All-Inklusive Ressorts brachten 40 kleine Hotels zum schließen

      All-Inklusive Ressorts brachten 40 kleine Hotels zum schließen


      Vladimir Céspedes


      Laut des Bürgermeisters von Sosúa, Vladimir Céspedes, sei das 'All-Inklusive' Urlaubssystem schuld an der Schließung von 40 kleinen Hotels in und um Sosúa und Cabarete. Allen relativ großen Hotels sei es möglich nur 25 - 40 Dollar am Tag zu verlangen und dabei Drei Mahlzeiten am Tag, Hotelzimmer, freie Getränke und Unterhaltungsprogramm zu bieten.

      Das All-Inklusive Konzept hat der der örtlichen Geschäftsinhabergemeinschaft einigen Schaden eingebracht. Die Urlauber bleiben lieber im Hotelkomplex und besuchen weder die örtlichen Supermärkte, noch Friseursalons, Bars, Diskos und Souvenirläden. Auch mieten sie keine Liegestühle von den einheimischen Verkäufern oder essen in lokalen Restaurants. Der Bürgermeister sagt, dass es nicht möglich sei, das All-Inklusiv Konzept zu verbieten, aber man müsse kreativ handeln und sich Gedanken machen. Die Lösung liegt darin, mehr Luxusurlaubshäuser- und Apartments an Ausländer zu verkaufen, die für länger Zeit in Sosúa und Umgebung bleiben wollen.
      Deren Anwesenheit kreirt mehr Arbeitsplätze und die örtlichen Geschäfte können mehr von ihren Kunden profitieren. Unter anderem beantragte der Bürgermeister ein größeres Budget um die lokalen Straßen teeren zu lassen und um dem Bau eines modernen, lokalen Krankenhauses für Sosúa und Umgebung Priorität zu verleihen.



      Quelle: El Faro / sosuanachrichten.com
      Viel wahres was der Bürgermeister da von sich gibt.
      Doch wenn man die Leute auf die Straße locken will, dann sollte auch dort was getan werden.
      Bürgersteige begehbar machen (dies haben bisher die jeweiligen Ladenbetreiber gemacht, zumindest vor ihren Lokalen (zB dicker Hermann). Die Gemeinde vernachlässigt arg die Gehwege, die öffentliche Beleuchtung. ZB vor dem Restaurant Atlantic Blue ist die Pedro Clisante (immerhin Hauptader in Sosua) fast erloschen. Der Sicherheit nicht gerade dienlich, aber vielleicht macht man es dann so: Statt wie bisher um Mitternacht zu schließen (man erinnere sich: der Sicherheit zuliebe!), Schließung bei Sonnenuntergang?
      Scherz beiseite:
      Es ist immer einfach die Fehler bei anderen zu suchen (AI-Resort)-aber man selber muss auch etwas tun um attraktiv zu werden und in der Präsentation attraktiv zu sein.
      Sosua kann auf über 20 Jahre Tourismus zurückblicken. Wie sieht der Strand aus? Gab es Toilettenanlagen? Nein. Ein privater Investor hat vor ca.4 Jahren Toiletten gebaut. Diese sind mittlerweile mangles Wartung ebenfalls in desolatem Zustand. Treppenzugänge zum Strand sind eher halsbrecherisch. Vielleicht ist auch all das (neben der unmöglichen Sperrstundenregelung) ein Grund für den Rückgang des Tourismus?
      Es geht alles seinen karibischen Gang...