Neue Einreisebestimmungen für Deutsche

      update 10/2012

      Da wir gerade mitten in dem Visa-Beantragungsverfahren gebe ich hier mal ein kleines update zu den veränderten Einreisebestimmungen, so wie wir es bis jetzt erlebt haben. Unser Visa-Antrag ist weder ein Arbeits-Visa, noch ein Rentista Visa. Die Beschreibung bezieht sich immer auf eine Person. Unsere gemachte Erfahrung muss nicht zwingend identisch für alle Beantragungsverfahren sein. (Stand: Oktober 2012)

      Teil I (weitere Teile folgen entsprechend unserem Prozess-Fortschritt)

      Die Visa Beantragung muss auf jeden Fall in Deutschland gestartet werden. Eine Einreise in die DomRep als Tourist mit Beantragung in Santo Domingo ist micht mehr zulässig (Zitat: Dominikanische Botschaft in Berlin). Vergesst die Honorar-Konsulate in Deutschland. Letztendlich geben sie auch nur Euren Antrag an die Botschaft weiter und Ihr verliert unnötig Zeit. Geht direkt über die Botschaft.

      Also, wir mussten zunächst folgende Unterlagen vorbereiten:

      - Polizeiliches Führungszeugnis mit Überbeglaubigung einer übergeordneten Behörde (15,00 Euro + 30,00 Euro für die Überbeglaubigung)
      - Gesundheitsattest eines Arztes mit Überbeglaubigung, aus denen zu entnehmen ist, dass keine ansteckenden Krankheiten vorliegen (keine Kosten)
      - Geburtsurkunde mit Überbeglaubigung (10,00 Euro + 15,00 Euro für die Überbeglaubigung)
      - Heiratsurkunde mit Überbeglaubigung (10,00 Euro + 15,00 Euro für die Überbeglaubigung)
      - Anschreiben an den Secretario de Estado de Relaciones Exteriores über die Gründe für die Beantragung des Visas
      - Aufkärung über die Vermögensverhältnisse
      - Wir haben sicherheitshalber eine notarielle Beglaubigung eines Bürgen in der DomRep beigefügt
      - Frankierter Rückumschlag mit eigener Adresse für die Botschaft

      Alle Schreiben müssen von einem von der Botschaft beeideten Übersetzter ins Spanische übersetzt werden (Kosten ca. 600,00 Euro). Der Übersetzer reicht die Unterlagen nach erfolgter Übersetzung direkt an die Botschaft weiter.

      Parallel reicht man bei der Botschaft in Berlin die Reisepässe (mindestens mit Restlaufzeit 6 Monate), Kopien der Personalausweise, 2 x Biometrische Passbilder pro Person und das in spanisch ausgefüllte Formular 509 (FORMULARIO SOLICITUD DE VISA) ein. Ca. 2 Wochen später erhält man die Aufforderung von der Botschaft, eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 600,00 Euro auf ein Konto der Botschaft zu überweisen. Ihr teilt daraufhin der Botschaft mit, ab wann das Visa seine Gültigkeit haben soll und dann erfolgt die Rücksendung der Reisepässe mit Visa-Beginn an die angegebene Adresse. Das Visa ist nur für 60 Tage gültig. Innerhalb dieser Zeit muss das Antragsverfahren in der DomRep bei der Einwanderungsbehörde in Santo Domingo gestartet werden.

      Insgesamt hat der Vorgang 6 Wochen gedauert - von der Beschaffung der Dokumente inkl. der Überbeglaubigungen bis zur Visa Erteilung. Die Kosten belaufen sich auf ca. 1.300,-- Euro.

      Noch ein Tip am Rande ... Es hat uns sehr geholfen, dass wir regelmäßig mit der Botschaft und dem Übersetzer kommuniziert haben und den Status der jeweiligen anderen Partei mitgeteilt haben. So im Sinne von akiver Koordination ...

      Abschließend sei gesagt, dass es keine Gewähr dafür gibt, dass eine Visa-Erteilung erfolgt. An der Stelle hängt alles von der Botschaft bzw. der Einwanderungsbehörde in Santo Domingo ab.

      Teil II folgt ca. kurz vor Weihnachten.

      Gruß
      Juergen