Ist das nicht traurig?

      Ist das nicht traurig?

      Als ich gestern in Puerto Plata unterwegs war, kam ich an einem Friedhof vorbei, an dessen Eingang ein Wachmann sitzt mit der Flinte. Rein aus interesse musste ich ihn doch mal fragen, warum man einen Friedhof bewacht, weil man vielleicht Angst hat, das Leichen abhauen könnten. Da würde die Flinte sowieso nichts nützen, weil sie doch eh schon alle Tod sind. " In der Tat " antwortete er, " verschwinden in der letzten Zeit erschreckend viele Leichen. Man findet aufgebrochene Gruften und Särge, nur um zu sehen, ob es irgendetwas gibt, was noch zu verwenden ist und sich zu Geld machen lässt, wie Goldzähne! "
      Ja, irgendwie Verständnis, habe ich schon dafür, mit Gulli - und Kanaldeckeln lässt sich ja mittlerweile kein Geld mehr verdienen, sind ja sowieso schon alle gestohlen!

      " Na ja, das mit dem geklauten Kanaldeckeln ist nicht wahr", meinte ein Polizist, " man hat sie nur entfernt, damit das Wasser bei starken Regen besser abläuft!" Ok, das leuchtet mir ein.

      Wahrlich wahr......

      El.loco schrieb:

      verschwinden in der letzten Zeit erschreckend viele


      schlimm wen es >Sterbliche Ueberreste sind die gestohlen werden um daraus Geld zu schlagen. Das nennt man dann wohl Leichenflederei. Das passiert ja hier im Lande Tagtäglich bei Unfällen das muss ich nicht zuerst auf dem Friedhof sein. Bestohlen werde ich vorher schon.

      Im weiteren ist es auch usus das in die Särge unzählige Löcher geschlagen werden bevor dieser in die Gruft eingemauert werden. Man stiehlt ja hier auch gerne das letzte hab und Gut und wenn's nur der Sarg ist zum wiederverkaufen.

      Ich finde alles mehr als nur traurig. Meinen Ausdruck würde den Rahmen hier sprengen.
      Früher trafst du Frauen, die konnten kochen wie deine Mutter, heute triffst du Frauen die saufen wie dein Vater!
      Also mal ein Rückblick der News:

      es wurde berichtet von Männern die im Südwesten die Gräber leerten und die Schädel verkauften - an Mediziner und Studenten oder an Voodoozauberer...

      Dann gab es die Geschichte mit den Satanisten. War irgendwo um La Romana...
      Frische Tote wurden gefleddert und der Organe beraubt

      Auch nicht selten> Metalldiebe klauen Kreuze und Vergitterungen.

      Und noch ein Klops, passierte einem Bekannten:
      Es gab einen Todesfall in der Familie...und da nun in Zukunft bald noch mehr sterben hat man gleich so ein Ding gebaut wo man vier Säerge übereinander reinschieben kann.
      Ein Fach war belegt - die tote Mutter lag drin.
      Wenige Wochen später ging man ans Grab und staunte nicht schlecht! Die anderen Fácher waren belegt!
      Die Friedhofsverwaltung: Och, ist uns garnicht aufgefallen. Da hatten wohl welche kein Geld und haben die einfach da reingeschoben....

      Also ich weiss dass ich meine Eltern in eine Urne steck und dann im Garten ein Plätzchen finden werde.
      Mit Sicherheit nicht auf einen dominikanischen Friedhof!
      Es geht alles seinen karibischen Gang...
      Ich habe einen Friedhof besucht und nie vergessen, hier in Higuey. Ein lieber Freund war gestorben. Das war so ein trauriger Anblick. Eine Baustelle und überall wo es die kleinen Fliegen hatte, haben sie die neuen Toten reingelegt. Man hatte nicht mal gut zubetoniert. Keine Blumen, nichts. Das würde ja gestohlen. Da ging ich einmal hin und nie wieder. Ich habe erst kürzlich erlebt,als meine Mutter starb, dass man mit BLANDINO, dem Bestattungsinstitut, am Besten fährt. Die übernehmen die Kremierung und alle notwendigen Papiere.
      Mit einem solchen Volk mit so wenig Moral und Ethik ist kein menschliches Zusammenleben auf Dauer möglich.

      Aus diesem Grund ziehe ich meinen Umgang mit ausgesuchten deutschsprachigen Residenten (die es im Norden bekanntlich in großer Zahl gibt) vor und halte nur wenig Kontakt zur einheimischen Bevölkerung. Und wer will es mir da verdenken, dass ich wenig spanisch spreche!? Habe einfach auch die Lust an einer Kommunikation verloren, zudem ich einen Rückzug oder Umzug in Erwägung ziehe. Die Waage der Zumutbarkeit neigt sich immer mehr in eine Richtung...

      Da gibt es natürlich viele Gründe.......

      Winni schrieb:

      Die Waage der Zumutbarkeit neigt sich immer mehr in eine Richtung...


      die einen mögen privater Natur sein. Die anderen sind wie wir sie alle kennen verschiedener und doch gleicher Natur. Nebst dem das die Kriminalität und die Hemmschwelle immer mehr abnimmt, kommt auf der anderen Seite das immer teuerer werdende Leben im Alltagsbereich dazu.

      Letzteres macht mir beileibe immer mehr mühe für mittelmässige Produkte immer mehr zu bezahlen. Im weiteren sind die Steueraufschläge bereits und stark spürbar.

      Ja die werte Regierung soll weiter so mit dem Kreiselmäher wirken. Da nützen dann alle Bodenlosen Spenden der EU und anderer Länder nichts mehr. Auch die Investitionen von Taiwan, Brasilien und etc. sind dann nur noch wie Sandkörner wenn sich nach und nach alles verabschiedet weil nichts mehr bezahlbar ist.

      Entweder selber kein Geld mehr oder man wird halb zur Leiche weil man bestehlen wird.
      Früher trafst du Frauen, die konnten kochen wie deine Mutter, heute triffst du Frauen die saufen wie dein Vater!