wo ist die Dom.Rep

      Jarabacoa, das hatte ich mich vor nun etwa 25 Jahren auch gefragt, als mein Gutester von einer seiner Rund-
      Reisen zurückkam und hocherfreut berichtete, dass er jetzt den idealen Platz für unsere "späten" Jahre
      ausgedeutet habe. Vorher waren immer Sri Lanka oder die Seychellen anvisiert.
      Ich hatte verschämt erst mal geguckt, wo das denn nun genau ist und mich dann natürlich auch mit
      Literatur versucht schlau zu machen.
      Bereut haben haben wir es nicht, aber so allmählich setzt immer öfter Heimweh ein. Hat sicherlich
      damit zu tun, dass mit zunehmende, Alter "die Wurzeln" rufen.
      Warum setzt Heimweh im Alter immer mehr ein Chinola??????? Es wäre schön zu wissen warum dich das jetzt erst überkommt. Oder mindestens öfters.
      Früher trafst du Frauen, die konnten kochen wie deine Mutter, heute triffst du Frauen die saufen wie dein Vater!
      Futuro, ich weiß es selbst nicht so genau. Es ist einfach das Gefühl.
      Es geht uns ja hier eigentlich gut , wir haben unser karibisches Leben schön eingerichtet.
      Und noch spielt die Gesundheit auch mit, obgleich wir jetzt beide im "Club der Siebziger" sind,
      jedenfalls den Jahren nach. "Altersgerecht" verhalten tun wir uns beide noch nicht
      wirklich, zu viele verrückte Ideen schwirren da noch rum.
      Im Sommer konnte ich ja "mein geliebtes Frankfurt am Main" ( wir haben da
      immer ein Bein gelassen) genießen. Und einige Fahrten durch die schönen
      Landschaften, im südlichen Deutschland und in Nordhessen dieses Mal.
      Jetzt zum Beispiel hätte ich schon wieder Lust, rüber zu fliegen, möchte
      den "Geruch des Herbstes" erleben, die bunten Blätter.
      Du bemerkst sicherlich, dass es bei mir innen drin kunterbunt ausschaut,
      werde mich nun erst mal um Gelassenheit bemühen.
      Ich Denke dass man im Alter sich gut überlegen soll ob man nach vielen Jahren abwesenheit wieder in die Heimat zurückkehren soll. Ich kann es mir im Moment nicht vorstellen trotz allen Wiedrichkeiten die hier herrschen. Hier habe ich meine Familie, die Kinder gehen in die Schule und muss nicht das halbe Jahr frieren wie es Romi schon schrieb. Die Freiheit müsste ich ebenfalls aufgeben was für mich am schlimmsten wäre. In der Schweiz wäre ich wieder eingeängt, das und dies darf man nicht, beim Auto oder Töffahren ständige Angst vor den Radarfallen und den Kollegenkreis müsste man sich ebenfalls wieder neu aufbauen, ist man doch nach vielen Jahren abwesenheit weg vom Schuss. Nein da bleibe ich lieber hier und ärgere mich ab und zu über die Einheimischen costumbres.
      Deine Überlegungen kann ich verstehen, Marki. Besonders im Hinblick auf Familie, Schule der .
      Da wir älter sind, stellt sich dieses Thema nicht. Arbeiten gehen müssen wir auch nicht mehr.
      Unseren Freundeskreis in Deutschland haben wir
      all die Jahre geflegt, da wir ja immer eine Weile auch dort sind. Und einige Freunde kommen in den Wintermonaten
      lieber hierher auf die Insel.
      Wir werden es wohl erst mal weiter so halten mit den geteilten "Heimaten".
      Muss nur heimwehmässig an mir arbeiten.

      i








      Auch wir haben noch denselben Freundeskreis wie vor vielen Jahren. Man besucht sich gegenseitig oder telefoniert regelmässig mit Skype. Für unsere Tochter und Grosskind sehen wir keine Zukunft hier. Von der ewigen Reiserei habe ich auch langsam genug. Also muss eine Entscheidung her. Schlechte Gesundheit ist auch ein Argument für eine Rückwanderung.
      Vor längerer Zeit hatte ich hier im Forum einen Bericht über meinen 3-jährigen Aufenthalt in der Dominikanischen Republik geschrieben.
      Er fing so an:



      Anreise
      nach Santo Domingo (war
      von 1936-1961 umbenannt in Ciudad Trujillo)
      mit

      MS
      'La Heve' der
      Compagnie Generale de Transatlantique 21.04. – 18.05.1951.

      Nachkriegsdeutschland
      lag noch weitestgehend in Trümmern. Nach der Währungsreform war,
      nicht nur bei uns, das Geld knapp; in Deutschland eine
      Beschäftigungsmöglichkeit für einen Sprengstoffchemiker undenkbar.
      So ergriff mein Vater die sich diesbezüglich bietenden Gelegenheit
      und verpflichtete sich vertraglich als Sprengstofffachmann beim Bau
      einer Sprengstoff- und Waffenfabrik in der Dominikanischen Republik.
      Auf unserem dürftigen Kartenmaterial, das wir über den Krieg retten
      konnten, war die Dominikanische Republik nur ein kleiner Fleck. Haiti
      klang da recht abenteuerlich – davon hatte man schon mal gehört
      und dachte dabei an mit Baströckchen bekleidete und Speere
      schwingende 'Menschenfresser'. Über die richtige Aussprache von
      Ciudad Trujillo rätselten wir bis zuletzt. Nachdem mein Vater die
      Lage vor Ort sondiert hatte, folgten meine Mutter im 46. und ich im
      20. Lebensjahr ihm per Schiff mit dem uns notwendig erscheinenden
      Teil unseres Hausrates.
      Wozu gibt es Google?

      Zur Aufklärung: Das Wörtchen bünzlihaft steht für kleinbürgerlich, kleinkariert - vor allem für spiessig. Die "Spiesser" waren in der Schweiz jene Mitbürger mit den langen Spießen, bei denen es extrem wichtig ist, dass die Spieße auch wirklich "gleichlang" sind.