Sosua Hui oder PFUI?

      Sosua Hui oder PFUI?

      Intern gab es hier im Forum in der Regie einige Argumentationen.
      Thema: Sosua

      Seitens der geshaeftlich orientierten Leitung der Newsseite bedauerte man den Verlust von Werbekunden. Besser: Kunden, die mit Werbung gerne praesent sein wuerden - aber die stetig negative Berichterstattung ueber Sosua halte sie ab!
      (Aus Erfahrung in/um/rund um Sosua muss ich sagen> wer schalten will und KANN ($$$), der kann dies doch ohne Hemmungen tun?)

      Auch Residenten von Sosua beschweren sich ueber eine stetig negative Praesenz im Internet. Ueberall sei Sosua im Kreuzfeuer.

      Ich moechte nun dieses Thema oeffentlich diskutieren. Ohne negative und boese Hintergedanken.
      Zweifellos hat Sosua einen hohen Auslaenderanteil. Noch dazu davon ein grosser Teil auf Fahndungslisten vertreten.
      Ob Steuerhinterzieher, Unterhaltsfluechtling, BEtrueger, oder einfach nur illegal lebender Resident. Die Liste geht von A - Z.

      Sosua hat auch im LAND selbst ein sehr schlechtes Image. Das zumindest ist meine eigens gemachte Erfahrung.
      Sextourismus, Korruption (Polizei musste komplett gewechselt werden da alle in Drogengeschaefte verwickelt waren, Politur kassiert fuer Huren die Gelder von Freiern und droht diesen mit Knast wenn sie nicht zahlen! Eigentlich sollte die Politur gegen Prostituion sein!)

      Sosua hat eine wunderschoene Bucht.
      Sosua wurde beruehmt durch Immigranten. Juden. Akademische und gut gebildete Juden haben in Landwirtschaft und Viehzucht erstaunliches geschaffen. Feine Doktorenhaende haben die Egge in die Hand genommen und geschuftet.
      Die erste Synagoge des Landes steht in Sosua.
      Tourismus der mit "Ibiza der Karibik" verglichen wurde. Halligalli in allen Ecken. Sosua. Ein grosser Puff. Sosua das Loch fuer Kriminelle.
      Sosua, der Rettungsanker fuer Juden. Sosua, ein kleiner romarntischer Ort.

      Sosua.

      Was ist Sosua in Euren Augen? WElche Erfahrungen habt ihr gemacht?? POSITIVE / NEGATIVE !!
      Welche Unternehmer haben Euch gelinkt? Wer hat Euch abgezockt? Oder aber: mit wem wart Ihr zufrieden? Was hat Euch gefallen?

      Ich bitte um rege Teilnahme (derer die aus persoenlichen Erfahrungen was sagen koennen - kein Hoerensagen).
      Damit wir mal Sosua richtig beleuchten.

      Meine Erfahrungen sind mit den dort lebenden Residenten/Einheimischen mehrheitlich negativ.
      Ob Servie in banken, Personal bei Edenorte, Abzocke im Supermarkt, verbrecherische Versicherungsagenten... meine Liste ist lang.
      Das allein verursacht bei mir einen bitteren Beigeschmack bei dem Wort Sosua! Aber ich muss eingestehen: In mehr als 8 Jahren dort habe ich auch eine Handvoll gute Residenten kennengelernt. Leider nicht mehr . . . Mir tut es aufrichtig leid fuer diese Leute, die unter dem schlechten Image von Sosua leiden. Um es nun klarzustellen: Eure MEINUNG/ Eure ERFAHRUNG ist gefragt!
      Es geht alles seinen karibischen Gang...
      Sosua Hui oder PFUI?

      Tja Sosua, entweder man ( n ) liebt es oder man ( n ) hasst es.
      Ich war schon einige Male in Sosua und kann sagen, dass ich soweit nicht schlecht über dieses kleine Örtchen sprechen kann.

      Mein erster Domi Urlaub war auch in einem Hotel mitten im geschehen, Hotel Costa Topical, Calle Dr. Rosen, das Hotel ist Heute geschlossen, was aber nicht an mir lag.
      Mitten im geschehen war damals das was ich wollte und ich muss sagen ich war von dem ganzen treiben in den Strassen und Bars entlang der Pedro Clisante begeistert.
      Überall tobte der Bär….einfach Wahnsinn.
      In jeder Bar waren auch Mädels ohne ende, eine zum teil hübscher als die andere, aber die Damen waren auch manchmal sehr lästig…..aber man wusste sich zu helfen.

      In meinen Sosua Urlauben war ich 2x im Hotel Costa Tropical, 1x in dem Hotel Villa Flor und 2x im Hotel Romanoff.
      Mit allen Hotels war ich zufrieden, abgezockt wurde ich dort nicht.
      Verpflegung und Unterkunft waren gut bis Klasse….ich kann sie empfehlen.

      Die Deutschen Residenten, die kennengelernt habe, waren die Besitzer der Romanoff Bar / Restaurant, die Besitzer des Villa Flor unser Mitglied Suroeste.
      Auch hier hatte ich keine negativen Bekanntschaften gemacht, alle waren nett und freundlich……mit Suroeste stehe ich Heute noch im Kontakt, er ist ein prima Kerl.

      Kontakt zu anderen Residenten hatte ich nicht.

      Ausflüge oder Touren hatte ich nur einmal, bei meinem ersten Sosua besuch gemacht, war ok, besuch einer Schule, einer Zuckerrohrfabrik, einem Bauernhof mit Käseverkostung.
      Unterwegs waren wir mit einem schwarz/weiß gestreiften Monstertruck, quer durch die Pampa.
      Am Straßenrand waren ab und an Kinder die gebettelt haben, aber wir sollten nichts geben, so der Tourguide.
      Den Besuch eines typischen Domi Hauses habe ich aus persönlichen Gründen ausgelassen……ich mag das nicht, ohne persönliches bitten der Familie einfach so durch die Hütte zulaufen, andere auf dem Truck haben es gemacht und später auf der Rückfahrt wurden dann dumme Sprüche gemacht…..Idioten eben.

      Gewalt…..habe ich keine nennenswerte erlebt, ok, einmal hatten es drei Typen auf einem Moped probiert, einer hat gewartet und die beiden wollten meine Kette…..Billigteil aus dem Supermarkt….die beiden haben es aber nicht geschafft, dem einen hab meinen Teleskopschlagstock auf das Schulterblatt geschlagen, dem anderen hab das Teil auf den Kopf geschlagen…..auf den Kopf schlagen soll man nicht hat man mir bei der Ausbildung im BKA gesagt, könnte bleibende Schäden haben, aber mir egal……so wie das gekracht hat bei den beiden, haben die noch heute Schäden.
      Die sind dann abgehauen, hab sie auch nie wieder gesehen…..vielleicht für mich auch besser so, oder?

      So richtig Negatives habe ich nicht erfahren, positiv kann ich sagen, das waren die Hotels, siehe oben, und die paar Residenten, die kennen gelernt habe.


      Soviel zu meiner Erfahrung mit, um und in Sosua
      .

      poratos schrieb:

      Sosua Hui oder PFUI? Tja Sosua, entweder man ( n ) liebt es oder man ( n ) hasst es.
      ... Soviel zu meiner Erfahrung mit, um und in Sosua
      .


      Hallo,

      also ich war rund eine Woche dort und ich find es richtet sich eher an eine bestimmte Personengruppe. Die deutschen die ich traf, entsprechen in etwa dem o.g. Klischee. Urlaub ja, Leben wohlkaum (es sei denn man findet ein besonders nettes Plätzchen. Badebucht ja auch nur begrenzt (eine/zwei schöne). Cabarete wirkte auch sehr eingeschlafen im Vergleich zumletzten mal...

      Ciao
      :xycsd
      Ich kann eigentlich auch nicht viel böses über Sosua sagen. Ok für jemanden der da lebt mag das alles ganz anders sein.
      Einzig allein trauere ich der guten alten Zeit nach, wo in Sosua jeden Abend die Post abging.
      Was die kriminalität anbelangt ist mir auch in den ganzen Jahren nichts widerfahren. Wenn mich einer bescheissen wollte waren es zu 98% eh meine deutschen Landsmänner, welche mir ein unschlagbar gutes Angebot verkaufen wollten. Aber diese Deppen konnte man ignorieren und abtreten lassen.
      Also alles in allem würde ich jederzeit wieder gern einige Tage nach Sosua, nur leider ist von der großen Party (dank der Sperrstunde) nichts mehr geblieben ...

      LG Viper
      Ich habe nie in Sosua gewohnt, kenne es also nur von Besuchen.
      Und diese Besuche waren grundsätzlich tagsüber.
      Ich geniesse es sehr beim deutschen Bäcker ein Brötchen zu kaufen oder ein Graubrot.Auch beim deutschen Metzger bin ich sehr gerne und kaufe lang entbehrte Wurstwaren.

      Zum Mittagessen gehe ich dann meistens zum Hessewirt , der auch importierte Lebensmittel anbietet wie Löwensenf,Pumpernickel und was weiss ich noch alles. Das Essen ist gut und der Preis angemessen. Auch der Wirt ist ehrlich um seine Gäste bemüht , nicht die kleinste Spur von Abzocke in diesem Laden.
      Ein paar Stunden gehe ich dann an den Strand von Sosua, der sehr schön ist immer sehr sauber, man muss sich nicht in den Sand legen, sondern kann sich einen Liegestuhl mit Sonnenschirm zu einem vernünftigen Preis mieten.
      Ich gehe immer ans obere Ende zur Innenstadt hin, da sind wenig Touristen und mehr Dominikaner.
      Die Verkäufer von allem möglichen sind oft sehr aufdringlich, ein Nickerchen zu machen ist meist unmöglich. Das letzte Mal hätte ich beinahe einen Austernverkäufer verprügelt, weil er so lange durch die Zähne pfiff , bis ich die Augen aufmachte.

      Was mich stört ist das undominikanische Verhalten der Einheimischen. Plumpe Anmache, aufdringliche Angebote auf primitivstem Niveau, nein das sind keine Dominikaner mehr.
      Ich kenne etliche anständige Deutsche die dort leben. Meist haben sie sich direkt am Anfang ein Haus gekauft und sitzen fest, weil der Wiederverkaufswert meist weit unter dem Kaufpreis liegt.

      Wenn ich aber einigen Gestalten dort notgedrungen begegne, schäme ich mich ein Deutscher zu sein und spreche konsequent spanisch.
      Es sind Leute dort anzutreffen, die anscheinend schon in Deutschland beruflich gescheitert sind . Es gibt viele Leute , die durch Tätowierungen und Piercings auf sich aufmerksam machen, so dass ich manchmal denke, dass alle die in Deutschland zu stark gepierct und tätowiert sind einen Freiflug in die RD bekommen. In Deutschland ist man sie dann los. Wenn man verrückte Modetorheiten sehen will,ist man dort am richtigen Platz. Dann wundert es mich auch nicht weiter, wenn ein sogar auf der Glatze tätowierter Mann mit einem speckigen T-shirt und einem langen ungepflegten Rasputinbart, bei Banken und anderen Geschäftsleuten auf Granit stösst und sein Geschäft letztendlich Pleite macht. Die Dominkaner sind sehr konservativ . Wenn man mit denen Geschäfte machen will,ist eine lange Hose und eine Krawatte obligatorisch, einige Deutsche scheinen zu meinen , in Sosua könne man rumlaufen wie ein Asozialer.
      Damit stellen sie sich selbst ins Abseits, wie sie es auch in Deutschland schon meist gemacht haben.
      Dadurch leidet auch das Klima in der deutschsprachigen Gemeinde, welches geprägt von Missgunst und Misstrauen ist. Ich habe oft den Eindruck, dass normale menschliche Umgangsformen darunter leiden.
      Es gibt gottseidank einige die charakterfest bleiben und sich von diesem Klima der Abzockerei,Betrügerei und des lügens fern halten.


      Fazit: Sosua kann sehr schön sein,man müsste nur einige Probleme in den Griff bekommen und dazu gehört auch ein heimschicken all des illegal hier lebenden Strandgutes in seine Heimatländer.




      :xy:s
      In der ersten Haelfte der Neunziger fuhr ich eigentlich ganz gerne mal nach Sosua (oder auch nach Cabarete). Meistens vor allem, um mir den Trubel anzuschauen oder sich auch mal ins naechtliche Vergnuegen zu stuerzen.Am Anfang als Tourist und spaeter dann als Resident, der noch nicht lange im Land lebte. Meine Besuche waren aber nie lang und ich blieb selten laenger als zwei Tage, meistens nur Stunden von Puerto Plata aus kommend. Vergnuegen und die entspannte Atmosphaere nahmen aber dann schnell spuerbar ab und ich stellte fuer mich fest, dass es einfach nicht mein Umfeld ist und ich mich meistens voellig deplaziert fuehlte. In den Kneipen fast auschliesslich nur wirklich tumbe Typen und unverschaemte Huehner unterster Kategorie. Ueber die Jahre landete ich meistens zu irgendwelchen Besuchs-oder Abholzwecken noch hin-und wieder in dem Oertchen. Es fanden sich auch wenige Gelegenheiten wo man in netter Runde irgendwo zusammensass. Mehrheitlich empfinde ich die Szenerie in Sosua wirklich unter aller Sau: Duemmster Hauruck-Stumpfsinn und komplett abturnende Prostituierte.


      Natuerlich kenne ich Leute in Sosua. Es gibt dort durchaus symphatische Erscheinungen, keine Frage. Wenn ich allerdings Jemanden nicht kenne und diese Person erzaehlt mir das er oder sie in Sosua lebt oder gelebt hat, geht erst einmal bei mir eine Alarmleuchte an. Das hat sich in etwa 70 % der Faelle als nuetzlich erwiesen. DIe besseren dort ansaaessigen Leute gehen doch sowieso kaum im Ort vor die Tuer.


      Komme ich in Sosua vorbei fahre ich meistens irgendwo an den Ortsrand, nehme manchmal noch eine kurze Mahlzeit ein und dann nichts wie weiter.

      Im Uebrigen finde ich , dass Boca Chica noch aerger dran ist als Sosua und die naechtliche Szenerie in Las Terrenas aehnlich stumpf aber armseeliger geartet ist.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Tim“ ()

      Da nun seit 6 Tagen kein Bericht, kein Kommentar, gleich welcher Richtung eintrifft : schliessen wir die Diskussion.

      Zusammenfassung:
      (98% der Landsleute machte unschlagbare Angebote...)
      Tolle Party, Maedels ohne Ende
      Nette Leute kennengelernt vom Hotel Villa Flor )was viele vielleicht nicht wussten, der Hotelier, ein ehemaliger Bundesligaspieler, wurde gesucht. Na ja, steht ja keinem auf der Stirn geschrieben. Ueberigns ist Villa Flor schon lange kein Hotel mehr.
      Auch Hotel Esplanada, Hotel Topicana Hillside, Sosua Fun Club, Vista Mar, Sandacstle, Ocien View, und ein Dutzend andere sind Hotels, deren Pforten seit Jahren geschlossen sind. Warum_

      Weil eben, wie sich hier klar gezeigt hat, Sosua eine Lasterhoehle ist. Dafuer ist es weltweit bekannt. Wie die NEws von heute zeigen, nicht jeder kann mit Party und Maedels ohne Ende umgehen. Fuer den amerikanischen Touristen kam das Ende nach nur 3 Tagen. Das duerfte dann wohl der Rekord sein. Ein Bekannter von mir schaffte es in 4 Wochen 6x ausgeraubt zu werden. Wohnte im Lustloch Plaza Sosua. Nutten und Alk. Am Ende kam ihn die Mutter aus Deutschland holen. Er hatte nichts mehr. Und wollte hier gross starten!

      Bestimmte Personengruppen, so drueckte es "Tiger 88" aus. Eben. Und genau diese Personengruppen, sowie die, die das Image bilden und bedienen, sie sind Schuld am Untergang Sosuas. Nciht die, die es kritisieren!

      Wir leben in einem Land, wo Kirche und Religion eine wichtige Rolle spielen. Wuerde die Bibel heute geschrieben, so wuerde Sodom und Gomorrha heute Sosua und Boca Chica heissen. Ein Dominikaner mag der Doppelmoral froenen. Aber kein einfacher, kein armer oder reicher, kein anstaendiger Dominikaner wird Sosua je positiv erwaehnen.
      Und Residenten? die die etwas auf sich halten sind weg. Sie gehen nach Sosua, weil dort durch den deutschen Baecker, die deutschen Metzger und deutsche Lokale (Hessenwirt ist jetzt Saegbock und nach Hoerensagen weiterhin lobenswert gut) sind Anlaufstellen. Dann aber auch wieder weg, auch gern schnell, und das nicht damit die eingekaufte Ware auf dem Rueckweg anfaengt zu gammeln. Man will dem Gammel entfliehen.

      Doch wo sind nun die, die Sosua so loben? Die sich beschweren man mache den Ruf kaputt und wuerde Schuld sein? Wo sind deren Erwaehnungen und Tipps, auf ein schoenes und lebenswertes Sosua? Dazu bekam ich eine PN. Da dies eine PERSOENLICHE NACHRICHT ist, achte ich auch dies und nur ein Kommentar daraus: mein Konterfei ist bekannt, daher will ich nichts schreiben...
      Muss ich das kommentieren?

      Nein, es will sich auch keiner oeffentlich fuer Sosua stark machen. Dies wuerde bedeuten, man macht sich in der Oeffentlichkeit llaecherlich.

      Und ja, es gibt sicher einige Residenten, die nicht Interpolgejagt (auch dazu kam diese Woche wieder trefflich eine Meldung) sind.
      Sie haben das Pech, dass sie sich fasziniert vom schoenen Oertchen und der schoenen Bucht, dem tollen deutschen Angebot von Wurst und Brot in Sosua verliebten. Kauften. Und nun verkauft sind. Ich kenne viele, die verkaufen wollen. Ich kenne keinen, der da kaufen moechte.

      Sosua ist schoen, ab und an werde auch ich dort einkaufen und mal am Strand etwas Augenpflege betreiben. Man ist halt nur ein Mann.
      Aber nach dem Gucken ist es gut. Denn es gibt nicht nur Schoeneres, es gibt vor allem auch Besseres.

      Und daher moechte ich mit einem Friedensangebot an all die beleidigten Sosuafans schliessen, die sich hier nicht trauten den Ort zu verteidigen: An der Nordkueste, zwischen Puerto Plata und Cabarete, da hat jemand auf meiner Karte radiert. Ein grosser weisser Fleck. Unentdecktes Land. Fuer mich existiert Sosua nicht mehr. Entgegen der Meinung, ich wuerde gern ueber Sosua laestern: NEIN Ich wuerde gern da wohnen. Aber man muesste es zwangsbesetzen und Leute ausweisen.
      Sosua existiert nur noch als NEWS. Denn NEWS sind das, was wir hier verbreiten. War es meine SChuld, dass da ein krimineller Deutscher gerade in Sosua Unterschlupf suchte? Oder der Amerikaner mit dem freizuegigen Angebot nicht umgehen konnte?
      Es geht alles seinen karibischen Gang...
      Gebe suoreste grundsätzlich Recht, Werner auch größtenteils.

      Allerdings muss man auch unterscheiden zwischen Art und Bedürfnissen der Touristen. Als der Tourismus noch im Wachstum war, hat man um die Horden von Pauschaltouristen geworben und gerade hier in der RD das All-Inclusiv-Angebot eingeführt, was sich heute als Bumerang leidlich für die Kleinunternehmer herausstellt.



      Den Hotelbetreibern wurde eine Steuerbefreiung von 10 Jahren eingeräumt, was wohl der überwiegende Grund dafür ist, dass so viele große Hotelanlagen entstanden, dann nach 10 Jahren geschlossen oder weiterverkauft wurden (siehe LTI-Hotel, die Anlage war immer gepflegt und ist heute unter amerikan. Leitung, glaube ich, immer noch attraktiv und belebt, entgegen anderen Anlagen wie das erwähnte Esplanada, was geschlossen, heruntergekommen und seit Jahren wohl unverkäuflich ist).

      Der AI-Tourist von heute ist verwöhnt und stellt Ansprüche, die in anderen Ländern als die RD erfüllt werden, was ohnehin einen Rückgang der Gästezahlen eingeleitet hat. Da muss hier an der Infrastruktur –insbes. an der Attraktivität des Ortes (Sauberkeit, Sicherheit, Musik- u. Mopedlärm, Flaniermöglichkeit und Nachtleben) einiges getan werden, will man hier wieder Boden gut machen! Das Land ist gefordert, ökologische und sozial verträgliche Urlaubsformen zu entwickeln.

      Allerdings geht der Verdienst, den die AI-Touristen generieren, an die internationalen Hotelketten und Reiseveranstalter, das wenigste bleibt den Einheimischen direkt vor Ort. Natürlich gibt es Ausgleichszahlungen von der Weltbank, der EU usw. für die Infrastruktur, insbes. Straßen und Müllbeseitigung, Wasser und Strom. Das ist vielleicht auch der Grund, warum sich niemand so richtig verantwortlich fühlt und zu wenig getan wird. Zum Glück hat Sosua einen Bürgermeister, der -ihm Rahmen seiner Möglichkeiten- schon viel bewegt hat und noch tun wird, es geht eben nicht schnell und nicht alles auf einmal. Ein doch sehr positiver Aspekt.

      Dann gibt es die Gruppe der Alleinreisenden, Junggesellen und Grüppchen, die hier ihren einfachen Fun suchen und finden, denn dafür hat der Ort einen Namen (der Ballermann der Karibik eben). Und wo es Nachtleben gibt, zieht es die bösen Buben –gleich ob Einheimische oder Ausländer- an wie das Licht die Fliegen. Dass das in Grenzen bleibt, ist in erster Linie Sache der Behörden, was bei der karibisch lässigen Mentalität auch nicht immer so erfolgreich und schnell gelingt, wie man es als Europäer gewohnt ist (Verhaften, Einsperren, Ausweisen). Aber immerhin gibt man sich Mühe. Weiter möchte ich nicht darauf eingehen (sehe leider ein wachsendes Drogenproblem), jedenfalls schrecken die zunehmenden kriminellen Geschehen den normalen Reisenden und Touristen ab, das untere Niveau ist dadurch prozentual stark vertreten.

      Hinzu kam der Preisverfall bei den Fernflügen (man konnte vor Jahren zwischen 120 und 350 DM hin und her fliegen, heute geht das kaum noch unter 500 EURO, was die Reiselust der Leute mit schmalem Budget stark gebremst hat.

      Dann gibt es Bildungsreisende, ob mit dem Rucksack oder per Leihwagen, Abenteurer, Auswanderwillige, Auswanderer – Residenten und Zeitresidenten – Überwinterer, eine gute Mischung, wie ich meine.

      Letztere (zu denen ich zähle) trifft man allerdings selten im Städtchen (meist trifft man seine Bekannten zufällig mal im Supermarkt) und noch seltener am Sosua-Strand, schließlich gibt es in Richtung Playa Grande genügend Strände, an denen man sich unbehelligt bewegen kann, man hat Ruhe vor grölenden Touris, aufdringlichen Verkäufern und findet nette normale und zurückhaltende Einheimische, eben die wirklich liebenswerte Bevölkerung. Da die meisten Residenten eine Immobilie –sprich Haus oder Apartment- besitzen, sind gegenseitige Besuche ebenso beliebt und üblich wie zuhause in D auch (da sucht man ja auch nicht jeden Abend –wenn überhaupt- das städtische Nachtleben auf) oder man trifft sich mal zum Abendessen in einem der zahlreichen guten Restaurants in Sosua oder Cabarete.



      Insofern bin ich von einem gemütlichen Leben nach lässiger karibischer Art in (der Nähe von) Sosua nicht abgeneigt, schätze die Einkaufsmöglichkeiten und die Auswahl von deutschen Waren und brauche auch den Umgang mit Deutschsprachigen bzw. Leuten, die auf meiner Wellenlänge liegen. All das finde ich hier! Natürlich muß ich für spezielle Dinge nach POP, Santiago oder nach SD fahren, sehe dies aber als willkommene Abwechslung.

      Resümierend stelle ich (für mich) fest, dass ich die Nachteile, die zweifellos im Land und in Sosua vorhanden sind, in Kauf nehmen kann, da die Vorteile, die das Leben hier bietet, doch überwiegen. Ich bereise das Land seit genau 20 Jahren (war auch in anderen Ländern, habe also keine Scheuklappen) und habe vor 10 Jahren gebaut und es bis heute nicht bereut, will also auch nicht verkaufen!

      Das perfekte Paradies gibt es ohnehin nirgendwo (die Schlangen bspw. in Spanien oder Thailand sind oft giftiger, da werden z.B. schon mal Häuser enteignet und platt gemacht usw.).

      Und was mir hier fehlt, wie die Vorteile einer sauberen Infrastruktur, Kultur (Städtereisen, Flanieren), Cabriofahren, Autobahnrasen, deutsche Feste, Weinfeste, Grillfeste etc. genieße ich in den Sommermonaten mit meinen Freunden und Bekannten in D. Was will ich mehr? Es ist aber auch eine Sache der eigenen inneren Einstellung, der Planung und der Umsetzung. Jeder ist seines Glückes Schmied. Man kann, muß aber nicht in der Karibik bzw. in Sosua glücklich werden. Wäre ja auch schade, wenn alle dieselbe Einstellung und denselben Geschmack hätten. :pqyq

      Da gibt es nichts zuzufügen

      Eine sehr ausführliche und sachliche Abhandlung von Winni - welche auch verdeutlicht, dass man nicht schubladisieren und verallgemeinern kann.

      Ich wohne in der CH in einem Ortsteil "Klein Istanbul" ..... - und habe aber von dieser Nationalität noch nie einen zu Besuch gehabt oder hat mich das Umfeld berührt.

      Wie Winni richtig bemerkte, ist jeder seines Glückes Schmied und wohl auch zuständig was er in seinem Garten für Pflanzen säht......

      In der Dominikanischen Republik verweile ich meist in La Vega - aber eher als Basisstation um dann ein paar Tage da und dort zu verbringen. Wenn ich dann das Land bereise, überlege ich mir dann manchmal auch - würdest Du Dich hier definitiv niederlassen?

      Ueberall sehe ich Vor und Nachteile und ich denke das ich nicht darauf achten würde was andere von einem Ort halten oder nicht - denn ich muss oder möchte dort leben und dies so wie ich es mir gestalte und vorstelle.

      Und dann kommt es immmer darauf an - was ich in der DR machen möchte - da spielen andere Faktoren mit bei so einem Entscheid.

      Heute erschien im übrigen noch der Artikel : Das Wunder von Sosua für den es lesen möchte-

      Danke Winni für diesen Beitrag das traf den Nagel auf den Kopf wie man es kaum besser ausdrücken kann.
      Zu dem Wunder von Sosua.

      Die unglaublichen Leistungen der juedischen Fluechtlinge hatte ich im ersten Posting angedeutet.

      Jeder, der mehr ueber diese Zeit erfahren will, der sollte mal nachmittags ins Britannia gehen. Ein englischer PUB, den sich Luis HEss fuer seinen kleinen Nachmittagsausflug als Pausenstop gesucht hat.
      Ein Gespraech mit Luis Hess ist sehr interessant! Die guten alten Zeiten. Als vor seinem Haus noch Eselspfade waren, wo heute die PEdro Clisante mit ihren ganzen "Milieu-Etablissements" auf Kunden lauert.

      Luis Hess hat uebrigens einen Satz gesagt, den ich sehr bemerkenswert finde. Er, als Jude, der vor Hitler gefluechtet war, sagte:
      ich bin Hitler dankbar! Denn ohne ihn waere ich wohl nicht 100 Jahre alt geworden!!!
      Das sagte Hess an seinem 100ten Geburtstag. Und er lebt noch immer und hoffentlich noch lange.

      Was winni schrieb zeigt es eben: man sieht gute Leute selten "in Town"/

      Auch ich habe einen Bekannten, der jedes Jahr hier ueberwintert. Von Nov. - April. Er macht jeden Tag mindestens einen 4stuendigen Spaziergang. Und wie er sagte: Die Pedro Clisante meidet er, es ko... ihn dort nur an. Ansonsten ist er im OPrt gluecklich, und es gibt sicher schoene Plaetzchen. Einer ist der in der Calle sin salida beim Rest Waterfront. Dort den Sonnenuntergang zu beobachten...ein Traum. Mir ist der Name des Dominikaners entfallen, der da unten ne kleine Bude betreibt wo man, trotz "Tourismusort" noch ein Grande fuer normales Geld bekommt.
      Es geht alles seinen karibischen Gang...
      Zu den Gründervätern der kleinen Stadt Sosua, Ortsteil El Batey (das "neue" Sosua - an der Bucht gegenüber Cheramicos):

      Herr Arturo Kirchheimer ist leider im letzten oder vorletzten Jahr -im hohen Alter- verstorben. Er war sehr freundlich (wie Herr Hess auch) und hatte mir einmal in einem Gespräch mit ihm, an das ich mich sehr gerne zurückerinnere, einen wichtigen Hinweis in Bezug auf den Verzehr von Austern gegeben, den ich hier gerne weitergeben möchte:



      wenn man nicht sicher ist, dass die angebotenen Austern aus einer Austernfarm kommen, sollte man besser die Finger davonlassen; werden diese z.B. im Hafenbecken geerntet, besteht die Gefahr, dass sich Fäkalien oder Bakterien in ihrem Darm befinden (man isst sie ja lebend, ohne dass sie ausgenommen sind), die Hepatitis o.ä. auslösen können!

      Wenn ich da an die Strandverkäufer von Sosua denke und an die starke Wasserver-schmutzung in der Bucht im Bereich der ehemal. Hotelanlage Sand-Castle, wo ein Zufluß mündet, dann läuten bei mir sämtliche Alarmglocken. Daran sollte man beim Austernkauf und -Verzehr denken.

      Herr Luis Hess feiert nächsten Monat, am 3. Okt., seinen 101. Geburtstag, vermutlich wieder in seiner Stammbar Jolly Roger bzw. Britannia. Er ist, wie Herr Kirchheimer, einer der Gründerväter der Stadt Sosua, und wurde 2006 mit dem Deutschen Bundesverdienst-kreuz ausgezeichnet. Weitere Daten und Geschichten finden sich im Buch „Santo Sosua“ von Ina C. Birkhan.
      @Winni
      schoener Beitrag.
      Moechte Dich bitten den zu teilen
      Buch Santo Sosua von der Ina kenne ich, hatte es an einem Tag durch. Nett geschrieben.
      Bitte poste es in der entsprechenden Rubrik, da bleibt es laenger erhalten
      Gleiches mit den Austern!! Sehr wichtiger Beitrag. Ich esse dieses Geschnodder nicht, aber sehe immer wieder ne Menge Konsumenten.
      Das waere was fuer Reisetipps!!!
      DANKE!! .kst
      Es geht alles seinen karibischen Gang...
      Sosua ist ein heisses Eisen. Nichts wird mehr diskutiert als: Sosua, gut oder schlecht?

      Wehe dem, der es ins Negativ bringt! Ein schlechtes Licht auf Sosua wirft. Wie tollwuetige Hunde reagieren viele.
      Es wird einem Unsachlichkeit und der boese Wille unterstellt, man sei in Sosua gescheitert. Deshalb nun das Nachtreten.

      Im Gegenteil. Ich habe mehr als 8 Jahre in Sosua verbracht und kann mir wohl ein besseres Urteil erlauben als viele, die dort noch leben und mit Scheuklappen rumrennen und es nur verteidigen, weil sie dort leben!

      Sosua hat seine guten Seiten. Seine guten GEschaefte und seine anstaqendigen Buerger. Doch was immer der Grund dafuer ist, dass gerade dieser ORt die kriminelle Schicht aus Europa anzieht, es ist nicht zu leugnen.

      Und es sind nicht Residenten wie ich, die immer wieder auf Sosua zeigen, es sind auch die einheimischen Medien. Stolperte gerade wieder ueber einen Artikel:
      http://sosuaonline.net/DetailPost.aspx?postId=7192 Interpol holte wieder einen Deutschen aus Sosua ab.
      Schon ein kleines Weilchen her, aber noch keine Historie.
      Und interessant, wie ein Dominikaner hier die Schlussworte waehlt!
      Son varios los casos de extranjeros atrapados por la INTERPOL en la zona norte en lo que va de año.



      Ich habe aber acuh keine Probleme damit, die guten Dinge aus Sosua beim Namen zu nenen. Geht bald los hier...
      Aber ich verschliesse nicht die Augen wie manch anderer. Denn Tatsachen kann man nicht schoenreden. Man muss sie sehen, bekaempfen. Interpol hat noch viel zu tun. 700 Deutsche werden im Heimatland gesucht und wurden hier auf der Insel gefunden. Nur Eierdiebe und Kleinstverbrecher lohnen keinen Ruecktransport.
      Dieser kann man sich nur durch strengere Einreisebestimmungen entledigen. Doch ein korupptes land bietet immer Moeglichkeiten.

      Dennoch, ich werde ab der kommenden Woche was schreiben, was mir in Sosua gefiel...
      Denn auch das ist Realitaet: es gibt auch ehrliche und gute MEnschen dort und leider wird darueber zu wenig berichtet.
      Es geht alles seinen karibischen Gang...