Remesas sind immer noch ein wichtiger Einnahmeherd

      Remesas sind immer noch ein wichtiger Einnahmeherd

      Dominikanische Republik: Remesas waren im Jahr 2013 leicht rückläufig

      Santo Domingo.- Wovon leben die hier eigentlich? Diese Frage stellen immer wieder die Touristen wenn sie geschockt sind von der Armut in der offiziell 42% der Bevölkerung leben. Die Pessimisten verweisen auf Drogenhandel und Kriminalität mit der sich viele über Wasser halten. Dies jedoch kann man nicht in Zahlen belegen und ausdrücken.

      Neben dem Tourismus, der Landwirtschaft und Viehzucht sowie dem Bausektor gibt es eine bedeutende Einnahmequelle die sehr vielen Familien in der Dominikanischen Republik hilft: Remesas. Dies sind die Gelder, welche im Ausland lebende Dominikaner an ihre Familien in der Heimat überweisen. Laut Aussagen der BID (Interamerikanische Entwicklungsbank) gingen im Jahr 2013 die „Remesas“ in der Region Lateinamerika / Karibik leicht zurück. 61.300 Millionen USD flossen noch im Jahr 2012, im Folgejahr waren es 61.251 Millionen USD.

      Für die Dominikanische Republik gibt es ebenfalls detaillierte Zahlen. 3.333 Mio. USD kamen im Jahr 2013 als „Familienhilfe“ ins Land, 2012 waren es noch 3.900 Millionen. Das entspricht 14,4% weniger Einnahmen für die in der Heimat verbliebenen Familienmitglieder. Die meisten Überweisungen kommen aus den USA und Europa (hier vor allem aus Spanien).

      Die meisten Remesas erhält Mexiko mit 21,58 Milliarden USD, Guatemala (5,104 Mrd. USD), Kolumbien (4,071 Mrd. USD), gefolgt von El Salvador (3,969 Mrd. USD) und der Dominikanischen Republik (3,333 Mrd. USD). Weitere Reihenfolge, mit deutlich geringeren Summen: Honduras, Ecuador, Jamaika, Haiti, Peru, Bolivien, Argentinien, Chile, Venezuela, Panama, Paraguay, Costa Rica, Guayana, Uruguay, Trinidad & Tobago sowie Surinam.
      Im März 2014 gab es in der Dominikanischen Republik einen leichten Anstieg von 3,5% bei den Remesas.
      Es geht alles seinen karibischen Gang...