Rafael Hipólito Mejía Domínguez

    Rafael Hipólito Mejía Domínguez

    Präsident MejíaRafael Hipólito Mejía Domínguez (* 22. Februar 1941 in Gurabo) war von 2000 bis 2004 Präsident der Dominikanischen Republik.Hipólito Mejía studierte in San Cristóbal Landwirtschaft am Instituto Politécnico Loyola. 1962 schloß er dort sein Studium ab. Zwei Jahre später zog es ihn an die Universität von North Carolina in den Vereinigten Staaten von Amerika, wo er seine Studien der Landwirtschaft fortführte und durch einen betriebswirtschaftlichen Schwerpunkt ergänzte. Zudem ist er unternehmerisch Tätig. Er wurde 2000 als Kandidat der Sozialdemokratischen Revolutionspartei (PRD) gewählt und begann seine Amtszeit am 16. August 2000.

    Während der Amtszeit Mejías erlebte die Dominikanische Republik eine der schwersten Wirtschaftskrisen in der Geschichte des Landes. Diese wurde durch eine verfehlte Wirtschaftspolitik der Regierung Mejía begünstigt. In diese Zeit fällt beispielsweise der Zusammenbruch der damals landesweit zweitgrößten privaten Bank Baninter. Der Kollaps der Bank wurde unter anderem durch einen Korruptionsskandal, in den die Regierung einbezogen war, öffentlich. Eine Folge dieser Krise war eine massive Entwertung des dominikanischen Pesos und eine galoppierende Inflation von bis zu 42%. Mehrfach wurde Hipólito Mejía Korruption vorgeworfen, jedoch wurde ihm diesbezüglich nie ein Prozess gemacht.

    Hipólito Mejía erlangte weltweite Bekanntschaft durch häufige verbale Ausfälle. Diese richteten sich oft gegen Journalisten. So bezeichnete er beispielsweise einen dunkelhäutigen Kameramann nach einem Interview als "kleines Äffchen".


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