Er war einer der ganz Grossen - Pedro Mir

      Er war einer der ganz Grossen - Pedro Mir

      Pedro Mir - Pedro Julio Mir Valentin war ein Mann der Worte fand, soizialpolitisch orientiert und doch mit einer unvergleichlichen Poesi getragen.


      Er wurde am 3. Juni 1913 in San Pedro de Macorís in der dominikanischen Republik geboren. Als Sohn eines kubanischen Maschinenbauingenieurs und einer Dame aus Puerto Rico. Pedro Mir starb am 11. Juli 2000 in Santo Domingo und hinterlies eine bewegte Geschichte und einige wirklich lesenswerte Poesie - und Literaturwerke.


      Eines seiner berümtesten Werke "Hay un país en el mundo" können Sie hier in original spanisch lesen - wir erlauben es uns Ihnen dies in der deutschen Version zu präsentieren:

      Es gibt ein Land auf der Welt gelegen

      auf der selben Bahn wie die Sonne.

      Geboren aus Nacht.

      Gelegen auf einem sonderbaren Archipel von Zucker und Alkohol.

      Einfach leicht, wie der Flügel einer Fledermaus

      von Lüften getragen

      Einfach klar,

      wie die Spur des Kusses auf späten Mädchen

      oder der Tag auf Ziegeldächern.

      Einfach fruchtreich. Wasserreich. Und Material.

      Und dennoch einfach heiss und getreten

      wie ein junges Mädchen in die Hüften

      Einfach traurig und unterdrückt.

      Wirklich wild und dünn besiedelt.

      Wahrhaftig.

      Mit drei Millionen Leben und dazwischen vier Hauptkordilleren

      und eine unendliche Bucht und noch eine undliche Bucht,

      drei Halbbinseln mit Nebeninseln

      und vertikale Flüsse zum Erstaunen

      und Land unter den Bäumen und Land

      unten den Flüssen und am Bergeshang

      und am Fusse des Hügels hinter dem Horizont

      und am Land vom Hahnenschrei an

      und Land unterm Galoppp der Pferde

      und Land auf dem Tag, unter der Landkarte,

      ringsherum und unter allen Spuren und inmitten der Liebe.....



      Pedro Mir verbrachte seine Jugendzeit in der Zuckerfabrik in der Nähe von San Pedro de Macoris. Seine Mutter starb sehr früh und den Verlust den er in seinem vierten Lebensjahr damit erleben musste, prägte sein Empfinden sehr.

      Bereits mit 17 Jahren begann er zu schreiben und kein geringerer als Juan Bosch wurde auf seine Zeilen aufmerksam und ermöglichte das er vermehrt in Zeitschriften und Zeitungen der dominikanischen Republik seine Artikel und Poesie publizieren konnte.

      Eine Zeitung verschaffte ihm den Durchbruch zu seinem späteren Bekanntheitsgrad - die noch Heute aktuelle listin diario.

      Doch dies änderte sich mit der Machtergreifung des Blutdiktatoren Trujillo. 1947 flüchtete Pedro Mir nach Kuba wo er 1949 von Sehnsucht getragen das oben stehende Gedicht geschrieben hat, welches in vielen Sprachen wieder gegeben wurde.

      Er lebte bis 1961 im Exil und veröffentlichte unter anderem sein wohl berühmtestes Werk Contracanto a Walt Whitman (canto a nosotros mismos) (Countersong to Walt Whitman (Song of Ourselves), welches für viele Studienzwecke in Amerika die Ausgangsbasis darstellte.

      Nach dem Sturz von Trujillo kehrte er nach Santo Domingo zurück.

      Bis zu letzt schrieb und publizierte der kranke Pedro Mir, welcher im engsten Familienkreis von dieser Erde ging, nicht ohne unzählliges der menschheit zu hinterlassen.

      Werke von Pedro Mir



      • Hay un país en el mundo (1949)
      • Contracanto a Walt Whitman (1952)
      • Seis momentos de esperanza (1953)
      • Poemas de buen amor y a veces de fantasía (1969)
      • Amén de mariposas (1969)
      • Tres leyendas de colores (1969)
      • El gran incendio (1969)
      • Viaje a la muchedumbre (1971)
      • Apertura a la estética (1974)
      • Las raíces dominicanas de la doctrina Monroe (1974)
      • El huracán Neruda (1975)
      • La gran hazaña de Límber y después otoño (1977)
      • Cuando amaban las tierras comuneras (1978)
      • Fundamentos de teoría y crítica del arte (1979)
      • La noción del período en la historia dominicana (1981)
      • ¡Buen viaje, Pancho Valentín! (Memorias de un marinero) (1981)
      • Historia del hambre en la República Dominicana (1987)
      • Estética del soldadito (1991)
      • El lapicida de los ojos morados (1991)
      • Primeros versos (1993)
      • Ayer menos cuarto y otras crónicas (2000)