Kaugummigeld - Bestandteil der Landeswährung in der RD

      Kaugummigeld - Bestandteil der Landeswährung in der RD

      Kaugummi-Geld
      Ob Chiclets oder Hall’s, es ist Bestandteil der DOMINIKANISCHEN WÄHRUNG.



      Ein Bekannter brachte mich auf die Idee. Er war im Supermarkt und kaufte ein paar Dinge an. An der Kasse gab man ihm anstelle von Wechselgeld ein paar Chiclets. „No Menudo“, was soviel heißt wie kein Wechselgeld. Er sah noch eine Kleinigkeit an der Kasse, was in diesen Hängekörbchen angeboten wurde. Um zu zahlen gab er seine Chiclets zurück. Plus ein wenig mehr an Pesos. Nun wurde er aufgeklärt: Man könne nicht mit Kaugummis und Bonbons bezahlen. EINKAUF geht nur mit Bargeld.
      Mir selber passierte es häufiger, manch Colmado oder auch ein Supermarkt in Sosua sind chronisch mit dem Mangel an Wechselgeld behaftet. Chiclet por cambio ist eine Gewohnheit. Diese bringt dem Geschäftsinhaber ein kleines und zusätzliches Geschäft. Eine weitere Gewohnheit ist, gern immer so zu runden, dass man immer draufzahlt. Mit anderen Worten: mathematisch rundet man ab 5 nach oben auf, oder entsprechend unter 5 nach unten ab.
      139, 6 RD$ macht demnach 140 RD$ oder 95,4 RD$ dann 95 RD$. Jedoch haben auch hier manche Supermärkte schlechte Angewohnheiten und runden allzu gern auf.
      Diese „Manieren“ kann man nur durch stetes Reklamieren beheben. Man kann nämlich durchaus Wechselgeld bekommen.
      Kleiner Tipp: an den Supermarktkassen sind sehr häufig „Helfer“ anzutreffen, welche die Waren eintüten und einem den Einkaufswagen zum Auto schieben. Diese Jungen bekommen immer ein paar Münzen und sind durchaus in der Lage der Kassiererin auszuhelfen.
      Übrigens fand diese typisch dominikanische Angewohnheit auch schon Platz in einer einheimischen Komödie: Ladrones a domicilio! Der Universitätsprofessor kauft ein und wird mit Chiclets „bezahlt“. Daraufhin moniert er das und droht: Morgen komme ich mit einem LKW voll Bonbons und bezahle damit! Ebenso habe ich auch häufig Dominikaner gesehen, welche die „Aufrundungen“ mehr und mehr monieren. Wie sagte eine Dominikanerin in Santiago: „ich muss für mein Geld arbeiten, ein Peso ist für mich auch Geld!“. Es sind also nicht immer nur die Gringos, welche manches Mal wegen Reklamationen auffallen.
      Kleiner Tipp:
      Die Helfer welche die Einkaufsware in Tüten packen haben immer die Taschen voll Kleingeld.
      Es geht alles seinen karibischen Gang...

      Kaugummiwaehrung?

      Die Kleingeldknappheit habe ich aus der Vergangenheit schon schlimmer in Erinnerung.

      Mit Einfuehrung der neuen 25-Pesomuenze und nachdem jetzt von der Regierung etliche neue Muenzen in Umlauf gebracht wurden, als Ersatz fuer die alten 5-, 10- und 20-Pesoscheine, ist die Angewohnheit, Bonbons oder Kaugummi anstatt von Wechselgeld auszugeben, doch stark zurueckgegangen.

      Und wenn man frueher in den Supermaerkten darauf bestanden hat, Muenzen als Wechselgeld zu erhalten, indem z.B. vorgab, man duerfe weder Suesses noch Kaugummis zu sich nehmen, dann klappte es gewoehnlich auf einmal auch mit dem Wechselgeld.

      In dieser Hinsicht problematischer waren eher die Colmados und anderen kleinen Geschaefte.