Fünf Tage Barahona-Ein Reisebericht (Teil 2)

      Fünf Tage Barahona-Ein Reisebericht (Teil 2)

      Montag, der 5.1.09:

      Heute verließen wir das Hotel "El Quemaito" nach einem ausgiebigen Frühstück um 9 Uhr, um in die Bahia de las Aguilas (Bucht der Seeadler zu fahren).



      Nach dem wir San Rafael passiert hatten, verwandelte sich die zuvor tropische Landschaft in eine karges Ödland, auf dem Viehwirtschaft und ein wenig Ackerbau betrieben wird.



      Die Dörfer die wir durchfahren wirken ruhig, beinahe ausgestorben, den heute ist Feiertag, Die Dominikaner haben den Tag der Heiligen Drei Könige (eigentlich 6.Januar) auf Montag vorverlegt, um ein langes Wochenende feiern zu können.
      Nur ein paar Rinder und Schweine am Straßenrand lassen die Gegend bewohnt erscheinen.


      Die Straßenverhältnisse sind bislang sehr gut, nur ein paar "Policias acostadas" (schlafende Polizisten=Geschwindigkeitsverringerer aus Beton) zwingen uns die Geschwindigkeit ab und an zu verringern.

      Wir passieren viele Dörfer in diesem südlichen Teil der Dominikanischen Republik, unter anderem Juancho, Villa Esperanza und Olviedo, wo sich die Lagune von Olviedo befindet.

      Unser erstes Ziel ist "Cabo Rojo", einer Bucht vor der Bahia de las Aguilas, wo das rote Mineral Bauxit abgebaut und verschifft wird, aus dem Aluminium hergestellt wird.



      Grelle Farben vom Blau und Grün des Meeres, zum Rot des Bodens in dieser Region bis zum schneeweißen Sandstrand überfluten das Auge an diesem schönen Flecken Erde.

      Ein paar Kilometer weiter zieht eine ungewöhnlich hübsche Palme alle Blicke auf sich, und lässt geduldig unser Fotoshooting über sich ergehen.



      Nach knapp 2 1/2-stündiger Fahrt durch karge Kakteenlandschaften, die ein wenig an den Vorboten einer Wüste erinnern, erreichen wir endlich den Eingang zum Naturpark Bahia de las Aguilas.



      Am Eingang des Parks befindet sich ein kleines Restaurant mit einer Bar, an der wir uns nocheinmal mit Getränken eindecken, bevor es auf die abenteuerliche Fahrt in das Naturschutzgebiet geht.
      Ein geländetaugliches Fahrzeug mit Allradantrieb ist absolutes Muss, um den Strand mit dem Auto erreichen zu können! Als Alternative stehen Boote zur Verfügung, mit denen man von den Fischern ebenfalls in die Bucht gebracht werden kann.




      Ebenfalls notwendig ist eine feste Bandscheibe und ein guter Magen, denn die Fahrt durch das Naturschutzgebiet erweist sich als mehr als holperig- es geht im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein.



      Die schlimmsten Strapazen überwunden, halten wir kurz um unseren mitgebrachten Snack- Achims selbstgemachte leckere Frikadellen und Butterbrote- zu uns zu nehmen.
      Frisch gestärkt machen wir uns weiter auf den Weg, vorbei an den wenigen Besuchern dieses abgelegenen Paradieses, um ebenfalls ein ruhiges Plätzchen ganz für uns zu finden.




      Hier genießen wir die stille, naturbelassene Bucht und lassen die ungalublichen Farben des Meeres und des tiefblauen Himmels auf uns wirken. Hoffentlich wird dieses wunderschöne Plätzchen Erde nicht irgendwann von den Hotelhochburgen geldgieriger Immobilienhaie zerstört werden...



      Die ebenso holperige Rückfahrt überstanden, lassen wir es gemütlich angehen und kehren am späten Nachmittag zum Hotel zurück, wo uns ein leckeres Abendessen erwartet. Selbstverständlich nicht, ohne unterwegs noch das ein oder andere Mal anzuhalten, um ein kühles Getränk zu sich zu nehmen, und das karibische Leben auf sich wirken zu lassen!

      Morgen: Der Lago Enriquillo