Kolibri

    Kolibri


    Kolibris - die von zwei bis 20 Gramm schweren Vögel, faszinierten die Menschheit schon immer. Ihr oftmals metallisch glänzendes Gefieder kommt in ihren wissenschaftlichen Namen zum Ausdruck : Nymphen, Sylphen, oft auch Zwerge oder Feen genannt.



    Kolibris gehören zu einer bemerkenswerten Vogelfamilie, den „ Trochilidae „. Unter ihnen findet man die kleinsten, leichtesten und farbenprächtigsten Vögel dieser Erde. Mit ca. 328 Arten in 102 Gattungen bilden sie, nach den Neuweltfliegenschnäppern, die größte Vogelfamilie Amerikas. Der spanische Name „ Picaflor „ ( Blütenpicker ) beschreibt die Ernährungsweise der Kolibris sehr treffend. Sie ernähren sich von Nektar, den sie aus Blüten trinken. Mit ihrem meistens sehr langen Schnabel dringen sie in Blüten ein , um mit ihrer gespaltenen Zunge an den Nektar zu gelangen. Dieser befindet sich am Grund der Blüten. Dabei kann die Zunge bis zu zweihundert Mal in der Minute aus dem Schnabel schnellen. Kolibris vollbringen enorme Flugleistungen um möglichst ruhig beim Trinken vor einer Blüte verharren zu können. Sie bewegen ihre Flügel in einem Winkel von 180 Grad. Dieser erlaubt ihnen im sogenannten Schwirrflug vor einer Blüte zu stehen oder sogar rückwärts zu fliegen. Die Schlagfrequenz der Flügel wird mit ca. 80 Schlägen pro Sekunde angegeben. In den Tropen gehören sie neben den Fledermäusen und Insekten mit zu den wichtigsten Bestäubergruppen. Die Blütenfarbe der meisten durch Kolibris bestäubten Pflanzen ist rot. Im Rot dieser Blüten finden sich unterschiedliche UV – Abstufungen ( für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar ) .

    Der zuckerhaltige Nektar dient zur Abdeckung des enormen Energiebedarfs im Betriebsstoffwechsel des Kolibris. Jedoch zählt Nektar nicht ausschließlich zur Ernährung des Kolibris. Im Flug erbeuten sie auch kleine Insekten. Eine sehr Eiweißhältige Nahrungsquelle. Dieses Eiweiß benötigen sie für die Fortpflanzung. Kolibris scheinen mit ihrem energieaufwendigen schnellen Schwirrflug, der hohen Stoffwechselrate und ihrer geringen Größe am Rande des Existenzminimums zu leben. Manche Arten fallen über Nacht sogar in eine Art Starre. Sie sparen so wertvolle Energie.