Traurige Momente

      Traurige Momente

      Ich fuhr mit ca. 90 km/h den Berg von Altamira nach Navarrete hinunter. Damit war ich schon laut Straßenverkehrsordnung 10 km/h zu schnell.

      Von hinten sah ich einen Kleinlaster herabfliegen.
      Und schon überholte er, mit einem Riesentempo. Das Fahrzueg war ein den kleinen Plataneros und dem Daihatsu LKW.
      Die Ladefläche ein Selbstbau-AUfbau, Riesenkiste. Damit war das Gefährt sehr instabil und ich fragte mich wie ein Elchtest wohl ausgehen würde.

      Der Mini-LKW schoss den Berg runter, überholte einen Bus.

      Und dann kommen die Momente die im Schnelldurchgang geschehen, doch jeder AUgenblick prägt sich ein wie eine Ewigkeit.

      Auf der Strasse liegt ein halbes Fahrrad.
      Auf der gegenüberliegenden Seite sehe ich eine Frau, kehrend.

      Sie schaute grad auf, die Augen gross, das Gesicht erstarrt. Einen Moment lang, dann kam der Schrei und sie rannte los.

      Was war geschehen? Der Kleinlaster hatte ein Kind samt Fahrrad erfasst.

      Ich habe das gemacht was man hier tun soll und in D unter Strafe steht.
      Unterlassene Hilfeleistung. Ich fuhr weiter.
      Der Busfahrer (der gerade überholt worden war vom Minilaster) hatte gut reagiert. Denn der Unfallfahrer hatte auch angehalten.
      Der Bus zog vor den KleinLKW und blockierte diesen, Weiterfahrt nicht möglich.

      Ich tröste mich. Es waren Helfer vor Ort und als Gringo, nein, nachher ist man wieder Schuld. Man fuhr ja so langsam und provozierte womöglich den Überholvorgang.

      Denn sie wissen nicht was sie tun > passt auch hier wieder. Wie kann man an einer Strasse wo die Häuser direkt daneben sind und Leute herumlaufen mit einem so kippligen Ding rasen wie die Feuerwehr?

      Ich hoffe nur dass dem Kind nicht schlimmes passiert ist. Gesehen habe ich es nicht. Bei der Geschwindigkeit und dem "Rest von Fahrrad"was auf der STrasse lag befürchte ich das Schlimmste.
      Es geht alles seinen karibischen Gang...
      So traurig das auch ist. Einerseits sollte, ob gesetzlich geregelt oder nicht, aus moralischen Gründen auf jeden Fall Hilfe geleistet werden. Aber in der RD herrschen ja ganz andere Regeln. Sofern einem gringo, auch wenn er vollkommen unschuldig ist, etwas angedichtet werden könnte, ist er zum Handeln in seinem eigenen Interesse leider gezwungen. Solch eine Entscheidung ist innerhalb kürzester Zeit zu fällen und nicht erst nach anwaltlicher Beratung. M.E. hat suroeste richtg entschieden, um nicht in die Mühle zu geraten!
      Heinz,
      da kommen viele weitere Folgepunkte hinzu.

      Nehmen wir an Du hilfst. Fährst das Unfallopfer in die Klinik.
      Die will erstmal Sicherheiten. Wer zahlt?

      Versicherung? Gibt es keine
      Die Familie? Hat kein Geld

      Wer steht da? der Gringo!

      Und auch wenn Du noch so gut ausgebildet bist, Du machst Erste Hilfe. Es endet aber mit dem Tod. Man sucht einen Schuldigen.
      Den Unfallfahrer? Der hat nix.
      Wer war da noch?

      All dies sind Dinge die ich nur schwer verstehe und nicht akzeptieren kann.
      Doch eines ist sicher> Mein Hemd ist mir näher als die Hose eines anderen!

      Dann denke ich wieder an unseren Heinz.n

      Seine Aktion mit der Dengue-Aufklärung.
      Und? Dengue hat in diesem Jahr stark zugenommen. 70% der Falle waren in Provinzen zu denen auch Monseñor Nouel gehörte.

      Seine Aktion mit dem "kallibrieren".
      Da gurkt so ein junger Taugenichts in sein Auto und er versucht wieder aufzuklären.

      Was sehe ich auf den Strassen: kallibrierende Volldeppen.

      Denn sie wissen nicht was sie tun? Oder: beratungsresistent?

      In dem Zusammenhang denke ich an einen Ex-Chef. Er leitete ehrenamtlich eine Gruppe der AA.
      Ich sah sie immer zu uns kommen, jeden Freitag im med. Zentrum. Ihre Beratungen...und viele wurden immer wieder rückfällig. Ich fragte ihn dann mal warum er seine Zeit da vergeudet?

      Seine Antwort: Und wenn ich nur einen Menschen trocken kriege - dann hat sich der ganze Aufwand gelohnt.

      So denke ich dann wieder an Heinz.N
      Wenn nur einer seinen Garten sauber hält und Moskitos keine Brutstätte finden...
      Wenn nur einer beide Räder zum Fahren benutzt...

      Wie nun wenn man den Berufskraftfahrern mal in Kursen zeigt was für Fliehkräfte wirken. Wie Bremswege berechnet werden...usw. Vielleicht hätte man dann wieder ein Unfallopfer weniger.

      Ne. Dazu fehlt mir der Glaube, die Energie :jhsge und vor allem auch die Lust. Sie wissen ja und sie machen das schon immer so...also fein: NICHT EINMISCHEN! :icqy
      Es geht alles seinen karibischen Gang...
      wenn andere leute da sind nur weiter fahren und am besten nicht mal schauen.
      ich habe mal jemanden nach einen unfall ins krankenhaus gebracht.
      ich meinte es gut,war kein anders auto da.also ich im krankenhaus,hat er eine versicherung,er nein.
      haben sie geld,er nein,sie, nehmen sie ihn wieder mit.ab ins andere krankenhaus,gleiche frage,versicherung ? er nein und jetzt kommst,sie haben sie geld?er mein freund hat mein geld,ich war jetzt sein freund,kannte ihn aber garnicht.ich frage die schwester?wo ist den hier das wc ?
      sie sagt unten.ich runter,da war auch der ausgang und weg.
      so kanns gehen und das auto war auch noch voll mit blut.
      besser,nichts sehen in solchen fall und nicht den retter spielen.ist zwar sonst nicht mein fall aber man lernt ja zu.

      bin ich moses?habe ich eine klingel am bein? syxz