Spenden von Hilfsgütern - Sinn oder Unsinn?

      Spenden von Hilfsgütern - Sinn oder Unsinn?

      Da werden von Venezuela hunderte von Häusern für die von Hurrikans geschädigten Dominikaner gespendet und was passiert? War das nicht schon im voraus zu sehen? Sind die Leute die vorher nur eine Illegale Blechhütte hatten – die meisten davon sicher ohne Baubewilligung und auf fremdem Boden, nicht auch selber Schuld? Ich glaube diese Personen die am Fluss Ozama wohnen wissen ganz sicher, dass dieser schon bei starken Regenfällen Hochwasser führt. Nur die Ausrede der Armut ist keine Entschuldigung dafür, dass sie dort wohnen müssen. Das Land ist gross genug um in anderen Regionen zu wohnen. Im Landesinneren hat es heute noch riesige unbewohnte Flächen auf denen man sogar noch Landwirtschaftlich was machen kann. (Eigenversorgung z.B. - aber das ist mit Arbeit verbunden). Die wenigsten der Geschädigten lebten seid ihrer Geburt in genau diesen Regionen. Fast nach jedem schlimmen Ereignis gibt es Spenden, ist ja gut wenn Hilfsbedürftigen auch geholfen wird sie können ja nichts dafür, dass ein Hurrikan ihr Zuhause zerstört hat, dass ein Hochwasser führender Fluss ihr ganzes Hab und Gut weggespült hat. Wie steht’s aber damit wenn dann Leute in Jeeps vorfahren und Karton oder Sackweise Hilfsgüter abholen.



      Umzug in die von Venezuels gespendeten Häuser “Petrocasas” dauert an.
      Bonao - Obwohl die Botschaft von Venezuela mit der Verteilung der ersten 100 Häuser absolut nicht einverstanden ist, hat der Umzug der Nutzniesser in die neuen Häuser auf Anweisungen des Gouverneurs der Provinz “Monseñor Nouel“, Néstor Francisco Melenciano, und angeblich auch durch den Senator Félix Nova angehalten. Einige der Bevorzugten sollen PLD-Angehörige sein und nur ein kleiner Teil sind wirkliche Geschädigte der Tropenstürme Olga und Noel.
      Quelle: el Dia Titelseite

      Wie Denken Sie über das?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Caribbean Divers“ ()

      Nun, man kann es auf einen kleinen Nenner bringen: Die Dominikaner sind ein Volk von "Receivern".
      Sie sind gewohnt, dass von überall Hilfe herkommt.
      Bei nun doch unübersehbarem Fortschritt kann das natürlich fatale Folgen für die Spendenbereitschaft der Leute haben. Also ist Jammern angesagt.
      Und ich habe sicher nichts gegen zweckgebundene Hilfe, Hilfe wo sie hingehört. Nur leider, auch wieder ein lateinamerikanisches Phänomen: Erstmal der Politiker, dann die anderen Bonzen, dann Polizei und Militär. Sollte noch was übrigbleiben, dann stecken sich das vorgenannte auch ein und verkaufen es.
      Kommt Hilfe mal an, schlimmstenfalls nur Sachspenden, dann verkommt diese auch noch all zu oft. (s. Higuey Schulmaterial).
      Also wer spenden freundlich ist: bitte cash. Dann kann man wenigstens Brugal kaufen.
      PS
      Für weniger informierte und gut gelaunte AI-Touristen liest sich sowas vielleicht boshaft, doch leider ist dies die Tatsache, Ausnahmen soll es geben. Doch in langer Zeit als Rep einer Spendenorganisation kann ich sagen: sehr selten! findet man Leute die auch dankbar sind für Sachspenden.
      Es geht alles seinen karibischen Gang...