Braunpelikan

    Braunpelikan

    Braunpelikan


    Der Braunpelikan (Pelecanus occidentalis), auch Brauner Pelikan genannt, gehört zu der Familie der Pelikane (Pelecanidae).


    Braunpelikane erreichen ausgewachsen eine Körperlänge von 1 bis 1,3 Meter und ein Körpergewicht von 3,5 Kilogramm. Damit sind sie leichter und schlanker als andere Pelikan-Arten. Der Braunpelikan ist überwiegend silbergrau und braun gefärbt. Der Kopf ist weiß oder weiß-gelb und hat am Oberhals kastanienbraune Federn. Dort, wo die Haut an Gesicht und Kehlsack frei von Federn ist, ist sie von grünlicher Farbe.Braunpelikane sind sehr gesellige Vögel, die sich häufig in großen Gruppen aufhalten und auf kahlen und flachen Inseln in Brutkolonien brüten. Ihre Nester bauen sie auf Sträuchern und Bäumen, lediglich eine in Peru vorkommende Unterart brütet auf dem Boden.Beide Elternvögel bebrüten die Eier, wobei sie sich in Schichten von mehreren Stunden abwechseln. Wie für Ruderfüßer typisch, würgen die Elternvögel in den ersten Lebenswochen ihrer typischerweise ein oder zwei Jungen das Futter hoch. Ab einem Alter von 10 Tagen nehmen die Küken den Elternvögeln Fische aus dem Schnabel ab.
    Unter den Pelikanen ist der Braunpelikan die einzige Art, die ihre Beute tauchend erbeutet. Dabei taucht er von einer Höhe von etwa 10 Metern mit angelegten Flügeln ins Wasser.


    Artenschutz

    Der Braunpelikan war Anstoß für die Einführung wesentlicher Instrumente des Artenschutzes in den Vereinigten Staaten. Bereits die Gründung des ersten National Wildlife Refuge 1903 in Florida diente zum Schutz der Art.Braunpelikane standen in den Vereinigten Staaten bundesweit seit 1970 unter Artenschutz nach dem Endangereded Species Conservation Act, einem Gesetz das 1973 im Endangered Species Act aufging. Gründe waren die Gefährdung durch die Anreicherung von Pestiziden, insbesondere DDT in der Nahrungskette, die den Stoffwechsel der Tiere störte und zu dünnschaligen Eiern mit hoher Zerstörungsrate führte. Nach dem Verbot von DDT 1972 hatten sich die Bestände bis 1985 soweit erholt, dass die Art in Georgia, Florida, South Carolina und in der Küstenregion von Alabama von der Liste des Bundes gestrichen und in die Zuständigkeit der einzelnen Staaten zurückgegeben werden konnte. Im Februar 2008 veröffentlichte der U.S. Fish and Wildlife Service seine Absicht, auch im Rest des Verbreitungsgebietes, insbesondere der Pazifikküste in Kalifornien, der Golfküste in Louisiana und Texas, sowie den Karibischen Inseln unter US-Hoheit den Schutz durch den Bund aufzuheben.