Kuba liegt nach Durchzug von "Ike" fast vollständig im Dunkeln

      Kuba liegt nach Durchzug von "Ike" fast vollständig im Dunkeln

      Havanna - Hurrikan "Ike" hat auf Kuba schwere Verwüstungen angerichtet. Noch waren weite Teile der Insel ohne Strom. Von Kuba aus bewegte sich der Wirbelsturm langsam auf die US-Südküste zu.

      Nach Berechnungen des US-Hurrikanzentrums in Miami wird er am Samstag den Süden von Texas erreichen. Möglich sei aber auch, dass er über dem Golf von Mexiko nach Süden dreht und sich dann auf den Norden Mexikos zubewegt.

      Über dem warmen Wasser des Golfs gewann der Sturm wieder an Stärke und wurde auf die Kategorie zwei heraufgestuft. Die Ölfirmen im Golf bangten deshalb um ihre Förderanlagen. Die Produktion wurde gestoppt und Arbeiter von den Plattformen in Sicherheit gebracht.

      US-Präsident George W. Bush verhängte den Notstand über den Bundesstaat Texas, während die örtlichen Behörden an der Golfküste die ersten Evakuierungen anordneten.

      Seit "Ike" am Sonntagabend (Ortszeit) auf den Osten Kubas traf, starben in dem Karibikstaat laut amtlichen kubanischen Angaben vier Menschen. Sieben weitere Menschen wurden verletzt.

      Die Verwüstungen sind beträchtlich. Zehntausende Häuser wurden beschädigt oder zerstört. Nach Angaben der Vereinten Nationen bezifferte die Regierung die Schäden auf bis zu vier Milliarden Dollar.

      Noch weitaus schlimmer ist die Lage der Menschen in Haiti. Noch immer sind die Überschwemmungsgebiete von der Aussenwelt abgeschnitten. Durch die Stürme "Fay", "Gustav", "Hanna" und "Ike" kamen seit Mitte August rund 600 Menschen ums Leben.




      SDA-ATS / swissinfo