Erwerb und Bauen im Jahre 2010 Teil 1-5

      Erwerb und Bauen im Jahre 2010 Teil 1-5

      Da die letzten Einträge in diesem Tread bereits zwei Jahre zurückliegen habe ich mich entschieden anhand meiner Situation einen laufenden Eintrag hier zu machen. Dieser geht vom Parzellenerwerb bis zur Fertigstellung des Hauses.

      Nach reiflichen Ueberlegungen haben wir uns entschieden auf einen weiteren Ausbau unseres Hauses zu verzichten, und ein neues Objekt zu planen. Ebenfalls möchte ich dazu erwähnen das mein Sohn als Arch. und Ing. von der Schweiz aus die Planungen und Statikberechnungen macht. Diese Pläne werden an einen hier in Higuey ansässigen Architeckten Ing.und Bauunternehmer übermittelt und besprochen. Weiter haben wir uns entschieden auch Preise die alleine den Bau betreffen zu veröffentlichen, soweit als möglich detailliert . Unser Partner in Sachen Arch. und Ing. in Higuey haben wir genau unter die Lupe genommen. Projekte angeschaut seine Arbeitsweise, und sein Büro angeschaut vorher eingehende Gespräche geführt die wir dann zum Anlass nahmen dieses Privatunternehmen zu berücksichtigen. Für die Ausführung wird/wurde ein schriftlicher Vertrag ausgearbeitet und unterzeichnet. Auch wurden alle anderen Nebenbaubetriebe vorher begutachtet. Wir habenauch im Vorfeld verschiedenen Bauprojekt in der ganzen DR besichtigt was möglich, und machbar ist. Auch möchte ich erwähnen das was das Haus betrifft immer Geschmacksache ist, und jeder ein anderer Geschmack hat.

      Der Kauf der Parzelle hat am 16.03.2010 stattgefunden und wurde bei einem Anwalt in Higuey abgewickelt. Die Parzelle ist nicht ganz ortogonal (d.h. Rechteckig). Sie misst 500 qm2. Die Parzelle hat einen Eingetragenen Titel ohne Grundlasten (also Schulden). Im weiteren wurden die Kosten des *Landvermessers geteilt zwischen Verkäufer und Käufer.
      *Seit mitte 2009 existiert in der DR das neue Gesetz betreffend der Registrierung neuer Titulos. Das heisst sämtliche übertragene Titel müssen von einen Vermesser (Agrimensol) neu AUsgemessen und ins Katasteramt übermittelt werden.Ley 317 Sobre Catastro Nacional. Diese Kosten mussten Vorbezahlt werden und betrugen in meinem Fall RD$ 60000. Diese Preise schwanken und können bis zu 100000 RD$ betragen. Habe anschliesssend vom Vermesser einen Papierplan und eine CD erhalten die sämtliche Koordinaten und angaben der Parzelle enthalten. CD lässt sich nur öffnen mit einem speziellen Programm. Gratis Download. Autodesk Design Review 2010.

      Ca. ende April werden dann die provisorischen Pläne an den Architekten hier übermittelt. Diese Pläne werden dem zuständigen Sindico vorgelegt und die Steuern bestimmt. Diese richten sich nach ungefähr>>(In meinem Fall ist der Draht Architekt Sindico ausgezeichnet) was sich im Steuerbetrag niederschlägt).

      So das war der erste Teil weiteres folgt>>>>>>>>>>>>>>>>><demnächst.
      Früher trafst du Frauen, die konnten kochen wie deine Mutter, heute triffst du Frauen die saufen wie dein Vater!

      Erwerb und Bauen im Jahre 2010 Teil 2.

      Nun sind seit April wieder ein paar Wochen ins Land gezogen, und mein Bauvorhaben ist nun so weit fortgeschritten das es wieder für ein paar Zeilen Informationen langt.

      Nachdem nun der Landerwerb Öffentlich bekannt gemacht, und Ausgeschrieben wurde, musste ich vor zwei Wochen mit meinem Anwalt und dem Ausführenden Agrimensol (Vermesser) beim Zuständigen "Tribunal de Tiera y Imobiliari" in Higuey antraben. Bei diesem Verfahren musste dann der Anwalt dem zuständigen Vorsitzenden alle Abklärungen der Eigentumsverhältnisse, Infos und Unterschriften der angrenzenden Nachbarn vorlegen und die Situation mündlich erklären. Ebenfalls wurde der Vermesser zur Rechtlichen Situation der Parzelle und der amtlichen Aufnahme machen. Zum Schluss wurde der Eigentümer dann vom Vorsitzende gefragt ob er mit den Arbeiten des Vermessers, sowie des Anwalts zufrieden ist. Nach der positiven Antwort wurde die Überschreibung der Parzelle für rechtskräftig erklärt.

      Nach der Bezahlung des 3% Steuersatzes des Kaufpreises bei der Stadt Higuey, gehen nun die Unterlagen ins zuständige Büro nach Santo Domingo wo dort die Registration vorgenommen wird. Ebenfalls werden die Digitalen Vermessungsdaten der Parzelle registriert.
      Nach erfolgter Registration wird nun der "Titulo" schriftlich gefertigt, und nach Informationen mit einer Plakette dem Eigentümer via Fiscal und Abogado dem Eigentümer übergeben. Die mitgelieferte Plakette muss nun auf der Parzelle sichtbar für den Sat. plaziert werden. Ich bin gespannt wie ein Geigenbogen ob dies so funktioniert.

      Von April bis zum heutigen Datum wurden alle Pläne erstellt, abgeändert und wieder besprochen und ergänzt, und wieder geändert. Vor einer guten Woche wurde dann alles Vertraglich bei einem Anwalt schriftlich fixiert mit Preis, Zahlungsbedingungen, Garantien, Hausübergabe. Beschreibung der zu Verwendung geplanten Materialien, Abänderungsmodalitäten, ev. zusätzlichen Kosten. Der Vertrag wird nun noch amtlich beglaubigt. Die kosten des Anwalts übernimmt die Ausführende Ing. und seine Baufirma.

      Sämtliche zu verbauende Materialien vom Block zum Zement, Plattenbeläge, Fensterrahmen, Glas, Holz, Türen, Farbe, Elektroanlagen, Sanitarisch Einrichtung wie Bad/WC, Einbauschränke, Wassersystem, können durch den Eigentümer bestimmt werden. Diese Artikel sind alle im oberen Preissegment berechnet. Ebenfalls werden gewisse Systeme in Europäischem Standard verbaut.

      Nun hat am 27.07.2010 der Spatenstich stattgefunden. Im Moment werden die Gräben für das Fundament ausgehoben. Dieses wird vom Ingenieur überwacht da es ebenfalls gewisse Erdstösse auffangen soll. Also wie in Europa versuchen wir hier etwas Erdbebensicher zu bauen. Ebenfalls dienen die Fundamente dazu die erhöhte Bodenplatte des Hauses zu tragen. Das Haus wird etwa 40 cm höher als das Niveau des Gartens und der vorbeiführenden Strasse sein, um keine Wasserschäden bei ev. Unwettern zu produzieren.

      Nun in ein paar Wochen folgt dann Teil 3.
      Früher trafst du Frauen, die konnten kochen wie deine Mutter, heute triffst du Frauen die saufen wie dein Vater!
      Moechte hier einmal die interessante Geschichte unterbrechen.
      Dank fuer diese informative, sehr detailierte Ausfuehrung.
      Ich glaube, wer hier einmal als Bauherr in der Dominikanischen Republik auftreten will, der findet hier sehr gute Infos.
      Von der ordentlichen Planung, Bau eines Hauses mit Fundamentplatte (!!!) und auch die sorgfaeltige Auswahl des ausfuehrenden Bauunternehmers, hier findet man wirklich alles, was wichtig ist!
      .kst Futuro
      Wuensche Dir einen stoerungsfreien Bauverlauf
      Es geht alles seinen karibischen Gang...

      Erwerb und Bauen im Jahre 2010 Teil 2/Bilder

      Anbei ein paar Bilder der ersten Bauphase.

      Der Mangobaum bleibt wo er ist.

      Räumung der Parzelle von Unrat und Grünzeug

      Das Projekt wird nach Plan eingezeichnet, und markiert.

      Fundamente wie wir es uns in Europa gewöhnt sind. Erbeben sicherer.

      Bauarbeiten von Hand durch Haitianer ausgeführt

      Das Holzgerüst zeigt das Bauniveau der Bodenplatte an. Bis zur Bodenplatte wird ein Betonfundament, ergänzend durch Zementblöcke erstellt.

      Weitere Fotos und Texte erscheinen laufend.
      Früher trafst du Frauen, die konnten kochen wie deine Mutter, heute triffst du Frauen die saufen wie dein Vater!

      Erwerb und Bauen im Jahre 2010 Teil 3.

      13.08.2010
      Nachdem nun der Bau - Stress begonnen hat finde ich nun ein paar Augenblicke Zeit die vergangenen Bauphasen des Erdgeschosses zu beschreiben.
      Kurz nach der Aushebung und Einlegung des Fundamentes wurde der Plan dem zuständigen Bauamt in Higuey vorgelegt und die Rechnung kam postwendend.

      Ayudamiento de Higuey Recibo de Ingreso
      Por Licencia de Construction RD$ 4000.00
      Formulario de Transmitacion de Planos RD$ 3000.00
      Uso de Suelo RD$ 25'000.00
      Fondo de Pensiones y Jubilaciones de los Trabajadores de la Construction RD$ 15'000.00

      Nun kann ich mich in Sachen braver Gringo zurücklehnen, den alle Gebühren und Steuern sind bezahlt, gestempelt, beglaubigt, und amtlich Unterzeichnet. Ebenfalls wurden die Pläne beim zuständigen Ingeniere der Residecial bewilligt und die Anschlüsse für Wasser, Strom Abwasser freigegeben. Auch alles registriert und geschrieben und Unterzeichnet. Dies hat aber mein hiesiger Bauunternehmer erledigt.

      So und nun kann ich mich mit meiner Frau um die Bautechnischen Belange vor Ort kümmern. Da mein Hausbau in der CH geplant wurde, ist es leider unumgänglich das hier vor Ort hie und da Anpassungen ad hoc gemacht werden müssen. Diese beziehen sich aber lediglich auf hier mögliche Wettersituationen. Die Anpassungen sind aber nicht in dem Masse so gross das ganze Pläne wieder abgeändert werden müssen. Auch sind teilweise Anpassungen von Mauerdistanzen unumgänglich, dies aus Statischen Gründen. Ist halt nicht alles so hier wie wir es aus Europa kennen. Bei diesen Aenderungen handelt es sich aber nur um einige Zentimeter.

      Hie und da werden auch etwas härtere Diskussionen notwendig, weil erstens die Bauabfolge hier etwas anders abläuft als bei uns. Zweitens ich als Bauherr und eingeschulter Vater eines Architekten nicht gerade unwissend bin.
      Es ist aber wichtig das man jeden Tag am morgen auf der Baustelle steht, wenn möglich vor den Arbeitern und des Bauführers um so ruhig sein *Protokoll*zu den getätigten Arbeiten nachführen kann. Danach können die weiteren Arbeiten mit dem Inginiere oder Bauführer besprochen werden. Beharren Sie auf Erklärungen und praktischem Zeigen der von Ihnen gestellten Fragen. Vor jeder getätigten wichtigen Bauphase muss uns der Bauunternehmer anrufen bevor er loslegt, damit ev Fehler oder sonst welche Situationen vorher behoben werden können. Dies habe ich entschieden nachdem eine Mauer die zwar vorgesehen war, aber nicht ins Konzept des Hauses passt, wieder entfernt werden musste.

      Zu meinem Protokoll möchte ich erwähnen, das ich ein Arbeitsbuch führe über jeden Tag der gearbeitet wird, und alle Abmachungen und Entscheidungen sind Niedergeschrieben und werden, und können so nachkontrolliert werden. Ebenfalls werden jeden Tag Fotos von diversen Bausituationen gemacht. Diese nützen vielleicht später bei einem Schadenfall.

      Nun ist bereits die erste Deckenplatte verschalt und kurz vor dem einlegen der Eisen-Armierung in arbeit. Am Montag oder Dienstag soll dann Betoniert werden. Die ganze Holzschallerei ist für einen Europäer eher ziemlich gewöhnungsbedürftig. Sichtbeton ist so nicht möglich.



      Nun sobald ich wieder etwas Zeit finde berichte ich weiter, in Teil 4.
      Früher trafst du Frauen, die konnten kochen wie deine Mutter, heute triffst du Frauen die saufen wie dein Vater!

      Erwerb und Bauen im Jahre 2010 Teil 4.

      Nun sobald ich wieder etwas Zeit finde berichte ich weiter, in Teil 4


      Ich habe etwas Zeit gefunden. Dies ist als Bauherr hie und da schwierig. :ghtsf

      Nun ist die hälfte der Bauphase vorüber, und der Bau geht zügig voran. Ich bin mir bewusst das als Europäer hier, es schwierig ist seine im Kopf und Plänen gemachten Vorstellungen zu verwirklichen. Ich glaube mein Unternehmer hier hätte mich schon Dutzende male in die Hölle wünschen können. Wie ich Ihn natürlich auch.

      Es ist ebenso eine Erfahrung für den Ing. und Bauunternehmer mit einem Schweizer ein Haus zu bauen. Unsere Behausungen in Europa bestehen halt nicht aus 5 Badezimmern, vier Wohnzimmern und eine Garage für vier Autos. Das alles im sehr dunklen Still ausgestattet, bemalt, und mit Eisengittern wie im Gefängniss bestückt.

      Nun beide Parteien haben sich an den anderen gewöhnt, und Aenderungen oder Wünsche werden berücksichtigt, und sind halt hie und da auch mit ein paar tausend Peso zusätzlich zu zu finanzieren. Aber es lohnt sich.
      Ich möchte deshalb erwähnen das es mehr als wichtig ist in Verträgen fest zu halten was erste und zweite Qualität ist. Die einzelnen Bausubstanzen sollten beschrieben und vermerkt sein. Porzelanato ist nicht gleich Porzelanato. Dachziegel sind nicht gleich Dachziegel. Also genauer Beschrieb und die Preisgrenze müssen ersichtlich sein, weil es gibt horrende Preisunterschiede.

      Immer wird das Problem des Dachbaus beklagt. Die Neigung sollte daher zwischen 30 und 55% sein, um die kurzen aber intensiven Regenfälle optimal abführen zu können. Die Windverhältnisse sind ebenfalls während der Regenfälle für das Dach nicht unbedeutend. Wichtig ist ebenfalls neben einer soliden Fachmännischen Verlegung und Montage die Qualität der Ziegel. Diese sollten nicht nach einem Jahr anfangen sich zu verfärben geschweige den zu verfaulen. Sie sollten von einer normal Gewichtigen Person auch begehbar sein.

      Für den Schutz der Fassaden würde ich ebenfalls Dachrinnen empfehlen, auch wenn bei gewissen Regengüssen nicht alles 100% sofort wegfliesst und hie und da was überläuft.

      Achten sie auch darauf das die Elektrischen Installationen nach Europanorm gemacht werden 220 V. Das sie sogar in gewissen Zonen Ihres Hauses Steckdosen anbringen lassen die Ihren Haushaltsgeräten aus Ihrem Land entsprechen. Das ist ohne weiteres möglich. Denken sie daran das der Elektriker Steckdosen und Lichtdosen ausserhalb des Hauses montiert, um so das Haus auch vor ungebetenen Gästen zu schützen.
      Ich habe bei meinem Objekt zwei Schalter installieren lassen womit man die ganze Hausbeleuchtung intern und extern einschalten kann. Bewegungssensoren sind auch ein Thema deren Platzierung aber genau zu bedenken, vielleicht haben Sie ja einen Hund der frei in der Parzelle sich bewegen kann.

      Leider habe ich auch feststellen müssen das es hier als normal erachtet wird einen unheimlichen Zementverschleiss an den Tag zu legen, obwohl dieses ein teures Produkt in der RD ist.

      Grundsätzlich bekommt man hier alle Bausubstanzen oder Teile wie bei uns. Es ist alles eine Preisfrage, und des Baubudgets.

      Also bis zum nächsten Teil. :jwsyx

      Früher trafst du Frauen, die konnten kochen wie deine Mutter, heute triffst du Frauen die saufen wie dein Vater!

      Erwerb und Bauen im Jahre 2010/11 Teil 5.

      Nun seit September 2010 ist viel Zeit vergangen und auch einiges auf meinem Bau passiert. Gewisse Details und auch Arbeiten sind noch nicht ganz fertig. Aber jeden Tag wirds mehr.

      Was alles so gut angefangen hatte entwickelte sich gegen den Schluss zu einem Debakel der Güteklasse A1. Auf der Strecke blieben vor allem die Handwerker die der Architekt auf die Baustelle holte. Maler, Schreiner, Granitlieferant, Baustellen-Security, alle diese Unternehmer warten immer noch auf ihr Geld.

      Leider ist es halt wie überall die guten Firmen und Handwerker, was sie auch immer an einem Bau machen lernt man erst zu spät kennen, oder wen der Bau schon fast fertig ist.

      Nachdem der Rohbau fertig gestellt wurde, gings dann ans Innenleben. Und hier gings dan langsam los mit den diversen Problemen. Auch ein studierter Dominikanischer Architekt hat anscheinend nie gelernt zu Organisieren und zu Koordinieren. Alles lief chaotisch und unkontrolliert, so auch die Arbeitsvergaben an die verschiedenen Handwerker. Als dann der Architekt um eine weitere Zahlung für das Dach, sprich Einkauf Ziegel bei TEJATec verlangte wurde ich stutzig, und verlangte von Ihm die genauen Abrechnungen der getätigten Arbeiten.

      Hierbei musste dann festgestellt werden das die Herren Einheimischen Unternehmen keine Eigenmittel verfügen um Vorauszahlungen an Lieferanten zu leisten. Und so zog sich der Faden über alle Lieferanten dahin. Und somit bestellte und lieferte keiner der Verpflichteten in der eingerechneten Zeit die georderten Artikel, oder führte seine Arbeiten aus.

      Als auch noch der Schlüsselfertige Uebergabetermin dahinstrich, platze mir der Kragen. Blitzartig wurde eine Reunion bei dem Anwalt und Vertragsverfasser, wahrgenommen, der übrigens auch vom Arbeitgeber des Architekten beschäftigt ist. Nun der Herr Architekt musste seine Misstände auf den Tisch legen. Nach einem zweiten Meeting ging dann wieder was, aber eben nur noch tropfend und zur billigen Qualität.

      Als dann Anfangs Dezember wieder nichts lief beauftragte ich dann die Frau und Anwältin eines Deutschen Freundes in Higuey um Hilfe. Diese legte nun richtig los, alles wurde überprüft, nachgefragt telefoniert, usw. Danach musste er unter Androhung den Weg zum Fiscal ein zuschlagen, vorwärts machen und alles auf den Tisch kippen.

      Leider wurde das Dominikanische Wunderkind in seiner Ehre gekränkt und er fing an Berechnungen über Zusatzleistungen die er anscheinend erbracht hatte auf zu rechnen. Nun hat er von mir immer noch einen offenen Betrag zu gute den ich zurückbehalten werden bis alles so funktioniert und klappt, wie es vertraglich abgemacht wurde. Danach bleibt kein Pesito mehr übrig das es sich nur ein Bier kaufen kann/könnte.

      Sein direkter Arbeitgeber die Firma Leonel Taveras Higuey und Bavaro hat im Anhand seines ungebührlichen Verhaltens und seinen negativen Leistungen per sofort gekündigt. Am 23.12. musste er seine beiden Büros blitzartig räumen. Taveras lässt nicht zu das seine Angestellten krumme Dinger mit Ausländern machen. Seine Geschäfte in Bavaro lassen das nicht zu.

      Nun die Moral der Geschichte ist einfach. Es wäre am besten zu zuwarten bis man die richtigen Leute kennt. :ghtsf Das würde aber vielleicht den zeitlichen Rahmen sprengen, aber es gibt Sicherheiten die man vorher nicht hat/hatte.
      Bauverträge sind zwar gut, müssen aber wie uns in Europa bekannt alle, und zwar alle Details enthalten, bis zum Beschrieb der einzelnen Schraube. Wie und was für Baustoffe verwendet werden. Inneneinrichtungen bestimmen und Anschauen, vergleiche Anstellen. Baubudget selber verwalten und kontrollieren.

      Die Unternehmer und Ihre Arbeiter hier im Land neigen zu endloser Verschwendung. Ungenaues arbeiten der Arbeitnehmer liegt ebenso in Ihrer Natur. Genau so wie die meisten nicht lernwillig und begeisterungsfähig sind.

      Mit allem was ich in den letzten Monaten in Sachen Hausbau erlebt und mitgemacht habe, sowie Leute kennengelernt habe, wäre und bin ich im Stande alles selber zu organisieren.

      Nun wie am Anfang beschrieben fehlen nur noch Feinheiten die ich in den nächsten Monaten erledigen werde. Dies betrifft lediglich noch Terasse/Pergola, Dachrinnen, Fortinen, Cunoco, und Details im Garten. Kommt Zeit kommt Rat.


      Gerne beantworte ich auch Fragen, und gebe Auskünfte über Material, Tipps, Kosten, Adressen über Firmen, etc.
      Früher trafst du Frauen, die konnten kochen wie deine Mutter, heute triffst du Frauen die saufen wie dein Vater!
      @futuro Da hast du ja mächtig Pech gehabt. Zum Glück ist uns all das erspart geblieben. Unser Haus (zwar entschieden kleiner als deines) aber drei Schlafzimmer mit Bad/Dusche vorhanden) war innert vier Monaten fertig gebaut inkl. Garten. Bis heute sind wir immer noch von unserem Ing./Architekten begeistert. Er erstellt auch Banken, Plazas usw. hier in Bavaro. Wir wohnen seit vier Jahren im Haus und bis jetzt haben wir keine Mängel festgestellt. Vor Baubeginn hat er uns schriftlich versprochen, wenn das Haus nicht pünktlich fertig würde, müsste er für jeden weiteren Monat unsere Miete bezahlen. Du siehst es gibt auch gute Leute hier.

      Geld habe ich noch.....

      keines verloren. Aber man lernt halt. Jetzt ist alles weitere in der Hand von mir und der Rest macht die Anwältin.

      Aber trotzdem Danke für die netten Worte. :xyst
      Früher trafst du Frauen, die konnten kochen wie deine Mutter, heute triffst du Frauen die saufen wie dein Vater!

      Glück gehabt, kann ich nur sagen!

      In meiner zeit hier in der DR von ende 1992 bis heute habe ich viermal hier gebaut. Zuerst ein großes wohnhaus mit zusätzlichen zehn bungalows (keine probleme), anschließend nach dem verkauf ein neues wohnhaus ca. 400qm. Da gab es ein kleines problem, der unternehmer hatte in der kalkulation das schleifen des lajabodens vergessen. Übrigens eine sauarbeit. Geinigte Nachforderung betrug damals $US 2500.- Das war ok. Anschließend habe ich eine kleine Hotelanlage erstellt, beim bau keinerlei probleme. Auch beim wiederverkauf nicht. Und mein neues Haus (250qm)war pünktlich innerhalb von fünf monaten fertig. Habe aber, um das ganz deutlich zu sagen, dreimal mit dem gleichen unternehmer gebaut, nach eigenen Entwürfen die pläne immer vom gleichen architekten zeichnen lassen usw.
      Es lohnt sich, sowohl architekt als auch bauunternehmer unter die lupe zu nehmen, feste verträge zu vereinbaren (inklusive konventionalstrafen für beide seiten)denn manchmal geht auch dem bauherrn die puste aus. Im neuen haus wohne ich jetzt drei jahre. Es hat keine schäden, keine wasserlecks und was sonst immer noch dazu kommt. Bin zwar kein architektenvater, aber trotzdem jeden morgen um 07.00 uhr auf der baustelle gewesen, habe die arbeiter gut behandelt, jeweils dreimal pro bau mit ihnen ein gutes fest gemacht (essen, bier und rum) nach der Bodenplatte, Richtfest und bei der übergabe. Kostet im rahmen des baus Peanuts aber motiviert mächtig. Zum bescheissen gehören immer zwei, einer der das macht und der es mit sich machen lässt. Zitat:W.I.Lenin Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Und denkt dran, es ist euer geld, was da verbaut wird.

      Hausbau aus 2011 bei Futuro

      Nun Futuro, ein interessanter Artikel und ich habe schon am Anfang Deiner Geschichte gedacht, ob das mal gut geht ?

      Ich könnte jetzt mal anfangen es so zu sagen, dass jeder Bau stirbt wenn die Handwerker nicht korrekt kontrolliert werden und jemanden zu finden, welcher nach schweizer Unterlagen baut, alles auch noch blendend versteht, die richtigen Leute dafür hat und das geeignete Material auswählt, sowie über Kapital verfügt für Löhne und Material, dazu noch den Geist besitzt alles entsprechend zu organisieren, aiaiai Futuro, da bist Du im falschen Land .
      Ich kenne diese Sachen zur genüge, die ganzen Geschichten und so traurig es ist, hast Du die Konsequenzen gehabt . Eigentlich schade, aber vollkommen normal .
      Grundsätzlich gebe ich auf keinen Handwerker etwas und erst Recht nicht auf Baufirmen vor Ort . Wenn diese Leute eines können, dann dass sie sich gut verkaufen, aber bezahlen musst Du !
      Ist eine teure Lehrstunde mit Kompromomissen zumal Du Dich ja blendend vorbereitet hast . Alles für die Katz, nicht ganz, denn andere welche es nicht wissen, fallen immer noch darauf herein .

      Tausende Fallen lauern, als Bau - Nichtfachmann und man wird dieses immer ausnutzen . Es nutzt auch nicht zuviel, wenn Dein Sohn ein Architekt ist, denn wenn ich es mal deutlich sage, so ist er sicher ein guter Theoretiker und von seinem Fachgebiet wird er Ahnung haben . Ich bekomme selber Plansätze für jeden neuen Bau und dann zeigt sich immer wieder, wo die Fehler gemacht werden und es dann meist 4 Phasen der Anpassung gibt . Für einen Bau in der RD, gilt das umso mehr, denn für die Statik muss man die Materialen kennen welche vor Ort sind und ein Prüfungszeugniss für die Berechnung und gleichbleibende Qualität in der Produktion, Fehlanzeige .
      Es gibt verschiedene Zugfestigkeitsklassen im Baustahl, Drucklasten für Beton und Ziegel, Knicklasten für Säulen und Pfeiler, aber womit soll man rechnen, wenn es keine Angaben vom Hersteller gibt ? Zementklasse mit Prüfsiegel, häh ? - ist Zement usw . !

      Du redest von Erdbebensicheren Bauen und verweist auf Streifenfundamente . Lass es Dir mir erklären, von Deinem Sohn, dass dieses nur ein Teil vom Ganzen ist, denn dazu benötigt das Haus eine Verbindung vom Fundament bis zum Kniestock, oder zur letzten Decke . Das Systhem mit den Stützen im Mauerwerk ist bewährt und wird auch in Haiti jetzt bei neuen Häusern angewendet .

      Kommen wir kurz zu den Sachen, welche tagtäglich passieren und in der Mängelliste ganz oben stehen .

      - keine Verdichtung nach Aushub, Fundamente liegen hohl und reissen
      - unterdimensionierter und schlechter Stahl, schlechte Verlegung und unzureichende Betondeckung, bei Aussenbauteilen bitte 3 cm einhalten, erst Recht an der Küste ( salzhaltige Luft )
      - Beton welcher den Namen nicht verdient mit ungewaschenen Zuschlagstoffen
      - Meersand zum Bauen verwenden, geht gar nicht ohne tagelangem auswaschen mit Süsswasser
      - keine Horizontalsperren unter Mauerwerk , vertikal ist noch seltener für Fugen oder ähnliches
      - Dächer in zu geringer Neigung und zu wenig Dachüberstand

      Das sind nur ein paar Sachen von vielen, etwas was ich sehe jeden Tag und jedes Haus hat mindestens 3 Folgeschäden, egal welches ich mir ansehe . Wenn man bedenkt, dass es eh keine Garantie gibt, dann dreht sich mir der Magen rum . Alles nur eine Frage der Zeit und hier rede ich von kleiner Zeit, bis die ersten Mängel kommen . Man wird nie fertig, weil immer etwas zu tun ist .

      Was kann man tun ?

      - Planung ist gut, für den Grundriss . Dann sollte man die geeigneten Materialien aussuchen, Menge und Preis auch ausrechnen . Dazu muss man aber schon vor Ort sein und nicht gerade ein Neuling auf der Insel .
      - Bauunternehmen ganz vergessen, lieber einen Ruheständler aus Deutschland oder der Schweiz suchen, aber bitte einen Polier oder Meister, die bauen aus Erfahrung und der Praxis, kombiniert mit der Organisation
      - Architekt ist zwar nötig, aber auf die Statik - Berechnungen kann man nichts geben, ist nur für das Baugesuch, weil unser Abschluss beim Bauamt nicht gewürdigt wird, man muss eingetragen sein !
      - ansonsten ist es besser, selber Handwerker zu kennen, aber nicht solche welche sich empfehelen sondern jene mit Empfehlung
      - ja und ganz wichtig, den ganzen Tag, bis das Haus steht, vor Ort zu sein, Material selber kaufen und organisieren,

      Dann Wird ein Schuh draus, denn alles ist eben auch viel Kapital so ist es besser, dass man dieses schützt . Alles andere führt nur ins Chaos und davon lebt die RD im allgemeinen .

      Habe jetzt absichtlich mich mal kurz gefasst, ohne Sanitär, Elektro und was alles dazu kommt .

      Vielleicht melden sich einige rüstige Baupoliere hier noch und geben Hilfe .

      Grüsse Kalle ...

      Hausbau Futuro - Kalle

      Jetzt ist er also endlich da....der Retter der dominikanischen Häuselbauer !!!
      Der Hausbau in der DR wird komplett neu gestaltet.
      Mit Kalles Container und seinem Fachwissen beginnt eine neue Ära im Bauwesen....
      WENN:
      sein Container überhaupt kommt,
      tonnenweise europäisches Material drauf ist,
      eine Hundertschaft qualifizierter Handwerker dabei sind (die um Domi Lohn arbeiten)
      und ihm die Einheimischen nicht alles klauen wenn er sich kurz umdreht.
      ....Bosheit Ende....
      Ich will im Schlaf sterben,wie mein Grossvater
      und nicht schreiend ,wie sein Beifahrer