DOMINIKANER UND IHRE MUSIK ( Merenque und Bachata )

      DOMINIKANER UND IHRE MUSIK ( Merenque und Bachata )

      Unter all den Rythmen, die den Brauchtum der Musik bereichern, ist der MERENQUE der König, weshalb er zum unantastbaren nationalen Kulturerbe des dominikanischen Staates erklärt wurde. Ihre Art variiert von Generation zu Generation in derselben Weise wie der Lebensstil.
      Dominikaner sind ein fröhliches Volk, das sich im Rhythmus seiner volkstümlichen Musik bewegt, und es, wie ein Karnevalsschlager sagt, „am Tage auf der Straße tanzt... nachts auf der Straße tanzt...”.

      Jeder, der einen Merengue hört, bewegt sich automatisch zum ansteckenden Rhythmus der Güira, der Trommel und des Akkordeons. Genau wie im 19. Jahrhundert, als Lanner und Strauss den Walzer in die Tavernen, in die Tanzsäle und in die kaiserlichen Theater brachten, wurde der dominikanische Merengue von nationalen und internationalen Symphonie-Orchestern interpretiert. Das geschah dank wichtiger dominikanischer Komponisten vergangener und gegenwärtiger Zeiten, wie Julio Alberto Hernández, Juan Francisco García, José Dolores Cerón, Luis Alberti, Rafael Solano und Bienvenido Bustamante und anderen.
      Auch Enrique de Marchena, Luis Mena, Francisco Ignacio, Ramón Díaz, Manuel Simó, Juan Luis Guerra, Michael Camilo und José Antonio Molina kultivierten die traditionellen musikalischen Formen.
      Die Dominikaner lieben das Tanzen. Der französische Beobachter Pater Labat, der 1795 nach Hispanola kam, als Spanien durch Unterzeichnung des Vertrages von Basel die Insel an Frankreich abtrat, bemerkte hierzu: „Der Tanz ist in Santo Domingo die Lieblingsleidenschaft und ich glaube nicht, dass es auf der Welt ein anderes Volk gibt, das dem Tanzen mehr zugetan ist...”.

      Und es ist wahr, in der Seele des Dominikaners kann nur der Gesang mit dem Tanz wetteifern. Hier ist es noch üblich, die Kinder mit einem Wiegenlied in den Schlaf zu schaukeln. Die Kinder wachsen mit von Gesang begleiteten Spielen auf und es ist weiterhin Brauch, vor dem Schulbeginn zu singen. Die erwachsene Landbevölkerung singt bei der Feldarbeit Volkslieder, improvisierte Weisen und Arbeitslieder. Man singt beim Beten und wenn man verliebt ist. Daher kommt auch der Brauch des Ständchenbringens, um der geliebten Frau seine Gefühle zu offenbaren. Unrd wenn
      auf dem Lande ein Kind stirbt, wird auch beim „Baquiní” (einer festlichen Beerdigungszeremonie) gesungen.

      Der BACHATA, eine Musikrichtung, welche an die Wurzeln des Bolero-Son aus Kuba und des Tanzes aus Puerto Rico erinnert, wurde an den musikalischen Geschmack und die Wesensart des Dominikanischen Volkes angepasst. Der Bachata, auch bekannt als „die Musik des Herzschmerzes„, ist eine Musikrichtung, die im Ausland grosses Ansehen geniesst und als authentische
      Repräsentation der Einwohner der ländlichen Zonen auf öffentlichen Feiern in der Dominikanischen Republik gilt.

      Die „Güira” ist ein typisch dominikanisches Instrument, das sich als Weißblechreibe in Form eines hohlen Zylinders präsentiert und beim rhythmischen Darüberstreichen mit einer Metallgabel ein kratzendes Geräusch abgibt. Die Indios benutzten sie im „Areíto”, einer festlichen Zeremonie.
      Sie fertigten sie aus den runden Früchten des gleichnamigen Baumes, die sie aushöhlten und mit Rillen versahen, um sie dann mit einem gabelförmigen Zweig zu kratzen. Es gibt auch heute noch „Pericos Ripiaos”, die diese Art von Güira benutzen.

      Der „Perico Ripiao” ist die kleinste musikalische Ausdrucksform. Er besteht aus nur drei Musikanten, die die volkstümliche Musik spielen.
      Die Trommel hat nicht ohne Grund einen besonderen Klang. Sie ist auf der einen Seite mit der Haut einer alten Ziege bespannt, auf der anderen mit der Haut einer jungen Ziege, die noch nie geworfen hat und beide Seite sind mit einheimischem Rum gegerbt.

      Die „Güira”
      youtube.com/watch?v=DCEOM-_KZAo

      Der „Perico Ripiao” ( bestehend aus Trommel, Güira und Accordeon ) wie hier in der Schule, was schon die Kleinsten lernen!
      http://www.youtube.com/watch?v=zP4IiZB2RUg

      TROTZ DER ARMUT UND PROBLEME IST IHRE MUSIK EINE BEREICHERUNG LEBENSFREUDE PUR, TÖSTET IN DIESEM AUGENBLICK ÜBER ALLE SORGEN UND NÖTEN HINWEG!

      - Sollten wir uns mal hier Gedanken darüber machen -
      Diese Hommage an den Merengue - und auch an den Bachata - finde ich sehr gut. Dank dafür!
      Leider wird darüber allzu viel gelästert, da diese typische Musik in der Dominikanischen Republik mit großer Lautstärke in Verbindung gebracht wird.
      Wenn Luis Alberti diese Melodien live im alten Hotel Jaragua zelebrierte, war es ein Hochgenuss - nicht nur für die Einheimischen!
      Heinz, viele (auch junge) Dominikaner lieben vor allem den Merengue der 70er und 80er Jahre.

      Seither ist, wie fast überall, ein Sittenverfall in den TExten festzustellen.

      Wenn diese Musik dezent im Hintergrund läuft ist sie durchaus erträglich. Aber wehe die Membrane flattert...und es kommt aus drei Richtungen gleichzeit ein anderes Lied. Dann ist bei mir der Geduldsfaden sehr dünn.
      Es geht alles seinen karibischen Gang...