Pfeffertopf

      Pfeffertopf

      Mal ein etwas aufwendigeres Gericht, hervorragend geeignet für mehrere Personen (8-10)
      Pfeffertopf
      1,5kg Suppenhuhn (Fett entfernen und Huhn in Stücke teilen); 2kg Schweinefüße, 1,5 kg Rind- oder Schweinefleisch ohne Knochen (in ca. 5cm große Würfel schneiden)2 l Wasser, 1,5 TL Salz, 6 EL Cassareep (Rezept im Anhang), 1 gr. Zwiebel (Ringe schneiden), 1,5 EL braunen Zucker, 2 ganze Pfefferschoten im Stück, 4 Knoblauchzehen, 1 Zimtstange (5cm lang), ¼ EL getrockneten Thymian, 2,5 TL Essig.
      Zubereitung:
      Das gestückelte Huhn und die Schweinefüße in einen großen Topf geben und mit ca. 2,5 cm Wasser bedecken. Salz hinzugeben und bei schwacher Hitze zum Kochen bringen. Den sich auf der Oberfläche bildenden Schaum immer abschöpfen. Topf halb bedeckt lassen, Hitze reduzieren und alles 1 Stunde köcheln lassen! Soviel Fett wie möglich von der Oberfläche abschöpfen und dann das restliche Fleisch, Cassareep, Zwiebel, braunen Zucker Pfefferschoten, Zimt , Knoblauch und Thymian in den Topf hinzugeben. Unter starker Hitze aufkochen, dann Hitze wieder reduzieren und 30 Minuten köcheln. Dann Zimtstange, Pfefferschoten und Knoblauchzehen entfernen (wer mag kann Knoblauch zerdrücken und für intensiveren Knoblauch-Geschmack im Eintopf lassen). Essig einrühren und abschmecken, pikant nachwürzen wenn gewünscht.
      (Menge Eintopf reicht für eine dominikanische Großfamilie von bis zu 10 Personen)
      Cassareep herstellen:
      Cassareep ist der Saft der Maniokwurzel. Der Saft kann mit Zimt, Nelken und braunem Zucker verfeinert werden, für das obige Gericht nicht notwendig, da brauner Zucker und Zimt beigegeben wurden. Cassareep ist ein wichtiger Bestandteil für den Original Pfeffertopf. Für 6 El Saft braucht man 850 Gramm junge Maniokwurzeln. Maniok mit einem scharfen Küchenmesser schälen (Rinde entfernen) und die Wurzel in zwei Hälften schneiden. Dann die Wurzel in einen Topf reiben, der mit einem Musselintuch ausgelegt ist. (geht auch anderer durchlässiger, aber fester Stoff). Die geriebene Masse (nicht zu viel auf einmal) im Tuch auswringen. Das Tuch dazu an beiden Enden fassen und so lange wringen, bis man den Saft aus der geriebenen Wurzel bekommt. Das Wurzelfleisch wegwerfen. Mit dem Rest der Wurzel genauso verfahren. Reiben und auswringen. Die Flüssigkeit bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren aufkochen lassen und so lange weiterrühren, bis die Masse glatt und dickflüssig ist. Cassareep muss man immer wieder frisch und nach Bedarf zubereiten.
      Es geht alles seinen karibischen Gang...
      Eintöpfe sind eigentlich nicht mein Ding. Aber es kommt auch immer darauf an, wer da kocht...

      Kochen hat was mit Liebe zu tun. Wer nur kocht um was zwischen die Zähne zu kriegen, da fehlen dann einfach die Feinheiten.
      Man kann die Schweinefüße ja ersetzen durch andere Knochen wo noch ein wenig Fleisch dran hängt.

      @Werner
      das mit den Füssen kenne ich, aber vom Sancocho, Hühnerfüße! Na danke.
      Es geht alles seinen karibischen Gang...