Wer ist der beste im Land????

      Wer ist der beste im Land????

      >>>> fast wie im Märchen Schneewittchen. Nur in Sachen bauen kann das hier nicht wie ein Märchen angesehen werden, eher wie ein Horrorfilm der Superlative. Ich bin überzeugt das ein jeder Bauherr hier im Lande mit dem einheimischen Gewerbe seine Erfahrungen gemacht hat. Und dies fast zu 100 nur mit schlechten.

      Hier im Lande kommt der Spruch "Selbst ist der/die Mann/Frau" mit etwas Techn. Flair. Hier schimpfen sie sich Architekten & Ingenieur, Sanitäre, Elektriker. Sie würden in der CH/D7A nicht einmal eine Anlehre schaffen geschweige den durchstehen.

      Nach einem fertiggestellten Haus durch einen hiesigen lic. Arch/Ing. beginnen in der Regel kurz nach der Baufertigstellung die gut und vorprogrammierten Probleme. Meistens liegen sie im Bereich Infiltration (Wasser dringt in den Baukörper ein) beschädigt die Konstruktion und lässt nach kurzer Zeit die Farbe ab den Wänden und Decken blättern.

      Der vom Arch. und Bauleiter engagierte Plomero (Sanitär) legt dann seine Rohre wild, ohne Plan und völlig unverständlich durchs Haus. Das Gleiche Programm gilt für den Elektriker.

      Für mich der absolute Hammer. Nach der Fertigstellung der Grundmauern wird nicht zuerst eine verbindende Betonplatte eingegossen bevor danach die weitere Konstruktion aufgebaut wird, usw, usv.

      Zum Schluss des prächtigen Hauses wird der Garten angelegt. Bewässerungsrohre eingelegt. Diese kreuzen dann die Tubos vom Elektriker und dessen Stromzugänge für Elektrisches. Fernsehen Telefon und Internet. Zuletzt eine feine Schicht schwarze Erde darüber bevor der Gärtner die Rasenplatten einlegt, und dies mit einer solchen Mühe und Genauigkeit das dann in einem halben Jahr die Voralpen der CH ersichtlich werden.

      Freunde und alle diese Arbeitsvorgänge sind alltäglich hier. Nach der feierlichen Schlüsselübergabe, wenn es den eine gibt, und sie in der glücklichen Lage waren nicht gegen den Architekten Gerichtlich vorgehen zu müssen. freut man sich auf ein kühles Bier.

      Bald stellen sich die ersten Probleme ein. WO ist der Tubo für das Elektrische und von wo nach wo verläuft er. Das gleiche für das Wassersystem. Ach ja der Arch.Ing. muss uns die Pläne kopieren und vorbeibringen. Kaum angerufen und das Problem erklärt sucht der Fachmann nach Ausreden und brüllt in das Handy wie schlecht die Verbindung wäre. Zack und aufgelegt. Er wird nie mehr ein Telefonat von Dir annehmen. WEIL ES KEINE PLÄNE GIBT.

      Also liebe Bauherren, und bevor ihr solche werdet, fragt zuerst die anderen Residenten die hier schon ihre Erfahrungen (Gute und Schlechte) gemacht haben. Nehmt das beste heraus und lasst Euch beraten. Seht zuerst einmal solche Konstruktionen im Rohbau an, dann wisst ihr schnell Bescheid. Auch ohne grosser Fachman zu sein.
      Früher trafst du Frauen, die konnten kochen wie deine Mutter, heute triffst du Frauen die saufen wie dein Vater!
      Genau aus diesem Grund habe ich die Pläne für mein Haus selber gezeichnet, inkl. Wasser, Abwasser und das Elektrische. Das hat mir so gefallen dass ich schlussendlich das Haus selber mit einem Hilfsarbeiter zusammen gemauert habe. Ich sagte mir: ich bin zwar kein Maurer aber mit sicherheit kann ich eine Mauer genauer im Senkel mauern wie ein Campopfuscher. Die Bauzeit war sicher das doppelte und es fehlen jetzt noch einige Detailles aber dafür ist alles im Winkel.
      Futuro´s Einschätzung/Erfahrung kann ich zu 178% bestätigen. Die Lösung von Marki ist tatsächlich die Beste, wenn auch langwierig und aufwändig. Da schafft einen schon der eine Helfer bis kurz vor den Wahnsinn.

      Besonders die Geschichte mit den wild quer unter dem Haus verpappten Leitungen hat mich "zu Tränen gerührt". Rohrbruch unter dem Haus, drei Tage vor Anreise des Mieters. Wir konnten nur noch im Schweinsgalopp eine Wasserleitung durch das Schlafzimmer legen und mit einer grossen Fussbodenleiste kaschieren.

      Als zusätzlichen Tipp würde ich noch folgendes empfehlen (besonders wenn ein halbfertiges Haus übernommen wird):

      Eine möglichst gute, hochauflösende Kamera und einen Zollstock. Damit ALLES fotografieren (mit beigelegtem Meterstab) was sich irgendwie offen zeigt, ob im Boden, an der Wand oder sonstwo. Selbst bei meinen eigenen "Konstruktionen" habe ich das so gemacht und es hat mir dann später doch einiges erleichtert.
      Schlagfertigkeit ist etwas, worauf man erst 24 Stunden später kommt.
      Jeder von uns Residenten, dass merkt man an den Berichten und Antworten, sind die besseren Fachleute als die, die es hier meinen sie sind es. Ganz klar zeigt es sich wieder wie sich Arroganz, Besserwisserei und Unbelehrbarkeit auswirkt.

      Ja es ist verdammt wichtig das man Fotos macht mit Meterstab wie @Agricola es beschreibt. Oder die Pläne selber macht wie @Marki. So ist man bei eventuellen Störungen gewappnet und muss nicht das halbe Haus zerstören um ein Leck zu finden. Den hier sind die Einheimischen ja Spezialisten. Das eine mit ach und Krach in Ordnung bringe, dafür etwas anderes zu beschädigen. Also redet, fragt die Residenten die viel gesehen, erfahren und selber gemacht haben.

      Jedenfalls mir kommt keiner mehr ins Haus, der mehr arbeit verursacht als das er erledigt. Ich mache meinen Unterhalt und die Werterhaltung selber. Spart mir viel Geld und Ärger danach. Es braucht ein bisschen länger dafür mit Qualität erledigt.
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      Ja nun kreisen sie wieder um die Häuser und Strassen.

      Die Gartenhaag und Landstreicher (Maler) und preisen ihre gute Arbeit an. Klar man will sein Weihnachtsgeld noch etwas auffrischen. Gute Arbeit weit gefehlt. Schleifen, reinigen, abdecken. streichen??? Ja letzteres sicher überall gut verschmiert, mehr Farbe dort wo sie nicht hingehört. Klassisches Wolkengebilde. Und das ganze erst noch in einer feuchten Jahreshälfte aufgetragen. Alles supi gemacht, abkassieren und "Hasta aber nicht luego"
      Streichen sollte man so oder so nur in Trockenperioden. Grundieren ist wichtig, bevor man den zum eigentlichen Anstrich übergeht. Sparen bei der Farbe rächt sich meistens nach kurzer Zeit.

      Das ganze Spiel natürlich auch bei den selbstgestrickten Plomeros und Elektrofachkräften. Danke auch da nein. Mal zuminst was es den Plomero betrifft. Da werden keine PVC Rohre angeschliffen, und mit Alkohol gereinigt, sondern da wird direkt mit PVC Cement zugeschmiert. Geht schneller klar, wird auch schneller leck.

      Mit dem Elektrischen bin ich etwas vorsichtiger. Da gibt es Sachen die erledige ich selber, und da gibt es welche Tätigkeiten die ich mir von einem ehemaligen jetzt selbständigen Hotelelektriker von Bavaro machen lasse.

      Ich habe auch angefangen Pläne mit den Vorhandenen Tubos zu erstellen. Also lasst Euch nicht entmutigen. Mann/Frau lernt ja immer in diesem Land wie man es nicht machen sollte., so ist also alles andere schon perfekt.
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