Lagune Oviedo - im tiefen Südwesten der Dominikanischen Republik

      Lagune Oviedo - im tiefen Südwesten der Dominikanischen Republik


      Die Lagune Oviedo

      Ein einzigartiges Naturschauspiel bietet sich hier dem Besucher. "Laguna de Oviedo" ist ein einzigartiges Feuchtraumgebiet in der Dominikanischen Republik, sogar in der gesamten Karibik.

      Die Lagune Oviedo beheimatet neben einer besonderen Pflanzenwelt, dominiert von Kakteen, auch eine Vielzahl anderer Lebewesen. Vor allem gibt es hier Dutzende von verschiedenen Vogelarten, viele sind in der Dominikanischen Republik nur noch hier anzutreffen. Hinzu kommen Reptilien, allen voran der riesige Nashornleguan. Dieses beeindruckende und gefährlich aussehende Tier kommt auf Körperlängen bis zu einem Meter (plus Schwanzlänge), ist aber ganz harmlos. Im Gegenteil, wer die Lagune besucht und eine geführte Tour bucht, der wird auf seinem Inselbesuch (die Lagune hat mehrere kleine Inseln auf den Vögel ihre Nistplätze haben – je nach Größe der Insel aber auch die Leguane leben – sofort von diesen neugierigen und gefräßigen Tieren begrüßt.

      Hauptsächlich ernähren sie sich von Blüten und Pflanzen, rauben aber auch gern Eier. Jeder Besuch von Touristen bedeutet für sie aber auch zusätzliche Abwechslung vom alltäglichen Speiseplan. Bei der Tour wird auf einer der Inseln gerastet und es gibt etwas zu essen. Salate, Reis, Huhn und Kotelett wird meist angeboten. Genug Grund für die Leguane sich zu den Touristen zu gesellen und zu warten dass auch für sie etwas abfällt. Allerdings sollte man nie einen Leguan füttern, handzahm sind sie nicht und wer Obst oder eine Tomate aus der Hand anbietet der kann riskieren dass der Finger mit gebissen wird!

      Bei der Fahrt über den See wird nur die Leguan-Insel Cayo de las iguanas) betreten, die anderen Inselchen werden vom Boot aus mit gebührendem Abstand betrachtet um die Tiere nicht zu gefährden und zu sehr zu beunruhigen. Die Vogelinseln (Cayo de pajaritos) werden also nur angefahren. Absolutes Highlight sind die über hundert rosa Flamingos, hier bedarf es einem besonders ruhigen Verhalten und das Boot nähert sich nur gleitend der riesigen Flamingoschar.

      Sowie auch nur ein Flamingo Gefahr wittert und in die Lüfte steigt, so folgen ihm alle und lassen sich wieder weiter entfernt an einem anderen Platz nieder. Beste Fotoergebnisse erzielt man hier bei den scheuen Vögeln mit dem Zoom.
      Weiße Ibisse sind hier zu hunderten vertreten und schön anzusehen sind auch die Löffler, welche ihren Namen wegen der besonderen Schnabelform erhalten haben.

      Absolutes Highlight der Tour ist dann die Fahrt nach El Guanal. Mit dem Boot geht es an das Südufer der Lagune. Man kommt mit dem Boot nicht ganz an den Strand, das heißt, es darf gewatet werden. Schuhe sollte man ausziehen damit sie nicht im Schlick stecken bleiben! Betritt man dann das Ufer geht es quer über die Düne durch den Guanowald an die andere Seite, hier hat man einen beeinduckenden Blick auf das Karibische Meer. Wer möchte kann hier auch Höhlen mit präkolumbianischen Felszeichnungen besichtigen. Ganz wichtig jedoch ist: Mückenspray! Auf dieser Düne, mit dem Feuchtgebiet und seinen Mangroven, wimmelt es nur so von diesen Blutsaugern. Mit wedelndem Tuch und genügend Abwehrspray kann man sich aber vor zu vielen Stichen wehren.
      Auf dieser Düne wohnen auch 2 Parkwächter. Vor allem in der Brutzeit der Schildkröten sind sie hier gefordert. Nachts beobachten sie die karibische Küste und warten auf die Meeresschildkröten. Die riesigen gepanzerten Tiere kommen hier an die Strände um ihre Eier abzulegen. Karett- und Tinglarschildkröten, beide vom Aussterben bedroht, legen hier bevorzugt die Eier ab.

      Damit diese nun nicht von Eierdieben (unter anderem Leguane) gefressen werden, sammeln die Parkwächter die Eier ein nachdem die Muttertiere wieder ins Meer geglitten sind. Danach legt man die eingesammelten Eier in mit Sand gefüllte Kühlboxen, hier hält sich die für die Brut erforderliche Temperatur am besten. Die Wächter beobachten nun die Truhen und wenn die ersten Tiere geschlüpft sind, dann wartet man noch 4 Tage. Jetzt sind die kleinen und noch weichen Mini-Panzer kräftig genug um ins weite Meer hinaus zu schwimmen. Sie werden dann ans Ufer gebracht und ihrem Schicksal überlassen.

      Da die Lagune ein Naturschutzgebiet ist, darf man sie nicht auf eigene Faust betreten. Entweder vereinbart man einen Termin mit einem offiziellen Führer (829 810 7989) oder bucht einen Führer mit Boot am Eingang und Parkplatz zur Lagune. Diese befindet sich auf der Hauptstraße von Barahona nach Pedernales, im Südwesten der Dominikanischen Republik. Der Eingang ist ausgeschildert und die Lagune von der Straße aus zu sehen (das Wasser hat hier eine besondere Grünfärbung und ist sehr auffällig). Alternativ kann man auch über den Veranstalter ECOTOURS in Paraiso eine Tour buchen.
      Es geht alles seinen karibischen Gang...