Die Kehrseite der Freiheit

      Die Kehrseite der Freiheit

      Ich bin auch nicht für eine Verordnung wie krumm eine Gurke sein darf.

      Geht es ohne Recht und Gesetz?


      Nehmen wir das Beispiel Müll.
      In Santo Domingo Ost beklagt sich der Bürgermeister, das weniger 5% für die Müllabfuhr bezahlen. Er beklagt die „Kultur des nicht zahlen in der Bevölkerung“.
      Man versucht jetzt über eine Kampagne über die Kommunikationsmedien, das Verhalten der Bevölkerung zu verändern.
      Das Geld kann sich die Stadtverwaltung sparen, es wird nichts nützen.


      Der Dominikaner in der Masse ist nur unter Kontrolle und starken Zwang bereit, sein Verhalten zu ändern.


      Die Argumente der Schönredner, Ellenbogengesellschaft, Egoismus, nur noch Kohle zählt, ohne Rücksicht usw.. Das wollen sie hier nicht.
      Hier lebt man noch frei und ohne Zwang.



      Da kann ich nur sagen macht die Augen auf.


      Was ist das denn, wenn ich meinen Müll aufs Nachbargrundstück werfe, bei rot über die Ampel fahre, mit dröhnender Musik meinen Nachbarn nerve, meinen Kunden abzocke, Auseinandersetzung mit Waffengewalt geregelt werden??


      Es gab auch mal Dominikaner die Wert auf Moral, Ehre, auf ein geregeltes und friedliches Zusammenleben der Gesellschaft Wert legten.


      Das waren die Väter all der Gesetze, die es zwar gibt in der Dominikanischen Republik, die jedoch keiner mehr einhält.


      Diese Spezies scheint das Schiksal der Tainos zu teilen, ausgestorben. d231xy

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „motzki96“ ()

      Aber Motzki,
      das ist doch die Insel des 2.glücklichsten Volk (nach Costa Rica) der Erde. Paradiesische Zustände - quasi.

      Da muss man doch über solche Petitessen hinwegsehen. Wieviel Prozent gehen nochmal verloren oder werden nicht berechnet auf dem Weg vom Stromerzeuger über den Verbraucher zur Rechnungsstellung.

      Die Kehrseite der Zivilisierten Welt

      Wenn ich meine Herkunftskultur als Maßstab auf die D.R. oder ein anderes Tropisches Land übertragen will, um da glücklich zu sein, dann bin mit Garantie für immer unglücklich und am falschen Ort.

      Wenn ich meine Kultur noch als die Überlegene Kultur und einzig wahrhaftige, fehlerlose anschaue, nur weil ich da am meisten Zeit meines Lebens verbracht habe, dort alles richtig und normal ist, weil ich es so gewohnt bin, das ich meine Uhr nach der Müllabfuhr einstellen kann, die immer pünktlich um die gleiche Zeit kommt, dann sollte man zuhause in der Heimat bleiben.

      Man sollte schon fähig und bereit dazu sein sich auf eine andere Fremde Kultur einzulassen und anzupassen. Und sich zuvor darüber im Klaren sein was einem da erwartet und das jede Kultur so wie die eigene Kultur auch Schattenseiten hat. Darüber hinaus gehört auch die Fähigkeit zu erkennen und verstehen zu können warum eine Kultur so ist wie sie ist, weil es dafür Gründe also Ursachen gibt.

      Ein Ordnungsliebender Bürgerlicher, bei den Schweizern sagt man auch Bünzli dazu, ist mit einem Land wie der D.R. Total überfordert, weil die Gegensätze und der Kulturschock viel zu gross sind um auf Dauer in so einem Land zufrieden zu sein, schönes Wetter und Meer reicht da nicht.

      Die Ansprüche sollten schon den Gegebenheiten angepasst sein, denn der Name Entwicklungsland ist ja selbsterklärend, man lebt in einem Land das weniger weit Entwickelt ist wie ein anderes.

      Bei einigen Residenten so scheint es mir, handelt es sich um eine Hassliebe zur D.R.


      Zitat Motzki: Nehmen wir das Beispiel Müll. In Santo Domingo Ost beklagt sich der Bürgermeister, das weniger 5% für die Müllabfuhr bezahlen. Er beklagt die „Kultur des nicht zahlen in der Bevölkerung“.

      Der Bürgermeister hat gut lachen, sein sicher zu hoher Lohn ist ja durch die Bevölkerung sehr gut bezahlt.

      Aber nun zum Müll-Zitat, ganz einfach das liegt am mangelhaften oder fehlenden Einkommen, ohne das man die Rechnungen nicht bezahlen kann. Das Problem wird in Zukunft auch nicht besser werden.

      Solange die Bevölkerungsexplosion hier und Weltweit so weitergeht, werden die Schlechtredner noch viel mehr zu kritisieren haben, also das Sprichwörtliche Fass ohne Boden.

      Eine wachsende Bevölkerung ohne ausreichend Arbeit und Geld, das vom Staat vieles Gratis haben möchte und ein Staat der ohne genügend Steuereinnahmen keine ausreichende Infrastruktur aufbauen kann.

      Das Wachstum ist das Problem, nicht nur hier, auch in Europa nur sind die Auswirkungen unterschiedlich. Aber am Schluss läuft es auf das gleiche hinaus. Die Frage nach woher kommt ausreichend Energie, Nahrung und Arbeit für ein unendliches Wachstum von Wirtschaft und Bevölkerung auf dem unser System der Kapitalismus funktioniert und aufgebaut ist.

      Zum obigen Müll-Beispiel von Motzki die Frage:

      Übernehmen die Europäer denn die Kosten der Schäden die sie mit ihrer sich Weltweit auswirkenden Umwelt-Luftverschmutzung und Ressourcengewinnung und Verschwendung verursachen?

      Negative Beispiele der EU Konsumgesellschaft: Jedes Jahr das neuestes Handy und Elektrogeräte für die ganze Familie. Morgens und abends Kilometerlange Staus oft alleine im Auto sitzend. Sinnlose Lastwagen-Transporte durch ganz Europa hin und her um Konsumgüter herzustellen. Tonnenweise weggeworfene Lebensmittel. Im Winter heizen mit offenen Fenstern. Betreibung von AKW’s mit all den Risiken die weltweiten Schaden anrichten können.

      Haben einzelne dieser Industrieländer wenn sie sich so dumm und auf Kosten der Entwicklungsstaaten verhalten das Recht diese zu kritisieren? Oder ist jemand was besseres der zu der Minderheit gehört die sich durch Geburt am richtigen Ort den Dekadenten Lebensstill leisten kann? Und darum den Entwicklungsländern soweit überlegen ist, weil er zu der angeblich one and only Zivilisierten Welt gehört?

      An dem Leben können 2/3 der Menschheit nicht teilhaben, die müssen zuschauen. Eine gerechtere Aufteilung hätte zur Folge das 1/3 seinen Wohlstand zugunsten der 2/3 reduzieren müsste, wären sie dazu bereit auf Wohlstand zu verzichten?

      Wenn die nicht erneuerbaren demzufolge Endlichen (Schädlichen) Energieträger gerecht verteilt würden dann wäre es schlagartig vorbei mit dem Wohlstand der Industrieländer. Weil diese es sich aber leisten können, verbrauchen respektiv verschwenden sie denn größten Teil dieser Umweltschädigenden Energiequelle selbst, ohne Rücksicht auf Schäden oder Andere und Zukünftige Generationen.

      Wäre es nicht besser gewesen die wären gar nie von den Bäumen runtergekommen?

      Du Heiligs Sackerlzement! :xcxcx

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Jarabacoa“ ()

      Jarabacoa, 07:29
      ".......Negative Beispiele der EU Konsumgesellschaft: Jedes Jahr das neuestes
      Handy und Elektrogeräte für die ganze Familie. Morgens und abends
      Kilometerlange Staus oft alleine im Auto sitzend. Sinnlose
      Lastwagen-Transporte durch ganz Europa hin und her um Konsumgüter
      herzustellen. Tonnenweise weggeworfene Lebensmittel. Im Winter heizen
      mit offenen Fenstern. Betreibung von AKW’s mit all den Risiken die
      weltweiten Schaden anrichten können."
      ____________________________________________________________________________________________________________

      Ich greife mal die Lebensmittelverschwendung hier raus:
      z w a n z i g Millionen Tonnen jährlich in Deutschland, schaut hier:

      dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/1549409/

      Es treibt einem eigentlich die Tränen in die Augen.
      Das es in Europa Verschwendung gibt....., Das zuviele Lebensmittel aus den unterschiedlichsten Gründen entsorgt werden..... das wir den Entwicklungsländern jahrzehntelang mit Technikgläubigkeit, Ausbeutung, falschen Systemanreizen usw.usw. in die falsche Richtung vorangegangen sind..... unbestritten. Das unsere monetäre Elite teilweise zum Abschaum gehört...... ebenfalls geschenkt. Wobei der Schweizer Abschaum in Form von Bankchefs deutscher Banken oder die "renommierten" Züricher Banken immer in vorderster Front agieren. Das sind jedoch alles keine Entschuldigungen für die Entwicklungsländer, in denen die wesentlich verkommenere, brutalere, korruptere und bis aufs Mark verbrecherische "Elite" (Ausnahmen bestätigen die Regel) der Entwicklungsländer selbst jeden kleinen Fortschritt mit ihrer Honigtopfmentalität be- bzw. verhindern. Die Attitüde der oberflächlichen "Kritikaster", die sich gegen die Ausstattung mit neuen Kommunikationsmittel auch interfamilär aussprechen, die die Form der innerstädtischen Mobilität kritisieren in einer extrem mobilen "Arbeits"-welt (darum geht es. Menschen müssen zu unterschiedlichsten Zeiten, zu unterschiedlichsten Orten mit unterschiedlichsten Endzeitpunkten ihren Arbeitsplatz erreichen oder verlassen können und das geht auf Dauer nicht mit der gleichen Flexibilität mit Fahrgemeinschaften. Doch man arbeitet auf vielen Ebenen daran, den ÖVP zu verbessern. Dies würde aber sicherlich wieder die Kritikaster herausfordern, die sich hier vehement gegen die EU und ihre gesetzlichen Regelungen aussprechen. Ein kleine Prise Salz in die schweizerische Wunde: Während wir das Europaparlament und über unsere Regierungen auch die Kommision bestimmen, darf die Schweiz einfach nur am Katzentisch sitzen und 95 Prozent der europäischen Gesetzgebungen eilfertigst umsetzen und nachholen. Das macht schon recht deutlich, wer in diesem Verhältnis der Koch und wer der Kellner ist, oder?

      Zigtausende Obdachlose, Sozialhilfeempfänger, Geringverdiener danken übrigens tausenden freiwilligen Mitarbeitern der Tafeln für ihr Engagement zur Reduzierung der Menge der verschwendeten Lebensmittel.

      Meine Kinder (8 und 13) sind teilweise in der Rep. Dom. aufgewachsen und dort zur Schule gegangen. Sie kamen vor ca. einem Jahr mit rudimentären Deutschkenntnissen nach D. (ja, es ist nicht einfach als einziger deutscher Kontakt die deutsche Sprache zu vermitteln) Sie wissen heute die Vorzüge ihres Lebens in D. zu schätzen. Schule (selbst öffentliche), Gesundheitssystem, Sport-, Kultur-, Bildungs- und Freizeitmöglichkeiten in einem wesentlich sicheren, entspannteren Umfeld zu schätzen. Sie wollen nicht mehr zurück in das Paradies ausserhalb ihres Urlaubs zum Besuch der Oma und der Tanten, Onkel, Primos und Primas. Weil sie wissen zu schätzen, was wohlstandsmüde Wohlstandskinder hier im Forum nicht mehr schätzen wollen. Vom Krankenwagen und Notarzt, der zu einem Schulunfall mit Rückenverletzungen kam, und dann den Rettungshubschrauber anforderte. Und nicht das Guagua benutzen musste, weil das korrupte Gesocks (ja auf der Ebene im täglichen Leben fängt die Korrption an) wieder die von Franzosen gespendete Ambulanz zu Ausfahrten mit der Novia ohne Benzin zurückgelassen haben. zum Beispiel. Der Junge wechselt nun bald auf das Gymnasium und das andere Kind nach der Grundschule ebenfalls. Sie sprechen heute nach 11 Monaten Schule in der BRD fast perfekt deutsch.
      Wir leben hier sicher nicht im Paradies - aber wir sind wesentlich näher dran wie die Rep.Dom. Darüber täuscht auch kein verschmutzter Sandstrand (gepflegte Strände gibt es nur vor Touristen-Hotels, weil da wird jeden Tag gesäubert) oder ein angenehmes Klima hinweg. Das hilft nicht über einen Haufen zugedröhnter Analphabeten hinweg, die mit ihrer geladen Knarre in der Disko herumfuchteln oder ihrer Tanzpartnerin in vorgetäuschter Kopulation den Dogie machen. Im schlimmsten Fall ist der versoffene Analphabet mit Pistole Senator und hat noch vier freigestellte Bodyguards der Policia Nacional dabei, die an der Jumbo-Flasche Presidente nuckeln, die der Analphabet generös spendiert. Es lebe die dominikanische Demokratie. Willkommen im Paradies!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „ballenas“ ()

      Zum Müll zurück und der "Kultur des Nicht Zahlens".
      Es ist beim Strom so, beim Wasser.
      Steuern?
      Warum also beim Müll?

      Das sind doch schließlich alles Regierungsaufgaben!

      In Santiago reklamierte man kürzlich eine Preissteigerung von teils 9000%!
      Boahhhhhh und nein, garnicht schlimm. Zahlte der Colmadofritze vorher 5 Pesitos sind es nun runde 350RDS. Keine 10 USD für 2x die Woche Müllentsorgung! Das ist doch billig.
      Wo sind denn die mit den herrlichen Deutschlandvergleichen....
      Wir haben da gelbe, grüne, blaue, graue und rosa Tonnen in Köln. Papier, Glas, Plastik, Müll und Grünschnitt. Ja super! Vorbildlich. Und was passiert auch wieder??? Weil die Müllgebühren hoch und höher steigen, da entmüllt man auf Parkplätzen an Landstraßen etc pp.
      Oh wie sind wir doch wohl erzogen und kultiviert.

      Selbst hier sehe ich die Weissnasen und sie schmeissen auch den Müll aus dem Auto. Oder viele die ihre Müllabfuhr nicht zahlen wollen weil man in einer entlegenen Urbanisation wohnt...da wird der Müllsack auch am Straßenrand weggeworfen.

      Wie war das mit Steinwürfen im Glashaus?

      Die Kernfrage ist nicht: wer macht Dreck, wer macht mehr Dreck... die Frage ist, wie kann man dem Volk klarmachen dass Leistungen Geld kosten?
      Und nun kommt der Punktus Knacktus. Ich hab oft Dominikanern gesagt: bei uns muss man Wasser zahlen und dies und das....
      Dann kommt die klärende ANtwort: JA, aber IHR bekommt ja auch was dafür, hier stecken sich die Politiker alles ein.
      Nicht ganz falsch, oder? Die Bonzen versprechen und erfüllen nicht. Aber man soll zahlen. Das würde auch mir aufstoßen.

      Viel Arbeit also und statt immer zu klagen kann man ja mal mit gutem Beispiel voran gehen!
      Es geht alles seinen karibischen Gang...

      suroeste schrieb:

      Selbst hier sehe ich die Weissnasen und sie schmeissen auch den Müll aus dem Auto. Oder viele die ihre Müllabfuhr nicht zahlen wollen weil man in einer entlegenen Urbanisation wohnt...da wird der Müllsack auch am Straßenrand weggeworfen.
      Och,da brauchst du nicht einmal in entlegene Urbanisationen zu gehen,
      so entlegen wohnen wir gar nicht, ein einer geschlossenen
      Wohnurbanisation. Ein Teil von uns zahlt brav die monatlichen Gebühren
      für Müll und sonstige allgemeine Kosten. Die anderen profitieren
      parasitär von uns, überwiegend "Weissnasen" wohnen hier.

      Wie sie das in ihren Heimatländern gemacht hatten, entzieht sich meiner
      Kenntnis. Vielleicht sind das diejenigen, deren Müll im nahegelegenen
      Naturgebiet wir täglich anschauen dürfen (beim Gassi mit den Hunden) ,
      vermutlich schleichen sie des nachts da rum und laden ab. :vtsf Medio Ambiente ist eingeschaltet - aber sie haben es auch noch nicht wirklich ändern können.
      @motzki
      ...Regierungsaufgaben...
      Sorry- das hab ich nicht richtig hervorgehoben. Aus Sicht der Dominikaner. Die glauben ja der Staat ist immer für alles verantwortlich.
      Naturkatastrophen, Missernten und Überproduktionen - der Staat muss immer herhalten.
      Komisch, in D zahlte man dafür Versicherungen. Aua, schon wieder dieses Unwort "zahlen"
      Es geht alles seinen karibischen Gang...