BRAUEREI liefert Strom

      BRAUEREI liefert Strom

      Dominikanische Brauerei verkauft nun auch Strom

      Santo Domingo.- Not macht erfinderisch. Die Bierumsätze in der Dominikanischen Republik waren in den vergangenen Monaten rückläufig. Schlechte Wirtschaftslage bei der Bevölkerung – da steht der „Bierdurst“ hinten an. Andererseits hat die dominikanische Regierung ebenfalls ein Problem: Energiedefizit. Gerade jetzt, wo die heißen Monate kommen will man nicht nur den Durst löschen sondern auch gern sein Umfeld etwas kühlen. Doch der Stromverbrauch durch die steigende Inbetriebnahme von Klimaanlagen führt zu einem ebenfalls steigenden Defizit. Ein wenig Abhilfe kann nun das Abkommen schaffen welches die CND (Cervezeria Nacional Dominicana) mit der Regierung getroffen hat.

      Weil Strom ein Problem ist im Land produziert die Brauerei in einem eigenen Kraftwerk (mit Erdgas betrieben) ihre elektrische Energie. 15 Megawatt kann man produzieren, mehr als genug um den Eigenbedarf zu decken, man kann sogar noch Energie liefern. Franklin León, Prasident der CND zeigt sich zufrieden mit dem geschlossenen Abkommen welches nun zu Mehreinnahmen für das Unternehmen führt und gleichzeitig ein wenig dazu beiträgt den Stromdefizit zu senken. Die CNE (Nationale Energiekommission) zeigt sich ebenfalls begeistert von der Idee den Überschuss der Brauereiproduktion (Strom, nicht Bier!) übernehmen zu können.

      Die CND verfügt insgesamt über drei Motoren welche elektrische Energie erzeugen, zwei Motoren liefern je 3.690 KW und ein weiterer Motor kann konstant 7.280 KW erzeugen.
      Es geht alles seinen karibischen Gang...
      Ja, aber ob die auch für die Stromlieferungen bezahlt werden? Schlussendlich könnten alle Kraftwerke hier im Lande genügend Strom produzieren, wenn sie dann auch bezahlt würden. Ich bin mal gespannt, wie das mit den Wind- und Sonnenparks funktioniert, wenn die kein Geld bekommen. Mit Sicherheit wird es denen nicht besser gehen, als den herkömmlichen Kraftwerken.
      Das Beispiel mit Wind- und Sonnenenergiekraftwerken ist gut.

      Denn in einem Punkt sin sie der „Konkurrenz“ unterlegen. Kohle/Gas- Kraftwerke sagen dann immer: wir haben kein Geld mehr um Brennstoffe zu kaufen und stellen Energieproduktion ein.
      Man kann aber schlecht sagen dass man Sonne oder Wind bezahlen muss. Hoffentlich haben diese Unternehmen einen dominikanischen Geschäftsführer, dann finden die auch eine Ausrede
      Es geht alles seinen karibischen Gang...
      Achim, genau das habe ich mir auch schon überlegt.
      Die Betreiber sind ja meines Wissens alles europäische Firmen, die sich wahrscheinlich darin sonnen, hier ein paar Anlagen aufstellen zu können, nachdem in Europa die Subventionen immer mehr zusammen gestrichen werden. Das böse Erwachen kommt dann später, wenn die Rechnungen für die Stromlieferungen nicht bezahlt werden. Willkommen im Club.