Der Jarabacoa Country Club

      Der Jarabacoa Country Club

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      Jarabacoa, ein kleines Bergdorf inmitten der Cordillieres Central der Dominikanischen Republik.

      Ein Ort, den viele Touristen ueberhaupt nicht kennen, geschweige davon gehoert haben.
      Und dennoch ist Jarabacoa durchaus beruehmt, gar elitaer.



      In einem kleinen Bergtal gelegen, gesegnet mit vielen Fluessen (Jarabacoa kommt aus der Taino Sprache und bedeutet> wo viele Wasser fliessen)



      ist dieser Ort mit einem besonderen Klima gesegnet. Hier koennte man sagen es herrscht ganzjaehrig ein karibischer Fruehling. Dies gilt aber nur fuer das Temperaturempfinden der Europaer, denn wenn es im November auffrischt, Temperaturen auch mal bei 10 Grad liegen, dann friert ein Dominikaner heftig.
      Die Berge, das Klima, die Ruhe... das sind die wichtigen Punkte, welche der gehobenen, reichen oder populaeren Schicht gefallen
      Jarabacoa ist etwas Besonderes. Playa hat jeder. Gibt es tausende von Kilometern im Land. Doch was den Touristen lockt, naemlich Sonne, Strand, Palmen...das hat der Dominikaner das ganze Jahr ueber. Innerhalb kurzer Zeit kommt man immer an einen schoenen Strand. Doch in den Bergen, das ist der Kick. Sonne und frische Brise. Ein Klima, wo vieles gedeiht was man sonst nirgends auf der Insel bekommt, so zum Beispiel Erdbeeren. Hier hat man ein Wochenendhaus.



      Doch sind es nicht diese Fruechte, es ist das exklusive. Allein die Zufahrtsstrasse von La Vega hinauf ins Dorf ist wohl eine der besten Wegstrecken im Land. Hier erlaubt man sich keine Nachlaessigkeiten, denn hier faehrt jedes Wochenende die Prominenz zu ihren Wochenendhaeusern. Hier erholen sie sich, sitzen abends am Kamin, grillen und geniessen es, unter sich zu sein.

      Da auf Dauer die eigene Terasse dann doch zu wenig ist, werden natuerlich auch einige Clubs gegruendet. Der Golf Club ist wohl einer der aeltesten Einrichtungen bei Jarabacoa. Und nun kommt der Country Club.

      Es begann am 13.9.2009 mit dem ersten Spatenstich, ausgefuehrt von keinem geringeren als Leonel Fernandez. Na klar, auch er hat hier oben ein Grundstueck...

      Der Jarabacoa Country Klub wird mit einer Anfangsinvestition von 120 Mio RDS in der ersten Etappe wohl im April 2010 fertiggestellt. Schon dann sollen 110 Arbeitsplaetze geschaffen werden.

      Hauptaktionaer ist Felucho,


      oder offiziell Felix Jimenez, der waehrend 2 Regierungszeiten unter Leoenl das Amt des Tourismusministers ausgeuebt hat. Er hat also sicher aus dieser Zeit einen guten Blick fuer die wahren Schnaeppchen im Land. Nicht ohne Grund geht auch er mit privaten Investoren hier oben in die Berge.
      Ein touristiscches Objekt, an einem Ort wo kaum Touristen sind? Hier liegt eben oft der Denkfehler von Investoren und Auswanderen. Man geht da hin, wo schon viele sind. Man versucht sich mit etwas, was es schon dutzendweise gibt. Man baut auf interantionale Touristen und wundert sich, dass diese so sparsam sind und ihre AI-Burg kaum verlassen. Und wenn, dann fein gefuehrt und an die Hand genommen vom Reiseveranstalter, der seine Urlauber nicht aus der Hand gibt und jede Verdienstmoeglichkeit selber erschoepfen will.
      Der grosse Markt aber sind doch Dominikaner. Sie sind immer vor Ort. Sie sind unabhaengig von steigenden Flugpreisen. Und auch wenn die reichen Dominikaner prozentual eine kleine Gruppe unter allen Einheimischen ausmachen, sie sind die, die die Kaufkraft haben. Sie geben gern Geld aus. Man zeigt was man hat, man will das Besondere. Man lebt. Und hier sucht der clevere Geschaeftsmann seine Moeglichkeiten. Natuerlich hat ein Ex-Politiker hier alle Moeglichkeiten, Kontakte und Beziehungen.

      Fuer den Spatenstich hielt also kein geringerer als der Praesident her, aber auch Statthalter und Senatoren, Minister der Oeffentlichkeitsarbeit, vom Umweltamt, sie waren alle gekommen.
      Und wenn der Country Club fertig ist, dann werden auch diese Personen sich der Angebote erfreuen.
      Der Country Club wird aufwarten mit 4 Gebaeuden, einem Clubhaus, einem Restaurant, einer Snack-Bar, Discothek, ein grosser Spielsaal mit Billiard und weiteren Tischspielen. Natuerlich gibt es Fussballplaetze, Basketballplaetze, Pools und einen grossen kuenstlich angelegten See auf dem sogar Bootswettbewerbe im Rudern stattfinden sollen.
      Eine Besonderheit ist das Reitzentrum. Hier werden dann internationale Wettbewerbe ausgetragen. Hier beteiligt sich auch Alvaro Uribe, der Bruder des kolumbianischen Staatspraesidenten. Alvaro ist der Praesident der Pferdeverinigung in Kolumbien.



      Jarabacoa wird also bald um eine weitere Attraktion bereichert. Weniger etwas fuer das allgemeine Volk, doch fuer die werden immerhin Arbeitsplaetze geschaffen. Und fuer alle Landbesitzer in und um Jarabacoa sind solche Investitionen wieder eine kleine Wertsteigerung, denn Jarabacoa wird wieder etwas mehr besonders. Und zieht die Leute an, die Geld haben.


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      Es geht alles seinen karibischen Gang...
      Sehr schöner und treffender Bericht von suroeste, danke.

      Was mir besonders dort gefällt, ist die hügelige grüne Landschaft - wie im Voralpenland, auch mal Blumen und blühende Sträucher am Straßenrand und in gepflegten Anlagen, die saubere Luft (lange nicht so feucht wie an der Nordküste). Und die Bewohner sind auch relaxter als im Norden, jedenfalls kam es mir so vor.

      Und so klein ist der Ort wohl auch nicht, kommt mir eher kleinstädtisch vor. Wieviel Einwohner sollen es offiziell sein?

      Vielleicht kann jemand noch Fotos von Landschaft, Stadt und Leuten einstellen?!
      @Winni
      Offizielle Angaben die ich fand sagen> 55000 Einwohner. Aber wir wissen ja alle, das sind sicher mehr.
      Und wohl kaum ein Ort auf der Insel der einen Wellenartigen Zuwachs/Schwund von Einwohnern hat.
      AN Wochenenden halte ich einen Zuwachs von 10% durchaus fuer moeglich, dann kommen die Wochenendbewohner aus SD und anderen Staedten.
      Fotos kommen, versprochen....
      Es geht alles seinen karibischen Gang...