Hurrikansaison 2016

      Hurrikansaison 2016

      Nun endet sie also übermorgen. Die Hurrikansaison 2016. Eigentlich sollte man meinen eine ruhige Saison 2016, aber jeder sieht dass ein bisschen differenzierter. Trotz wenigen Gefahren in der Anzahl, haben sich doch zwei Situationen ganz entscheidend für die Dominikanische Republik ausgewirkt.

      Matthew. Am Anfang eigentlich brav und freundlich aussehend, den er nahm ja die erste Tour weit südlich in Angriff. ABER dann? Kaum die Landesgrenzen der RD passiert so besinnte man sich anders. Die Tour ging im 90 Grad Winkel Richtung Nord, und erst noch sehr gemächlich, denn kaum vorwärts kommend.

      Für Haiti und seine erodierenden Böden eine Katastrophe. Für die RD auch, aber in einer anderen Ausführung. Viel Regen in allen Landesteilen durch die immer wiederkehrenden Wolkenbänder die teilweise immer sehr starken Regen bedeuteten. Im Westen und Norden des Landes noch viel ausgeprägter da dem Zentrum von Matthew viel näher.

      Kaum war der Herr abgezogen und es beruhigte sich etwas so musste man sich einer hartnäckigen dauer Schlechtwetterlage stellen. Die Regionen von Bonao über Santiago an die Nordküste die bei weitem am meisten zu spüren bekam. Hochwasser ohne ende, dass heisst hier Zerstörung in Reinkultur an der Infrastruktur jedes einzelnen. Zerstörung von Ernte und generell der Lebensgrundlagen der sonst schon armen Bevölkerung.

      Zwar reagierte die Regierung schnell, aber halt sehr unkontrolliert und unkoordiniert. Nur Uniform tragende Helfer sagen in der RD gar nichts aus. Und im weiteren ist sie an dem Desaster auch selber beteiligt. Man lässt Flüsse ausbaggern, man zerstört mit verbotener aber geduldeter Kohleproduktion ganze Waldzüge und fördert die Bodenerosion. Man lässt illegale Bauprojekte zu. Betrachtet man real oder durch Fotos, die Schäden an der Baustruktur der Brücken und Strassen beantwortet dieses viele Fragen warum den so grosse Zerstörung möglich ist.

      Das Land wird systematisch korrumpiert und dadurch ausgebeutet. In solchen Fällen wie geschehen heisst das Millionenschäden an Leib, Leben und Sachwerten der Bevölkerung. Es wird Jahre dauern bis sich die Lage normalisiert, geschweige den sich im Landessystem auch etwas ändert.

      Schade die Spitze des Landes, Politik oder Wirtschaft hat halt eben auch einen begrenzten Horizont, den wo der Mamon sich vermehren lässt da lasse Dich nieder. Onkel Dagobert lässt grüssen.
      Früher trafst du Frauen, die konnten kochen wie deine Mutter, heute triffst du Frauen die saufen wie dein Vater!
      Dann wollen wir mal hoffen, dass die Regnerei jetzt nachlässt. Lt. Wetterbericht für Cabarete gibt's heute und morgen nochmal teils kräftigen Regen, dann nix die drauffolgenden Tage. Ich glaube jetzt mal ganz fest an diesen Bericht:

      de.nachrichten.yahoo.com/wette…k/cabarete/cabarete-69700

      Es gab ja schließlich genug Wassi von oben, die umliegenden Grundstücke stehen noch gut unter Wasser. In unserem Garten und auf der Strasse zum Ort ist es nun weitestgehend versickert .Habe schon Vorrat an Moskitospray gekauft, das ist hier immer ganz schlimm mit den Biestern.
      Wünsche uns allen besseres Wetter.