Wie man hierzulande ein Haus baut

      Wie man hierzulande ein Haus baut

      Das Haus ,welches ich euch in einer Fotoserie vom ersten Spatenstich an vorstellen möchte,sieht nach der Fertigstellung so aus:


      Hier die Seitenansicht:


      Es ist ein einfaches Haus , als Wochenendhaus in den Bergen konzipiert ,aber man kann auch länger darin wohnen.
      Von der Wohnqualität liegt es ungefähr in der Mitte zwischen einer Wellblechhütte und einer Betonvilla.


      So,beginnen wir mal von vorne :


      In den nächsten Threads werde ich dann den weiteren Baufortschritt dokumentieren.



      :xy:s
      Danke Werner! Das ist mal ein schöner Beitrag der gleich zu Beginn die Fehler aufzeigt die hier gemacht werden.

      Das Streifenfundament. Hier in der DR Gang und Gebe. Keine Fundamentplatte. Der Gringo spinnt ja, was der da an Geld an der Bodenplatte ausgibt! Tja, die Folgen der Streifenfundamente sind: Die Mauern werden am Ende belastet mit einem Dach. Der Untergrund jedoch ist nicht an allen Stellen gleich komprimiert. An einer Ecke vielleicht mehr Erde und Sand, an der anderen Ecke mehr felsig und steinig.
      Als Folge kommt es dann zu Absetzungen. Auch wenn diese ganz gering sind, eine Mauer die sich um 3-5mm abinkt weil der Unterboden nachgibt, das führt zu leichten Haarrissen. Und zu Infiltrationen im Dach. Erklärt man das dem Dominikaner, so kommt klar als Antwort: Infiltrationen? ach das ist doch normal! Und kein Problem!!! Da gibt es Farbe die man aufs Dach pinselt, die isoliert das...
      und somit hat man ein Haus wo man ständig friemelt und repariert. Man baut ja fürs Leben. Also soll heisen: Einmal mit bauen anfangen, dann bleibt man sein Leben lang dran.

      Bin schn gespannt auf die nächsten "feinen Unterschiede", z. B. Fensterbänke, Nivel der Böden etc....
      Es geht alles seinen karibischen Gang...
      Als Folge kommt es dann zu Absetzungen. Auch wenn diese ganz gering sind, eine Mauer die sich um 3-5mm abinkt weil der Unterboden nachgibt, das führt zu leichten Haarrissen

      Suroeste, wie war, wie das Bild unten zeigt. Dieses Haus meiner Bekannte war zu diesem Zeitpunkt gerade mal zwei Jahre alt.
      Aber man glaubte ja nicht´s. Was will der Gringo uns schon vom Hausbau erzählen. Nur, wenn es heftig regnet und der Hof voll Wasser steht, so das sie unters Fundament läuft und die Steine sich vollsaugen wie ein Schwamm weil sie dort nicht verputzt wurden ( kostet unnötig Geld und sieht ja sowie keiner) hat keiner bedacht. Da kann man sich nur noch die Haare raufen, wenn man noch welche hat und sie nicht vorher wegen anderen Sachen schon rausgezogen hat.
      Wohnzimmer -------- Hinterhof
      So machen wir mal weiter.
      Zunächst mal werden sicherlich hier im Bauwesen Fehler gemacht.Aber man sollte eine sparsame Bauweise auf keinen Fall direkt als Fehler bezeichnen.
      Wir leben hier in einem Entwicklungsland.Da kann ich nicht erwarten,dass die Einheimischen nach den tollen deutschen Standards bauen.Trotzdem ist Pfusch am Bau doch in Deutschland auch wohl bekannt,oder nicht?
      Dieses von mir beschriebene Haus hat ohne Grundstück knapp 40 000 Euro gekostet.
      Bekommt man dafür in Deutschland eine Garage?
      Ich bitte also bei auftrtenden Fehlern darum bei allen Verbesserungen der so tollen deutschen Bauweise direkt die Mehrkosten dazu zu schreiben.
      Wie zum Beispiel die erwähnte Fundamentplatte. Die Dominikaner haben vor ca.25 Jahren angefangen gegossene Betondächer zu bauen,haben aber irgendwie vergessen auch die Fundamente entsprechen zu verstärken.
      Das führt dazu,dass schwere Häuser mit klotzigen Betondächern auf solche Fundamente wie auf den Fotos zu sehen,gebaut werden.
      Das führt fast immer zu Verwerfungen,Rissbildungen und damit undichten Dächern.

      Das hier beschriebene Haus dagegen hat eine leichte hölzerne Dachkonstruktion mit Aluminumplatten.
      Ich denke schon,dass die Fundamente dafür ausreichend sind.



      So,es werden zunächst unter den geplanten tragenden Mauern Gräben ausgehoben,die dann mit Beton ausgegossen werden.Da wird leider oft gespart und eine zu leichte Armierung (Stahlgerüste) mit eingegossen.
      Keller sind hierzulande nicht üblich.Bei grösseren Gebäuden in den Städten sind allerdings fast immer Tiefgaragen darunter.
      Wir haben hier also ein Mauerfundament im Gegensatz zum Plattenfundament oder Kellerfundament.
      Das Mauerfundament muss nicht immer schlecht sein.Es kommt auf die Stärke des Fundaments im Verhältnis zur Bauhöhe und zum Gewicht an. (Statik)




      Auf diesem Bild sieht man schon die erste Reihe Hohlblocksteine , die auf das Fundament gemauert wurden.Auch kann man etwas die schöne unverbaubare Lage des Grundstücks erkennen.




      Jetzt ist schon etwas mehr aufgemauert.Man sieht deutlich die Armierungen.Aus Kosten und Isolationsgründen wurden nicht alle Hohlräume mit flüssigem Zement aufgefüllt,sondern nur die mit Armierungsstahl.

      Fortsetzung folgt.
      @Werner
      Es osll doch keine Kritik an diesem Haus sein! Es ist, im Gegenteil, ein toller Bericht. Doch kann man eben herrlich aufzeigen auf was mana chten sollte! Und ein wenig mehr ausgeben spart am Ende! Billig kaufen - teuer bezahlen heisst es doch!

      Gut, ein Plattenfundament ohne Betondach, macht das Sinn? Ja! Weil es nicht nur die Belastung ist. Es regnet hier im Land heftig. Und dank der mangelnden Kanalisation schimmt (besser schwemmt) das Wasser dann über die Oberfläche, spült halt das eine oder andere mit. Und wie ich sagte, wenn dann Mauern teilweise nur ETWAS unterspült sind, hat man nachher Setzrisse.
      Oder wie El.loco sagt: Die Isolierung! Das Wasser aus dem Boden zieht vortrefflich ins Mauerwerk. Wie gut dass es hier auch immer warm ist. So werden dann meistens Schimmel - und Stockflecken vermieden.

      (Mein Bekannter baute seine Mauer zur Grundstücksbegrenzung. Da er vorhatte das Grundstück innerhalb der Mauer mit Erdreich aufzufüllen wurde mit Teerfarbe die Mauer gestrichen. Wieder Kopfschütteln bei Dominikanern. Wieso einen Anstrich an einer Mauer, wenn das "SICHTBARE" doch mit Erdreich zugedeckt ist? Erklärung: Das Erdreich ist feucht, Feuchtigkeit in der Mauer zieht nach außen, dort sieht man dann die Ränder und die Farbe wird sich lösen (Außenanstrich). Antwort der Domminikaner: dann streicht man halt drüber....)

      Zur Preiskalkulation: Du sagst, das Haus kostete 40tsd Euro. Aus Kostengründen wurden Hohlblocksteine nicht alle ausgefüllt! GUt, solange der Bauherr das weiss! Aber wie viele Häuser zB werden (von europ. Bauunternehmern) gebaut! Mit dem Versprechen der besten Qualität! Und dann genau diese Fertigstellung. In Jarabacoa kann man auch darauf verzichten, hier im Süden ist es verdammt heiss und es empfiehlt sich die dicken Blocks zu nehmen, und zu füllen. Ich werde am Ende mal einige Fotos einfügen wie hier kleine Ferienhäuschen umgebaut wurden (und isoliert mit Steinwolle!!). Fragt sich der Eine oder Andere: Isolierung?? Die ahben doch keinen Winter! Richtig. Aber immer Sommer. Und Hitze ist auch ein Leid. (Wehe dem der unter einem Betondach wohnt).
      Dann braucht es eine Klimaanlage, die Tag und Nacht kühlt...kostet!

      Werner, mach weiter, ein tolles Thema mti vielen Diskussionspunkten!

      PS
      Wenn ein Haus auf einem verdichteten Kiesbett mit Fundamentplatte steht hat es noch einen kleinen Vorteil: Erdbeben! Kommt ja nicht häufig vor, aber es macht einen Unterschied wie die Unterstruktur dann war. Ob das Haus sich auf einer Platte verschiebt oder à la Kartenahus dann zusammenfällt. In Puerto Plata/Sosua habe ich davon genug gesehen!
      Es geht alles seinen karibischen Gang...
      Es ist sicherlich richtig, dass gegossene Betondaecher zu Filtration neigen, die Ursachen hierfuer liegen jedoch nicht nur in einer moeglichen Rissbildung im Betondach, sondern auch an einer mangelnden Neigung vieler Daecher. Wenn Regenwasser so die Gelegenheit bekommt, das Dach ueber einen laengeren Zeitraum zu benetzen, sickert geradezu zwangslaeufig Wasser in den Beton des Daches ein und erzeugt in den darunterliegenden Raeumen die bekannten, haesslichen Flecken an der Decke. Ein weiterer Grund fuer Filtration besteht in der ungleichmeassigen Verarbeitung des Betons bei Anmischung per Hand, wodurch das Dach in seiner inneren Struktur ungleichmaessiger gegossen wird und die Feuchtigkeit so leichter eindringen kann. Wenn man auf "Nummer sicher" gehen will, dann empfehle ich dringend, wo immer moeglich Transportbeton zu verwenden, der direkt vom Betonmischwagen aufs Dach hochgepumt wird. Aufgrund der gleichmaessigen Mischungsverhaeltnisse ist der Beton auch homogener und zusaetzlich erspart man sich eine Menge Arbeit. Danach sollte man auf den Beton eine "beschieferte" Bitumenbahn von mindestens 4mm Staerke aufbringen, vor allem immer dann, wenn der Neigungswinkel des Dachs relativ gering ist. Beschiefert deshalb, weil man dann noch Dachziegel aufmauern kann, wenn man moechte. Traegt auch zusaetzlich zu einer trockenen Huette bei und sieht nebenbei auch schoener aus als nackter Beton. Wie man sieht, es gibt es schon Moeglickeiten, kostet natuerlich auch, aber langfristig lebts sich so eben ruhiger.
      @costadeambar
      Danke! Entfiel mir ganz. Infiltrationen kommena uch durch die Handmischungen zustande und wegen der Austrocknung.
      Der Dominikaner macht das Dach, egal wann. Vornehmlichst mittags. In praller Sonne trocknet das Dach aus und neigt zu Rissen.
      Es gilt dann: Dach immer wieder befeuchten... und noch besser: dach mit Hormigones am Nachmittag gießen lassen. Dann gut feucht halten bis zum Abend. Über Nacht trocknet es besser ab und am Morgen kann man nochmal feucht machen.
      Wie man sieht: es sind eine Menge Banalitäten. In Europa eine Selbstverständlichkeit. Hier heisst es nur:
      haben wir schon immer so gemacht....und man will auchnicht dazu lernen
      Es geht alles seinen karibischen Gang...
      So weiter geht´s
      wie man in der Dominikanischen Republik üblicherweise baut.

      Den Dominikanern ist durchaus klar,dass man auch besser bauen kann,besonders die Deutschen,die sowieso alles besser wissen und können,aber sie haben halt nicht das pro Kopf-Einkommen wie die Deutschen und müssen deshalb aus finanziellen Gründen Zugeständnisse machen.




      So,jetzt sind die Mauern schon etwas höher gezogen.
      Beim Auffüllen der Löcher in den Hohlblocksteinen muss man auch bedenken,je mehr man auffüllt,desto besser ist die Stabilität und je weniger man auffüllt,desto besser ist die Wärmeisolierung,da Luft nun mal der beste Isolator ist.




      Wie man sieht,sind schon die ersten Säulen und Ecken aus Beton gegossen, Mauerecken werden nicht gemauert,sondern mit Beton ausgegossen. Sie sind mit dem Mauerfundament verbunden und bringen daher eine skelettartige Stabilität.
      Das sieht man auf dem nächsten Bild besonders deutlich.




      Die Reihen mit ein oder zwei Steinen bilden später die Grundlage für den Fussboden.
      Hier ist besonders darauf zu achten,dass noch etwas ausgeschachtet wird und der Erdaushub entfernt wird. Es sollte dann unter dem Fussboden eine ca. 50 cm dicke Schicht aus Felsgeröll ausgebracht und verdichtet werden.
      Wenn man Glasscherben untermischt,wird Ungeziefer wie Ratten das Graben besonders gründlich verleidet.



      :xy:s


      Wie überall auf der Welt wird auch hier beim Bauen Bier verbraucht.Auf diesem Bild sehen wir eine Runde zum gelungenen Bauabschnitt.
      Übrigens nicht Presidente, sondern Bohemia ,welches vielen Residenten besser schmeckt als Presidente.
      Und dieses Fahrzeug nennt man hierzulande nicht Quad,sondern fourwheel (forwiel) ,wer sich sowas mal ausleihen möchte,sollte sich das merken.



      Nach 12 oder 13 Reihen Steine (Blocks) wird rundum ein Betongürtel gegossen der auch Fensteroberkanten und Türoberkanten enthält.
      Spätestens bis zu diesem Zeitpunkt sollte man sich über die Lage der Lichtschalter und Steckdosen im Klaren sein.Denn wie man sieht ,werden die Rohre für die Leitungen mit eingegossen.




      Hier sieht man das noch mal deutlich. Das Holz für die Schalungen muss man nicht kaufen,sondern es gibt Unternehmer,die solche Schalungen vornehmen und ihr eigenes mit Nagellöchern durchsiebtes Holz mitbringen.Ich habe leider kein Foto von solch einem total mit Holz überladenen Pick Up zur Hand . Die sehen abenteuerlich aus.


      :xy:s


      Auf diesem Bild sieht man besonders gut den gegossenen Betonring rund um das Haus ,der an allen Punkten mit den senkrechten Säulen fest verbunden ist. Die Mauern sind nur das Füllmaterial dieses Skeletts.



      Ich habe jetzt mal drei Fotos weggelassen,die mehr oder weniger das gleiche gezeigt haben.Auf diesem Bild aber sehen wir einen weiteren Baufortschritt.
      Auf den besprochenen Betongürtel wird nun weiter gemauert,bis man den zweiten Stock oder wie in unserem Fall die Dachunterkante erreicht hat.



      Hier sieht man das etwas deutlicher.


      :xy:s

      Diese Balken müssen nur noch von unten gestrichen werden,dann gehts los.



      So ,hier sieht man schon die Ansätze der leichten Dachkonstruktion.
      Die nur so stabil sein muss,dass die Arbeiter beim Dachdecken darauf laufen können.
      Die verwendeten Aluminiumplatten sind nämlich sehr leicht.
      Auch hierzulande gibt es auf dem Bau Leute die gerne ein Werkstück festhalten.Sagt man nicht Arbeiterdenkmal dazu?




      Hier sehen wir schon die ersten Dachplatten.
      Man kann solch ein Haus noch preiswerter bauen,wenn man das hier übliche Wellblech als Dacheindeckung verwendet.
      DIe hier verwendeten Aluminiumplatten sind 4mal so teuer ,aber haben auch eine Garantie von 20 Jahren.



      :xy:s


      ist schon abenteuerlich anzusehen wie die auf den relativ dünnen Balken rumturnen.



      Hier erkennt man die Grösse und das Aussehen der Dachplatten.


      Jetzt kommen wir zu einem Zeitsprung,denn zum Zeitpunkt des Verputzens hatte ich keine Zeit zum fotografieren.
      Wir sehen deshalb schon das fast fertige Dach und den Verputz der Mauern.
      Wie man an den Farben erkennen kann, werden Fenster und Türeinfassungen und Wände in verschiedenen Abschnitten verputzt.
      Das sieht man aber nicht mehr,wenn erst Farbe drauf ist.Das ist die Rückseite des Hauses und es sind schon einfache Aluminium-Lamellenfenster eingebaut. Später kommen noch Gitter vor die Fenster.

      Das Blech im Vordergrund bedeckt einen Teil der Kleinkläranlage ,die üblicherweise aus einem Klärschacht und einem Versickerungsschacht bestehen sollte.




      Das hier ist die Vorderseite des Hauses,hier werden etwas aufwendigere Fenster eingebaut,man will ja schliesslich Eindruck schinden,oder ?



      Jetzt sind wir schon beim Innenausbau ,dem verfliesen der Fussböden und Wände in Küche und Bad.
      Die Nivellierung der Fussböden wurden mit einer Schlauchwasserwaage festgelegt und dann mit der Schnur fortgeführt.
      Eine insgesamt saubere Ausführung . Hier kann man sehr viel falsch machen. Deshalb sollten sich Bauherren mal in Deutschland im Baumarkt so einen Lasernivellierer zulegen,damit sie zwischendurch nachmessen können.




      Ein Stromgenerator ist beim Hausbau unentbehrlich,nicht nur hier beim Fliesen schneiden,auch bei den Holzarbeiten und beim Betonmischen,es sei denn man baut in einem Gebiet wo 24 Std. Strom zur Verfügung stehen,aber diese sind noch selten.


      Bei der Küche wurde eine Betonplatte als Arbeitsplatte gegossen und dann verfliest,mit Aussparungen für die Spüle.
      Das würde ich auf keinen Fall so machen,denn die Fliesen zerbrechen schon mal schnell,wenn man einen Topf hart aufsetzt,oder etwas aus der Hand rutscht.




      Hier sehen wir die fertige Rückseite des Hauses.Mittlerweile wurde noch eine Terasse angebaut.


      So,damit bin ich am Ende dieses Berichts.

      Wenn irgendwelche Fragen oder Kommentare hinzugefügt werden (ich bitte darum) und man sich auf ein bestimmtes Foto bezieht,klickt man mit der rechten Maustaste auf das Bild und erkennt unter EIGENSCHAFTEN die Bildnummer. So weiss man schnell von welchem Bild man redet.
      So ,wer bis hierher durchgehalten hat,ist wirklich am Bauen interessiert.
      In meinem Ratgeberhandbuch gehe ich viel ausführlicher auf die Problematik des Bauens ein.
      dom-rep-auswandern.com
      Dort spreche ich von einer Kalkulationsgrundlage für ein Haus welches auch europäischen Ansprüchen genügt von durchschnittlich 250 Euro pro qm umbauten Raumes. Das wird da noch ausführlicher aufgeschlüsselt.
      Dieses Häuschen hier hat ca. 100 Euro pro Quadratmeter gekostet,ohne Grundstück wohlgemerkt.

      Man sieht also, es geht wesentlich besser und teurer
      .






      :xy:s
      Werner,
      insgesamt ein schöner Bericht und ich möchte nicht weiter störend oder kommentierend diesen Fred spreizen.
      Das Haus, welches Du hier vorstellst, ist eben ein "Einfachhaus" für den alltäglichen Gebrauch. Und wichtig: In Jarabacoa. Es kommt bei Bauweisen eben auch immer darauf an, wo das Haus steht. Dementsprechend sollte Dach, Isolierung, Lüftung konstruiert werden.
      Schön auch der Hinweis von Dir, dass man scih im Klaren sein sollte, wo Steckdosen und elektrische Leitungen hinkommen.
      Ich konnte auf vielen Baustellen sehen, dass man erstmal das Haus fertigstellt. Am gelungensten sind die Bauten, wo schon Verputz und Anstrich fertig sind und dann wird wieder gekloppt. Da ein Schlitz hämmern, hier ein Durchbruch. Weil da muss ein Wasserrohr hin und hier noch ne Leitung... Das ist der Unterschied im Groben zwischen "dominikanisch" bauen und "europäischer" Bauweise, wo meist auch ein Bauplan vorliegt und man nach PLAN arbeitet.
      Wie schon erwähnt, man kann vieles anders machen. Manches besser, manches wäre auch unnötig. Letztlich ist immer die Breiftasche des Bauherren Massstab aller Dinge. Was nicht heißen soll, dass eine Millionenvilla ohne Mängel ist, fern davon!
      Es geht alles seinen karibischen Gang...
      Der Beitrag hat mir gut gefallen, zeigt er doch mit Fotounterstuetzung exemplarisch, wie man hier gewoehnlich baut, zumindest wenn es sich um einstoeckiges Haus mit Dachkonstruktion aus Holz handelt. Er enthielt eine ganze Menge sehr praktischer Tips, die sich fuer einem potentiellen "Haeuslebauer" als sehr nuetzlich sein koennen. Nicht gefallen haben mir allerdings die Anmerkungen zu den "besserwissenden Deutschen". Nicht weil ich selbst aus D stamme, sondern weil ich generell pauschale Formulierungen ohne konkreten Bezug fuer nicht besonders zutraeglich halte, da sie absolut nichts fuer das in diesem Fall wirklich sehr interessante Thema bringen und auf mich nur herabsetzend wirken.

      costadeambar wrote:

      Nicht gefallen haben mir allerdings die Anmerkungen zu den "besserwissenden Deutschen".


      Stimmt,diese Bemerkung gefällt mir im Nachhinein auch nicht mehr besonders. Aber ich hoffe, hier im Forum ist keiner, der sich den Schuh anzieht.

      Übrigens war es keine pauschale Formulierung und schon garnicht ohne konkreten Bezug.
      Aber genauere Erläuterungen gehören nicht in dieses Forum.



      :xy:s

      Noch ´n Haus!

      Mein lieber Werner, das hast schoen beschrieben!

      Sicher kann man noch Einiges dazufuegen, da haett ich:

      Wenn man einem Arbeiter x-mal was erklaert und sicherheitshalber von einem Einheimischen noch uebersetzen laesst, er nix aber glei garnix kapiert hat, obwohl er hundertmal verstaendnisvoll genickt und versichert hat, Alles verstanden zu haben!

      Dass die Fensterbaenke immer so verputzt werden, dass das Wasser auch nach Innen abfliesen kann, oder wenigstens stehen bleibt.

      Dass die Duschen deshalb eine Mauer haben, weil der Ablauf am hoechsten Punkt angebracht wird!

      Dass die Bauaufsicht (ev. selbst, wenn man viel Ahnung hat) sich keine Sekunde, auch nicht zum Bierholen sich vom Ort entfernen sollte!

      Hab mich auch versucht und bin nur deshalb nicht eingesperrt, weil ich keinen Revolver habe, sonst haett ich naemlich fast Alle umgebracht!

      Das Haus hat uebrigens ca. 18.000 Dollar gekostet (Grund 800 Dollar) in einfachster dominik. Ausfuehrung! Mit Wohnung ca. 80 qm und Appartement 15 qm(Von dem Ersparten kauf ich mir beim naechsten Hausbau ein Maschinengewehr!)
      @rolfo
      man hat halt die Wahl. Dominikanisch bauen. Günstig bauen. Und später immer viel Probleme zu lösen, viele unnötige Kosten haben.
      Streifenfundament und Betonring verhinern eben kein unterschiedliches Absinken der Grundmauern. Mit Holzdachstuhl und Zinkdach ist die Belastung der Mauern zwar geringer - jedoch, der Untergrund bleibt unterschiedlich beschafen und führt zwangsläufig zu Versatz.

      Ooder teure Fundamentplatte. Kiesbett verdichtet. Geht auch. Ich habe nichts gegen billigere Bauweise und AUFKLÄRUNG des Kunden.
      Aber was mich wurmt, ist: wenn "deutsche Bauunternehmer" welche es im Vorleben in D bis zu einem Schaufensterdekoratuer brachten und hier zu Inenarchitekt, Designer und Bauunternehmer avanzieren, Leute verscheissern!
      Rolfo, Du kommst aus Sosua und kannst Dir denken wen ich meine. Aber ein SL-Cabrio will auch in diesem Land bezahlt sein.

      Wenn ich mir ne Hütte mit Lehmboden und Platanobalttdach erbaue, ist mein Ding. Wenn ich aber teure USD oder Euronen zahle, für "europ. Standard" - und unterste dominikanische Bauqualität erhalte (z.B. Elekrtoleitungen unter Putz statt im Leerrohr), dann geht mir die Galle über.
      Es geht alles seinen karibischen Gang...

      Gut gebaut?

      suroeste wrote:

      Rolfo, Du kommst aus Sosua und kannst Dir denken wen ich meine. Aber ein SL-Cabrio will auch in diesem Land bezahlt sein.


      Nein Suroeste, Den moecht ich auch nicht kennenlernen, weil mir Leute, die hier solch ein Auto fahren, einfach suspekt sind! Hier ein Cabriole zu fahren, ist so ziemlich das Duemmste, was einem einfallen kann (was Autofahren betrifft), Zur Klarstellung. habe in Deutschland selbst 30 Jahre ein Oldtimer-Cabriole gefahren!

      Zum Bauen: La Union steht komplett auf lausigen Steifenfundamente, das Haus meiner Frau auch. Die Haueser haben aber das starke Erdbeben 2002 (?) ohne jeden Schaden ueberstanden, da sie auf festem Grund stehen! Aber von diesen Murksern (chapaceros)ist das Land voll und leider hatte ich auch schon mit einem Deutschen Bauunternehmer Probleme, wobei es nur um eine Garage ging, also nix tragisches und hiermit um eine Erfahrung reicher!

      Hoffe, dass mir auch diese Erfahrung bei meinem naechsten Bau weiterhilft, aber sicher nicht vor Murks bewahrt! :icqy