Chikungunya - fast 78.000 Fälle

      Chikungunya - fast 78.000 Fälle

      und stündlich kommen Dutzende neuer Patienten hinzu…

      Mehr als 77.000 Menschen in der Dominikanischen Republik erkrankten an Chikunguya-Virus

      Santo Domingo.- Offiziell bestätigte Gesundheitsminister Freddy Hidalgo Nunez vor Vertretern der OPS (Panamerikanische Gesundheitsorganisation) 77.320 Fälle von Chikungunya-Infektionen in der Dominikanischen Republik. Rasend schnell hat sich der Virus, welcher nach Angaben der Gesundheitsbehörde seit April 2014 bestätigt wurde, ausgebreitet. 77.320 Fälle, registrierte Patienten in öffentlichen Hospitälern, privaten Kliniken und anderen medizinischen Zentren wurden notiert, doch einige Patienten haben sich auch privat therapiert. Chikungunya-Fieber gilt als nicht lebensbedrohlich, ist jedoch mit hohem Fieber und starken Schmerzen verbunden die man symptomatisch mit Medikamenten behandeln kann.

      Übertragen wird der Virus durch die Tigermücke oder Aedes aegypti. Der Moskito ist bereits seit Jahren in der Dominikanischen Republik etabliert und verbreitete den gefährlicheren Dengue-Virus. Die Behörden bitten die Bevölkerung um Vertrauen, wenn es auch momentan an vielen Ecken an entsprechender Hilfe fehlt. In vielen Hospitälern warten Patienten stundenlang bevor sie von Krankenschwestern und oder Ärzten behandelt werden. Das Problem: Auch das medizinische Personal wird vom Moskito gestochen und erkrankt, fällt tagelang wegen hohen Fiebers aus.

      Die Bevölkerung soll mithelfen, denn in einem einzigen Wasserreservoir können pro Tag bis zu 150 Moskitolarven produziert werden. Es ist daher wichtig auf Sauberkeit zu achten, in Plastikbehältnissen oder anderen Abfällen (z.B. Reifen) bilden sich kleine Wasserpfützen, ausreichend für eine Brutstätte.

      Laut OPS sind bereits 18 Länder im lateinamerikanischen Raum und der Karibik von dem Chikungunya-Virus befallen. Insgesamt zählte man bisher 130.941 Fälle, mehr als die Hälfte der Fälle gibt es in der Dominikanischen Republik. Dies zeigt deutlich wie wichtig umgehende Maßnahmen zur Bekämpfung des Moskitos sind. Immer mehr Länder sind betroffen, am Mittwoch registrierte man den ersten Fall in El Salvador.
      Es geht alles seinen karibischen Gang...