Restaurantkritik „Erdinger Biergarten"

      Restaurantkritik „Erdinger Biergarten"

      In der vergangenen Woche war ich einige Tage in Santo Domingo. Dies führte mich dann auch in diverse Gastro-Einrichtungen. so wie in den

      E R D I N G E R B I E R G A R T E N

      Was man, anhand des Namens, glauben könnte: hier gibt es Erdinger! Ja, Volltreffer. In der Menükarte findet man auch noch Franziskaner, Paulaner und viele andere deutsche Biersorten. Nur leider verneinte der Kellner jede Bestellung, Dafür bot er eine andere Sorte an die man dann bei der dritten Wiederholung als „Krombacher“ identifizieren konnte.
      Das kleine Krombacher Pils zu 100 RD$, akzeptabel.

      Das Restaurant proppenvoll, an einem Mittwoch (oder Donnerstag?). Egal, die Musik war gut, (Rock der 70er und 80er Jahre), endlich mal kein Merengue oder Bachata. Und das, obwohl 95% des Publikums Dominikaner waren (und rund 100 Gäste da waren). Der Kompromiss: sehr laut.

      Es gab ein ALL YOU CAN EAT BUFFET, für mich natürlich erste Wahl. Esse ja gerne und viel.
      Der Gemüsesalat (Möhren, Toyota, Brokkoli und Blumenkohl) war knackig und gut. Der Kartoffelsalat - ich versuchte nicht, sah mir eher aus wie Ensalada Ruso, mit vielen Möhren. AUsserdem halte ich mich bei Mayonnaise gern zurück...obwohl, auch das positiv, es war wohl alles frisch, Die beiden Saucen die es zum BBQ gab wurden frisch aufgefüllt.
      Das Buffet selbst dann eher ein Reinfall. Bratwurst in Scheibchen. Huhn in Stücken, Frikadellen in kleinen Stücken, Rippchen, Koteletts, und Fleischspieße.

      Mit anderen Worten: bei der angebotenen Preiskategorie von 480 RD$ hätte man Berge essen müssen um annähernd Plus/Minus rauszukommen. Das aber ist ja nicht das Ziel, der Gastronom sollte ja auch verdienen.
      Die Wurst, wie auch Frikadellen, sehr salzig. Die Rippchen leider nicht vorgekocht (aber das ist auch Ansichtssache), Koteletts dominikanisch (sehr durch und noch mehr trocken), Hühnerteile nahm ich auch nicht...aber die Fleischspieße waren wieder gut.

      Am Ende muss ich sagen: zu laut, zu salzig und dann die Überraschung: als Tourist sollte man sich vorher RD$ einstecken! Denn wer mit USD zahlt bekommt nur 36 RD$ gutgeschrieben. Kenne keine Wechselbank die einen schlechteren Kurs anbietet (aktuell laut xe.com 43,7). Somit verrechnet man einen Kurs der bei Stand 2010 steht. Über 20% mehr bekommt man seither, also hier wird noch mal kräftig abkassiert.

      Die Bedienung war (angesichts des vollen Lokals) aufmerksam und an einem Tisch feierte man Geburtstag, dementsprechend gab es auch ein Geburtstagsständchen aus der Anlage, in spanisch. Aufmerksam.

      Aber was für mich zählt: es sollte schmecken und für mich war es definitiv zu salzig. Dass ein Bierlokal nun eine riesige Bierliste im Menu hat und dann kaum was auf Vorrat hat - peinlich. NO HAY - das kennt man eher von dominikanischen Geschäften und nicht von gut geführten Lokalen mit einer deutschen Leitung. Da hapert es wohl gewaltig .

      Nochmal Erdinger Biergarten? :/ eher nicht :thumbdown:
      Es geht alles seinen karibischen Gang...
      Warum erstaunt der Bericht mich nicht wirklich?

      Eines verstehe ich in den paar Jahren hier immer noch nicht. Perdon will es nicht verstehen! Da vertreibt man Deutsche Spitzenprodukte, nicht nur das Bier auch anderes. Produziert Produkte die hier im Land selten an allen Ecken und enden zu finden sind. Hier hat man Kunden und solche die es gerne werden möchten. Sicheres Einkommen,klar mit Arbeit verbunden den von nix kommt nix.
      Ist da zu wenig flüssiges vorhanden, zahlen die Kunden schlecht, hat man kein Gespür für das Geschäft und die Partner? Missgunst, Neid, Arroganz oder hat man sich den hiesigen Verhältnissen angepasst.


      Ja klar die Preise sind eine Sache, das zu Verfügung stellen eine andere. Darum verstehe ich nicht wieso das man es nicht auf die Reihe bekommt als Generalimporteur eine dauerhafte Lieferkette zu organisieren. Das für mich doch eigenartige ist dass viele Geschäfte von Residenten normal und dauerhaft funktionieren. Beweise gibt es genug. Das Obenerwähnte anscheinend weniger. Erstaunlich an solchen Betriebslagen und mit solchen Produkten.
      Früher trafst du Frauen, die konnten kochen wie deine Mutter, heute triffst du Frauen die saufen wie dein Vater!
      Kann es ergänzen. War doch noch mal da weil eine Bekannte dort „deutsche Küche“ probieren wollte, und Weizenbier.
      Wir sassen abends aussen am Parkplatz. Auch nach Winken kam keine Bedienung. Nach 10 Minuten dann endlich...der Kellner. Also dann: 2 Weizen... > NO HAY. Nur ein einziges deutsches Pils. Danke, wir gingen.

      Ein Stück weiter : D’Luis. Absolut Klasse! Mus sich gleichmal schreiben
      Es geht alles seinen karibischen Gang...