Karibischer Bergausflug

      Karibischer Bergausflug

      Das Trekking auf den 3.087 Meter hohen Pico Duarte in der Dominikanischen Republik ist ein Erlebnis. Voraussetzungen sind Spaß am Wandern, einigermaßen Kondition und Bereitschaft zum Komfortverzicht.



      Wessen Idee war das eigentlich, im Jahresurlaub über Felsbrocken, Wurzeln, Geröll und teils durch ausgewaschene Lehmrinnen auf einen Berg zu kraxeln, genauer: den höchsten Berg der Karibik? Von wegen Pico-Relax-Tour. Ha! Mühsam ist es, mehr als gedacht.

      Anfangs gesprächig, später angesichts der Anstrengung wortkarg stapfen die vier Urlauber ihrem dominikanischen Bergführer hinterher. Dieser läuft leichtfüßig und anscheinend mühelos auf dieser ersten Etappe dem 3.087 Meter hohen Gipfel des Pico Duarte entgegen – und legt ein im wahrsten Sinne atemberaubendes Tempo vor. An jedem Halt empfängt Hendrix, so der Name der 28 Jahre alten menschlichen Berggemse, seine kleine Wandergruppe aus Deutschland mit einem Grinsen.

      Für ihn ist das Alltag. Seit zwölf Jahren arbeitet er auf der Rancho Baiguate, einer Aktivranch in Jarabacoa im Landesinneren der Dominikanischen Republik, die neben Rafting, Kayaking, Mountainbike-Touren auch Pico-Duarte-Touren anbietet. Ebenso wie zwei weitere Tourguides führt Hendrix zwei- bis dreimal pro Monat Menschen zum Gipfel. Häufig sind es Europäer, Franzosen, Schweizer und Deutsche, erzählt er. Erst ein einziges Mal war er mit dominikanischen Urlaubern unterwegs.
      Klar. Wer nimmt freiwillig solche Strapazen auf sich? Grimmige Gedanken, der Atem geht schwer. Daheim steht mehr Sport auf dem Programm, das ist sicher.

      Der Blick ist fest auf die Füße und das unwegsame Gelände gerichtet, das mit jedem Meter Höhe mühsamer zu werden scheint. Kapitulation, kurz vor Aguita Fría auf 2.650 Meter Höhe steigen die beiden Frauen auf die Mulis.
      Sieben Mulis an der Zahl sind es: fünf für Bergsteiger und Guide, zwei fürs Gepäck und Lebensmittel. Begleitet wird der Tross außerdem von Jefferson, der für die Maultiere zuständig ist sowie von Giovanni, dem Koch, der ansonsten von Landwirtschaft lebt. Für die Männer ist es eine Frage der Ehre. Sie wandern tapfer weiter.




      Das Tagesziel heißt »La Compartición« und liegt auf 2.450 Metern Höhe. Es geht nach dem höchsten Punkt für heute in Aguita Fría also noch eine gute Stunde wieder hinab. Zeit, wieder vom Muli zu steigen. Die trittfesten Lastentiere lassen sich zwar nicht beirren und stapfen jeden noch so steilen Pfad unverdrossen entlang, aber wirklich entspannend ist das Geschaukel nicht.

      Außerdem bleibt bergab auch so endlich wieder Luft, um die Landschaft zu betrachten. Ging es anfangs vom Eingang des Nationalparks auf 1.100 Meter Höhe auf teils matschigen Wegen durch eine üppige Vegetation, die mit ihren in den Weg hineinragenden Riesenfarnen manchmal an Neuseeland erinnert, zeigt sich die Vegetation nun karger. Auf weiten Flächen ist hier zudem der Kiefernwald durch einen Blitzeinschlag zerstört worden. Wie Mahnmale ragen die grauen Stämme in den Himmel.

      Nach acht Stunden erreicht die Truppe die einfache Schutzhütte, in der sie die kommenden beiden Nächte verbringen wird.




      Die Sonne versinkt, es wird rasch kälter.

      Wer sich waschen will, muss runter zum Bach, wo ein Plastikrohr zur Gebirgsdusche wird. Brrr, schnell zurück zum Lagerfeuer und Wärme tanken für die eisige Nacht. In der Schutzhütte hat Hendrix die Zelte für die Wanderer aufgebaut. Doch durch die Bretter der Hüttenwände kriecht die Kälte und trotz Fleecepulli, langer Unterwäsche und Jeans wird es kalt in den Schlafsäcken. Weil der harte Untergrund nur durch eine dicke Wolldecke gemildert wird, spüren die schlappen Bergtouristen bald jeden Knochen. Die Nacht wird lang.
      Doch am nächsten Morgen steigt die Laune wieder. Es herrscht strahlender Sonnenschein. Gipfelwetter. Nach zwei Stunden und 650 Höhenmetern liegt er da. Weil die Baumgrenze erst bei 3.000 Metern beginnt, wird es erst kurz vor dem Ziel felsig.

      Über große Blöcke erklimmen die Wanderer den Gipfel, über dem die Büste von Juan Pablo Duarte thront, dem Gründer der ersten Dominikanischen Republik.
      Weit schweift das Auge. Sonnenstrahlen kitzeln das Gesicht. Grandios. Ein Erlebnis. Und (fast) alle Strapazen sind vergessen.




      Anbieter unter anderem:
      DomRep Tours mit Sitz in Santo Domingo, www.domreptours.com
      Geleitet wird das Büro in der Hauptstadt von Lisa Förster. Die deutsche Geschäftsführerin berät zusammen mit ihrer Schweizer Mitarbeiterin Patricia Peikert auch Reisebüros, die Rundreisen anbieten wollen.





      Quelle: travel-one.net
      Ich habe nun verschiedene Touristen kennengelernt deren masochistische Ader sie auf den Berg trieb.
      Ein jeder hat gestöhnt, letztlich aber waren alle begeistert.

      Ein kleiner Tipp für all diejenigen, die sich auch auf den Berg quälen wollen (ich werde es erst machen wenn es eine Exkurison mit dem Jeep gibt): man sollte, wenn man komfortabel schlafen will, eine Isomatte mitnehmen und seinen eigenen (gefütterten) Schlafsack. Oder entsprechend Kleidung mitnehmen, denn der Temperaturunterschied vom Tal zur Bergspitze ist enorm.

      Übrigens, wer sich dort ein wenig länger aufhalten möchte, Tim's Guesthouse ist eine gute Adresse. Jarabacoa bietet nach der anstrengenden BErgtour noch viele Alternativen um zu kajaken oder einfach nur an einem der vielen schönen Flußufer zu relaxen. Auf jeden Fall sollte man auch mal zu den Wasserfällen laufen.

      Mehr zu Tim und seiner gemütlichen Unterkunft hier:
      guesthouse-jarabacoa.com
      Es geht alles seinen karibischen Gang...
      Tim´s Pension kann man wirklich empfehlen.Er organisiert auch Touren zum Pico Duarte .

      Dass ein Touristenführer,der nur mit Ausländern arbeitet keine dominikanischen Bergbesucher kennt ist logisch.Die werden auf keinen Fall Touristenpreise bei Rancho Baiguate bezahlen oder bei DomRep Tours .Da werden Peso Preise zu leicht an den Dollar angenähert. :geqq
      Ich kann euch jedenfalls versichern,dass eine Menge Dominikaner den Pico Duarte besuchen,zu Pesos-Preisen selbstverständlich.



      :xy:s

      Und mit welchem Bus?

      So weit ich mich erinnern kann, mussten wir helfen den Guagua - Reisebus den Hügel hoch zu schieben - als wir letztes mal in Jarabacoa auftauchten....

      damit er nicht auch noch rückrärts rollte - legte man immer wieder einen Stein hinters Hinterrad...

      aber nun gut dafür gings dann mit den Motorrädern flott bis zu der Orchideenzucht - (irgend so ein Rowdy fuhr voraus...) wo wir auch noch eine von diesen wirklich schönen Hispanolaschlangen vorgeführt bekamen - bis ein paar Hosen dezent gestrichen voll waren....

      Also auf alle Fälle Jarabacoa ist eine Reise wert - egal ob man schieben muss oder nicht - nur auf den Pico den Guagua zu schieben - nein das lasse ich dann doch lieber aus....

      hab gelesen soll sowas wie Maultiere geben