aufnehmen kann. Je lauter - je schicker. Und keiner schickt sich um die Gesetze.

      Da ist es doch besser, wenn man ruhig lebt, sich besser nicht bildet und nichts weiss, dann aergert man sich auch weniger uind nimmt es wie es kommt.

      Im Falle der Nachbarin muss ich sagen: bitte auf dem laufenden halten ob nun abgeklemmt wird....und was passiert dann...?!?!?!?!?!?
      Es geht alles seinen karibischen Gang...
      Folgender Zwischenstand hat sich ergeben: KEINE AENDERUNGEN!
      Welch ein Frust. Ich bin wahrscheinlich der Einzige, der das Reglamento dieses Gebaeudes gelesen UND verstanden hat. Demnach gibt es nicht einmal einen 'presidente'. Sondern nur einen von der Eigentuemerversammlung eingesetzten Verwalter. Der oder die ausgestattet mit Rechten und Pflichten braeuchte in diesem Fall nur zu einer juristischen Instanz gehen - um den formalen Ablauf einzuhalten - und sich die Zustimmung zur Abschaltung einzuholen. Dies ist in diesem Fall gegeben da a) der Verpflichtung zur Begleichung des Anteils gemeinschaftlicher Ausgaben nicht nachgekommen wird und b) das Gesamtbudget durch die fehlenden Beitragszahlungen (und Ausgaben fuer Gas) nicht mehr aufrecht erhalten werden kann.
      Der Verwalter weigert sich beharrlich, das reglamento ueberhaupt zu lesen. Weil man es bereits wisse. Richtig, nur ist das eben nicht mehr aktuell das es eine Gesetzesaenderung gab, die endlich die Rechte der Mehrheit schuetzt. Mit der Quelle des veralteten "Wissens" habe ich gesprochen und sie (einvernehmlich) auf den neuesten Stand gebracht. Nur der Verwalter will davon nichts wissen.

      Welche Schluesse ziehe ich daraus?
      Das sich wieder einmal bestaetigt, dass der Dominikaner wissens- und wandlungsresistent ist. ]
      Das sich Personen in Verantwortungsbereiche draengen, deren Anforderungen sie nicht gewachsen sind.
      Sowie in unserem Fall: Feigheit! Die haben Schiss. Warum auch immer....

      "Der Verwalter" hat mir einmal gesagt: man arbeite hart, um das Land voran zu bringen. Gut, und jetzt wo du endlich mal die Gelegenheit hast, eine bereits vorhanden Regelung (einfach nur und mit ganz niedrigen Kosten) umzusetzen, um einen Schritt voran zu gehen, da rennst du weg und versteckst dich.
      Heiko,
      es gibt noch eine ganz einfache und banale Moeglichkeit, waere nicht selten im Land:
      der Verwalterpimpert die Alte
      Da ist er befangen....
      Also:
      Ausserordentliche Eigentuemerversammlung und neuen Verwalter d231xy waehlen
      Es geht alles seinen karibischen Gang...